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Kinder mit Erdkugel, Nachhaltigkeit bei der Geldanlage

Nachhaltige Geldanlagen: Ersparnisse nachhaltig investieren für eine bessere Welt 

Wer sich um die Zukunft unseres Planeten sorgt, kann auch mit seinen Rücklagen aktiv zum Erhalt für künftige Generationen beitragen. Bei der Berliner Sparkasse gibt es nachhaltige Geldanlagen, bei denen nicht nur die Wachstumschancen, sondern auch Umweltschutz, Menschenrechte und gute Unternehmensführung im Fokus stehen.   

In Nachhaltigkeit investieren und aktiv zu Veränderungen beitragen

Wir haben uns die Erde von unseren Kindern geliehen: Diese 150 Jahre alte Weisheit der nordamerikanischen Ureinwohner ist heute nicht nur wegen des drohenden Klimawandels aktueller denn je. Trotzdem verbrauchen wir jeden Tag viel mehr Ressourcen, als unser Planet eigentlich hergibt, und hinterlassen kommenden Generationen eine ausgelaugte Welt.  

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag leben: Viele von uns versuchen inzwischen, ihren negativen Einfluss auf die Umwelt zu reduzieren oder sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Sei es durch  

  • einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln,
  • den Kauf fairer, saisonaler und regionaler Produkte, 
  • den Verzicht auf Autofahrten, 
  • die Reduktion von oder den vollständigen Verzicht auf Plastik 
  • oder durch Energie- und Wassersparen im Haushalt.

Was viele beim Thema Nachhaltigkeit nicht bedenken: Nicht nur das Geld, das wir ausgeben, sondern auch das Geld, das wir für später zurücklegen, kann etwas verändern. Wer einen Teil seiner Ersparnisse an den Börsen anlegt, muss ja nicht in Unternehmen investieren, denen der Zustand unserer Erde egal zu sein scheint. Stattdessen kann er mit nachhaltigen Investments die Welt ein Stück besser machen

Nachhaltig Geld anlegen: Was Nachhaltigkeit bei Aktien und Investments bedeutet

 Obwohl der Begriff „Nachhaltigkeit“ bereits seit 1915 im Duden verzeichnet ist, versteht jeder etwas Anderes darunter. Der Ursprung des Nachhaltigkeits-Gedankens reicht bereits mehr als 300 Jahre zurück und hat seinen Ursprung beim sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz. In seinem 1713 erschienenen Werk „Sylvicultura oeconomica“ führte er erstmals die Idee eines nachhaltigen Umgangs mit dem Rohstoff Holz ein und legte so den Grundstein für die Entwicklung der deutschen Forstwirtschaft. 

Eine Definition: „Nachhaltigkeit“ beschreibt in der Tradition von Hans Carl von Carlowitz ein Handlungsprinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als künftig wieder bereitgestellt werden kann. 

Nachhaltigkeit geht heute über die klassische Ressourcenschonung hinaus  

Aber längst wird Nachhaltigkeit viel breiter begriffen als Ressourcenschonung und damit Umwelt- und Klimaschutz. In der „Agenda 2030“, die 2015 alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedeten, stehen fünf Schlüsselbegriffe im Zentrum: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Nicht nur die Natur, auch die Gesellschaften sollen sich nachhaltig entwickeln. Dementsprechend betreffen die sogenannten drei Säulen der Nachhaltigkeit auch die Bereiche Soziales und die Wirtschaft.  

ESG-Kriterien verdeutlichen, wie nachhaltig Unternehmen agieren

Diese drei Kernbereiche der Nachhaltigkeit werden bei der Bewertung von Unternehmen oft mit ESG abgekürzt:

  • Environmental, 
  • Social and Governance, also Umwelt, Soziales und
  • Unternehmensführung. 

Nach welchen Maßstäben und in welcher Gewichtung die ESG-Kriterien bewertet werden, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Nachhaltige Investments: Wie man die besten nachhaltigen Unternehmen findet

Mit Blick auf nachhaltige Geldanlagen an den Börsen arbeitet die Berliner Sparkasse unter anderem eng mit der DekaBank, dem Wertpapierhaus aller deutschen Sparkassen, zusammen. Diese hat einen ebenso strengen wie transparenten Auswahlprozess entwickelt, in dem die chancenreichsten Wertpapiere von den besten nachhaltigen Unternehmen ermittelt werden. 

