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Berliner Vielfalt Diversity

Diversität in Berlin - Vielfalt tut unserer Stadt gut

Berlin gibt sich gern weltoffen und tolerant. Ein kreativer Schmelztiegel der Kulturen, der vor allem junge Leute aus der ganzen Welt anzieht. Für unsere Online-Serie „Berliner Vielfalt“ wollten wir wissen, wie es um die Diversität in der Hauptstadt steht und wie Vielfalt in Berliner Unternehmen gelebt wird.

Im so genannten „Afrikanischen Viertel“ in Berlin-Wedding gibt es viele Straßennamen mit Bezügen zur deutschen Kolonialgeschichte. Genau hier hat der Verein „Each One Teach One“ (EOTO) seinen Sitz, nämlich in der Kameruner Straße. Der Verein bildet eine Anlaufstelle für Schwarze Menschen in Berlin und macht sich auch bundesweit stark für eine vielfältige Gemeinschaft. 

Mit dem „Fridayz Hang-out“ gibt es regelmäßig Events für die „Young Black Community“ in Berlin, aber das Engagement geht noch weiter: „Wir veranstalten auch Workshops für andere Initiativen, um diese fachlich zu unterstützen, gemeinsam mit Schwarzen Jugendlichen“, erklärt Makda Isak, die bei EOTO auch für die Politische Bildung zuständig ist. „Mit der Black History Class haben wir sogar eine Unterrichtseinheit für Schulen konzipiert, um Geschichtsschreibung aus schwarzer Perspektive zu behandeln und Themen wie die deutsche Kolonialgeschichte stärker ins Bewusstsein zu rücken.“ An der Nelson-Mandela-Schule in Berlin ist dieses Modellprojekt schon im Einsatz. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in den Bereichen Rassismusprävention und Empowerment Schwarzer Menschen. 

Neuer Bevölkerungsrekord

Im vergangenen Jahr hat Berlin die 3,8-Millionen-Marke geknackt und damit einen Bevölkerungsrekord aufgestellt. Der Ausländeranteil liegt laut Landesamt für Statistik bei 24,3 Prozent. Die größte Gruppe bilden nach wie vor Staatsangehörige aus der Türkei - mit 101.000 Personen, auf Platz 2 folgt nun die Ukraine mit 57.000 Menschen, gefolgt von Polen mit 54.000. Einen Pass aus einem afrikanischen Land besitzen 37.000 Menschen. Insgesamt leben in Berlin mehr als 700.000 Menschen nicht-deutscher Staatsangehörigkeit aus fast 190 Nationen. 

Damit ist Berlin ethnisch gesehen auf jeden Fall eine äußerst diverse Stadt. Aber Diversity schlägt sich auch auf vielen anderen Bereichen nieder, etwa in den 250 Religionsgemeinschaften oder der lebendigen LGBT+ Szene, für die Berlin schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts berühmt gewesen ist.

Das queere Leben feiern

Megaevents der Szene wie das Lesbisch-schwule Stadtfest im Berliner Bezirk Schöneberg oder der Christopher Street Day im Juli ziehen jährlich Hunderttausende Menschen an und sind zu einer festen Institution geworden. 2022 haben 350.000 Menschen das queere Leben in Berlin gefeiert. Mit dem SchwuZ existiert darüber hinaus der größte queere Club Deutschlands in Berlin. Das SchwuZ, dessen Projekte die Berliner Sparkasse immer wieder unterstützt, hat sich in den letzten knapp 50 Jahren zu einem echten Leuchtturmprojekt entwickelt. Es ist ein Ort zum Feiern, aber auch ein queeres Kulturzentrum und ein Ort für verschiedene Selbsthilfeorganisationen.

Queeres Leben in Berlin

Einer der queeren Ikonen Berlins ist Jan-Henrik Scheper-Stuke. Der Geschäftsführer von Auerbach Berlin, einer der besten Adresse für Krawatten und Schleifen, gehört zu den Hosts der Netflix-Sendung „Queer Eye Germany“ und genießt die Offenheit in der Hauptstadt: „In Berlin kann jeder alles sein und findet Akzeptanz und seine Community, die einen unterstützt, stärkt, hilft, inklusiv ist und zeigt, dass man nicht alleine ist. Diversität wird wohl – neben Köln – in keiner weiteren Stadt so gelebt wie hier in Berlin. Ich bin froh ein Teil dieser queeren Stadt sein zu dürfen.“

 

Vielfalt gewinnt 

Die Berliner Sparkasse fördert nicht nur unterschiedlichste Initiativen, um die Vielfalt in Berlin zu stärken, sondern will auch selbst eine möglichst diverse Arbeitgeberin sein. Mit „S-Queer“ gibt es bereits seit 2013 ein Netzwerk queerer Menschen, die bei der Berliner Sparkasse arbeiten.

„Berlin ist bunt und das soll sich auch bei der Berliner Sparkasse widerspiegeln“, erklärt Andrea Noelscher, die sich im Personalbereich der Berliner Sparkasse um Diversity-Themen kümmert. „Wir versuchen, einen guten Mix in unsere Personalstruktur zu bringen und eine Chancengerechtigkeit herzustellen.“ Die Berliner Sparkasse ist daher auch der Charta „Gleichstellung gewinnt“ beigetreten. Dieses Netzwerk aus Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen setzt sich für einen Kulturwandel in der Berliner Wirtschaft ein. Gleichstellung der Geschlechter sei nicht nur ein „gesellschaftspolitisches Ziel, sondern auch eine wesentliche Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg“, heißt es in der Charta. „Ein in Bezug auf das Thema Gleichstellung besonders wünschenswerter Effekt einer offenen Unternehmenskultur ist, dass sie die beruflichen Perspektiven von Frauen in Unternehmen nachhaltig fördert.“

Diversität am Arbeitsplatz

Hoher Frauenanteil

In diesem Punkt hat die Berliner Sparkasse schon viel erreicht, berichtet Andrea Noelscher: „Der Frauenanteil liegt bei 60 Prozent insgesamt und unter den Führungspositionen immerhin noch bei 46 Prozent. Das ist mehr als doppelt so hoch wie im Branchenvergleich, wo der Anteil weiblicher Führungskräfte im Schnitt nur bei 22 Prozent liegt.“ Womit die Personalerin, die früher auch eine Sparkassen-Filiale geleitet hat, noch nicht zufrieden ist, verrät sie auch: „Wir haben Bereiche, wo Frauen überproportional vertreten sind, wie etwa die Personalabteilung, aber im Private Banking dagegen ist die Berliner Sparkasse noch etwas „männerlastig“. Hier würde ich mir mehr Frauen wünschen.“

Um Frauen stärker zu fördern, hat die Berliner Sparkasse verschiedene Mentoring-Programme ins Leben gerufen. So werden beispielsweise Matches gebildet von Frauen in einer Führungsposition mit Mitarbeiterinnen, die sich für eine höhere Ebene interessieren. 

 

Teilzeitarbeit für Führungskräfte 

Rund 3.500 Menschen arbeiten bei der Berliner Sparkasse, darunter auch viele Männer, die Elternzeit beanspruchen und sich mit anderen Vätern austauschen. Dazu gibt es das Väter-Netzwerk der Berliner Sparkasse, das sich regelmäßig zu Stammtischen trifft und sich zu Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kinderbetreuung oder der modernen Vaterrolle austauscht. Auch hier zeigt sich die Berliner Sparkasse als familienfreundliche Arbeitgeberin, denn an den beiden zentralen Standorten gibt es ein Eltern-Kind-Büro, das die Kinderbetreuung enorm erleichtert. Hier kommt auch der Punkt der flexiblen Arbeitszeitgestaltung ins Spiel: „Die passende Form der Teilzeit ist vielfältig und individuell. Um den unterschiedlichen Vereinbarkeitsvorstellungen unserer Mitarbeitenden gerecht zu werden, können bei uns verschiedene Teilzeitmodelle in Anspruch genommen werden“, erklärt Andrea Noelscher. „Wir bieten Teilzeitarbeit übrigens auch ausdrücklich für Führungskräfte an, denn die Familienfreundlichkeit soll ja nicht aufhören, wenn jemand befördert wird.“

Die Berliner Sparkasse bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zudem immer wieder Workshops und Maßnahmen zur Selbstreflexion an, um für Diversity-Themen zu sensibilisieren, eventuelle Vorurteile abzubauen und die eigenen, oft unbewussten Denkmuster zu hinterfragen. Damit es gar nicht erst zu einer Diskriminierung kommt. „Wir wollen herausfinden, wo noch Schranken in den Köpfen sind“, resümiert Andrea Noelscher. „In jedem Fall sind wir davon überzeugt, dass ein guter Mix von allem eine Firma erfolgreicher macht.“ 

„Sei international, sei vielfältig, sei Berlin“

Das hat auch das Land Berlin insgesamt erkannt und 2020 ein Diversity-Landesprogramm gestartet mit dem Ziel, die Chancengleichheit im Land Berlin deutlich zu stärken: „Als größte Arbeitgeberin des Landes ist die Berliner Verwaltung offen dafür und interessiert daran, die Vielfalt der Stadtgesellschaft in den eigenen Reihen abzubilden. Die Verwaltung ist dafür verantwortlich, ihre Beschäftigten proaktiv vor Diskriminierung zu schützen und eine Verwaltungskultur zu fördern, in der Vielfalt wertgeschätzt wird“, heißt es in dem Konzeptpapier des Senats. Damit die Hauptstadt ihrem Slogan gerecht wird: „Sei international, sei vielfältig, sei Berlin.“

Engagement für ein vielfältiges Berlin

Die Berliner Sparkasse macht sich stark für eine vielfältige Gemeinschaft, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung am Arbeitsplatz. Erfahren Sie mehr dazu auf unserer Seite Diversity bei der Berliner Sparkasse >>

„Berlin ist bunt“ – so vielfältig ist unsere Stadt

In ihrer Online-Serie „Berliner Vielfalt“präsentiert die Berliner Sparkasse alle zwei Monate, wie vielfältig gesellschaftliches Engagement aussehen kann. Dazu werden verschiedene Initiativen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vorgestellt. Die Berliner Sparkasse fördert ein verantwortungsvolles Miteinander in der Stadt und engagiert sich in vielen Vereinen und Initiativen selbst.

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