In einem ersten Schritt werden Unternehmen zunächst  nach Ausschlusskriterien wie Umweltsünden, Verstößen gegen Menschenrechte oder kontroversen Produkten (Waffen, Atomkraft etc.) gefiltert. Anschließend erfolgt die Einstufung der verbleibenden Aktien und Anleihen nach insgesamt 180 ESG-Kriterien in Sachen Ökologie, Soziales und Unternehmensführung. Nur die besten nachhaltigen Unternehmen werden dann von den Deka-Wertpapierexperten zu ihren Wachstumschancen bewertet. 

Nachhaltige Investments erweitern das magische Dreieck der Geldanlage um eine vierte Dimension.

Quelle: DekaBank, Deka Investment, PS Fonds

Über das „Magische Dreieck“ hinausdenken: Wie sich die Anlagestrategie nachhaltig ändert 

Bislang waren Geldanlagen zumeist auf das „Magische Dreieck“ ausgerichtet. Damit strukturieren Anlageexperten das Vermögen ihrer Kunden nach deren Anforderungen an Liquidität, Sicherheit und Renditechancen. Wollen Verbraucher nachhaltig Geld anlegen, wird das Vermögen darüber hinaus verantwortungsvoll investiert – um nachhaltig zu wachsen. 

Nachhaltige Fondslösungen – jetzt sinnvestieren statt investieren

Die Berliner Sparkasse bietet nachhaltige Renten- und Aktienfonds auch für Privatanleger. Informationen und Beratungstermine in allen BeratungsCentern und online unter: berliner-sparkasse.de/nachhaltig 

Lesen Sie mehr zu nachhaltigen Geldanlagen im Ratgeber Geldanlage.

Interview: „Nachhaltige Unternehmen sind oft rentabler“

Wertpapierexperte Jens Himburg leitet das Anlagemanagement im Private Banking der Berliner Sparkasse. Ein Gespräch über den Trend zu nachhaltigen Geldanlagen. 

Die Sorge um die Zukunft unseres Planeten macht Nachhaltigkeit zu einem Mega-Trend. Auch die Geldanlage sollte keinen Schaden in der Welt anrichten. Beobachten Sie eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen Investments?  

Wir beobachten tatsächlich in den letzten Jahren ein zunehmendes Interesse an Nachhaltigkeits-Kriterien, wie Klimaschutz, der Einhaltung von Sozialstandards und Verhaltensregeln in der Unternehmensführung, auch bei der Vermögensanlage. 

Jens Himburg, Wertpapierexperte der Berliner Sparkasse, sieht ein steigendes Interesse an nachhaltigen Geldanlagen.

Foto: Elke Jung-Wolff

Mit der zunehmenden Medienwahrnehmung der  „Fridays for Future“-Bewegung sahen wir vor der Corona-Pandemie eine deutliche Dynamisierung. Das zeigt auch die Entwicklung der nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland. Diese erreichten am Ende des Jahres 2019 einen Rekordwert von über 269 Milliarden Euro. Auch wenn das Thema in der aktuellen Wahrnehmung etwas in den Hintergrund getreten ist, erwarten wir nach einer Beruhigung des Pandemiegeschehens wieder eine zunehmende Präsenz. 

Für Verbraucher, die nachhaltig investieren wollen, ist es schwer zu durchschauen, welche Unternehmen tatsächlich „die Guten“ sind. Sind die Deka-Auswahlkriterien transparent und nachvollziehbar?

Als Kriterien haben sich die 17 Ziele der Vereinten Nationen durchgesetzt, auf deren Basis Nachhaltigkeits-Filter entwickelt wurden, die dann von Investmenthäusern wie der DekaBank in den Portfolien umgesetzt werden. So bleiben von 3.500 Unternehmen nach so einem Selektionsprozess teilweise nur noch 200 Unternehmen für die Investition übrig. Für den Verbraucher ist dies aktuell noch sehr unübersichtlich.  

Warum gibt es für nachhaltige Geldanlagen nicht ein Siegel wie für Bio-Lebensmittel?

Das wäre natürlich wünschenswert. Aufgrund der großen Subjektivität des Themas wird es aber sicher sehr schwerfallen, sich auf einen Standard zu einigen. Es haben sich jedoch zwei Nachhaltigkeitsansätze etabliert: ESG und Impact-Investing. Diese sind als Orientierung schon ganz hilfreich.

 

Nachhaltigkeit und Rendite schließen sich nicht aus 

 

Viele Firmen mit nachhaltigen Produkten und verantwortungsvollem Management stammen aus Zukunftsbranchen. Ist bei diesen nicht grundsätzlich ein größeres Wachstum zu erwarten als bei den Klassikern in vielen Fonds?  

Das kann man nicht pauschalisieren. Das größere Wachstum in Zukunftsbranchen resultiert oft nicht aus Nachhaltigkeit, sondern aus dem Geschäftsmodell. Diverse Studien zeigen, dass es unabhängig von Branchen einen positiven Zusammenhang zwischen der Einhaltung von Nachhaltigkeits-Kriterien und der Rentabilität gibt. Entsprechend zusammengestellte Vermögensanlagen können sogar eine bessere Wertentwicklung erzielen. Gründe dafür sind beispielsweise Kostenersparnisse durch den schonenden Einsatz von Ressourcen oder die Verringerung von Unternehmensrisiken durch die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards. Anleger sollten aber auch die grundsätzlich bestehenden Kurs- und Unternehmensrisiken einer Aktienanlage im Blick behalten.  

Auch wenn hier keine Empfehlungen ausgesprochen werden können, gibt es aktuelle Beispiele für sowohl nachhaltige als auch renditestarke Geschäftsmodelle? 

Das Geschäft des französischen Zug- und Straßenbahn-Produzenten Alstom ist ein gutes Beispiel: Da die Bevölkerung in vielen Ländern wächst und Transport für ein Viertel der globalen CO2-Emissionen verantwortlich ist, wird jetzt in klima­schonende Infrastruktur investiert. Zudem fertigt das Unternehmen Züge, die mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben werden und somit einen Beitrag zu nachhaltigen Verkehrslösungen leisten. Der Alstom-Umsatz wird so laut Analysten in den nächsten Jahren weiter ansteigen. 

Oder auch Micro­soft: Alle kennen Windows und Office, aber der Konzern ist nach Amazon auch der zweitgrößte Cloud-Anbieter. Microsoft betreibt riesige Rechenzentren, bei denen Unternehmen Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware mieten können. Diese Zentralisierung von Rechenkapazität ermöglicht einen effizienteren Betrieb, Microsoft setzt zudem voll auf klimaneutralen Ökostrom. Dieses „Intelligent Cloud“-Segment ist heute schon für rund ein Drittel des Microsoft-Umsatzes verantwortlich und wächst um rund 30 Prozent pro Jahr.  

Auch Anleihen und festverzinsliche Wertpapiere können nachhaltig sein. Wie kann man sich das vorstellen? 

Auch hier gelten die ESG-Kriterien: So werden beispielsweise Anleihen von Staaten ausgeschlossen, die die Todesstrafe nicht komplett abgeschafft haben, Militärausgaben von mehr als drei Prozent aufweisen oder die Religionsfreiheit einschränken.  

Welche Rolle wird Nachhaltigkeit in Zukunft bei der Geldanlage spielen?  

Die Bedeutung von nachhaltigen Geldanlagen wird wegen des öffentlichen Interesses in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Zudem sind die Banken gesetzlich verpflichtet, die Frage nach einem nachhaltigen Angebot in die Beratung aufzunehmen. Aber auch die Unternehmen werden sich noch stärker als bisher auf Nachhaltigkeits-Aspekte fokussieren, um vom Wettbewerb nicht abgehängt zu werden. Mit der Attraktivität der Firmen dürfte auch die Nachfrage nach nachhaltigen Investments ansteigen. Gute Aussichten für die Geldanlage, aber auch für die Welt, in der wir leben.  

Weitere Tipps und Informationen zu nachhaltigen Geldanlagen finden Sie in unserem Ratgeber Geldanlage >>

Übrigens: Auch das Geschäftsmodell Sparkasse beruht auf einer nachhaltigen Idee. Tragende Pfeiler sind seit über 200 Jahren am Gemeinwohl orientiertes Wirtschaften und das Regionalprinzip.

Ratgeber Nachhaltige Geldanlage

Hier finden Sie weitere Artikel zum Thema Nachhaltigkeit.

Nachhaltige Geldanlage im Überblick

Hier bekommen Sie Details zum Thema Nachhaltigkeit.

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