Aktualisiert 07.01.2026
Ob zum Studienbeginn oder nach Abschluss der Ausbildung – irgendwann ist es für jeden jungen Menschen Zeit, in die erste eigene Wohnung zu ziehen. Neben mehr Freiheit bringt das neue Zuhause jedoch auch eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Wie du den Weg dahin entspannt meisterst und sicher in den eigenen vier Wänden ankommst? Das erfährst du hier!
Für den Vermieter ist es wichtig, dass du pünktlich und vor allem regelmäßig deine Miete zahlen kannst. Daher verlangen viele Vermieter Arbeits- und Einkommensnachweise. Wenn dein Einkommen nicht hoch genug ist, akzeptieren die meisten Vermieter eine Mietbürgschaft der Eltern. Gleiches gilt für die Kaution: Statt den Betrag auf ein Mietkautionskonto einzuzahlen, kannst du in der Regel auch eine Mietkautionsbürgschaft hinterlegen.
Wir zeigen dir, wie du deine Mietkaution bezahlst, finanzierst und zurückholst!
Worauf solltest du achten?
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Die erste eigene Wohnung bringt nicht nur mehr Freiheit und Unabhängigkeit mit sich, sondern ist auch mit Kosten verbunden. Bevor du in deine erste Wohnung ziehst, setze dich daher auch mit dem Thema Finanzen auseinander.
Zu den einmaligen Kosten zählen vor allem vier Punkte:
Nach dem Einzug in die erste Wohnung belasten vor allem die laufenden Kosten deine Haushaltskasse. Hierzu gehören insbesondere zwei Kostenpunkte:
Um nicht den Überblick zu verlieren, stelle am besten einen Haushaltsplan auf. Liste sowohl deine Einnahmen als auch deine Fixkosten detailliert auf. Dann siehst du, wie viel Geld dir noch für Lebensmittel, Kleidung oder gelegentliche Kinobesuche bleibt. Wir empfehlen den Finanzplaner in deinem Online-Banking oder den Online-Budgetplaner von „Geld und Haushalt“ als Web-Version oder App.
Du hast die Zusage zu deiner ersten eigenen Wohnung? Auch wenn die Euphorie jetzt groß ist, vergiss nicht, den Mietvertrag vor dem Unterschreiben zu prüfen.
Wichtig sind vor allem sechs Fragen:
Gut zu wissen: Enthält der Vertrag Klauseln, die von Gerichten oder vom Gesetzgeber für unwirksam erklärt wurden, sind diese nicht gültig – selbst, wenn du den Vertrag unterschrieben hast. Wende dich bei Unsicherheiten am besten an einen Mieterverein.
Wer in die erste eigene Wohnung zieht, muss sich meist auch um einen Internet- und Stromvertrag kümmern.
Du willst maximale Power bei minimalen Kosten. Aber welcher Vertrag ist der richtige für dich? Check erstmal dein eigenes Online-Verhalten. Wenn du nur hin und wieder etwas für die Uni googelst, Mails checkst und kurz bei deinen Eltern anrufst, reicht eine normale, billigere Verbindung aus. Oder bist du eher Streaming-Profi oder Zocker? Dann brauchst du Speed und damit schnellere Verbindung. Diese Optionen hast du:
Tipp: Den besten Anbieter findest du mithilfe von Online-Vergleichsportalen. Damit kannst du auch die Verfügbarkeit am eigenen Wohnort prüfen – denn nicht jeder Anbieter ist überall verfügbar.
Ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste zur ersten Wohnung ist der Stromvertrag. Ohne eigenen Vertrag fällst du in die sogenannte Grundversorgung, und dieser Tarif ist meist nicht der günstigste. Auch hier empfiehlt sich daher ein Vergleich verschiedener Stromtarife.
Achte dabei auf diese vier Kriterien:
Gibt es in deiner ersten Wohnung einen Gasanschluss oder eine Gasetagenheizung, schließe zudem einen Gasvertrag ab. Auch hier gilt: Wähle einen preiswerten Anbieter aus, um nicht in die Grundversorgung zu rutschen.
Wenn du in deine erste eigene Wohnung ziehst, sammelst du nach und nach Möbel, Wertgegenstände und Verantwortung an. Dann wird ein Thema brandaktuell: Versicherungen.
Wer bislang im Hotel Mama gelebt hat, war meist auch über die Eltern mitversichert. Dies ändert sich unter Umständen mit dem Einzug in die erste eigene Wohnung. Prüfe den Vertrag deiner Eltern oder schließe unbedingt eine Privat-Haftpflichtversicherung ab! Diese deckt nämlich alle Schäden ab, die du anderen zufügst – unabhängig davon, ob es sich um Personen-, Sach- oder Vermögensschäden handelt.
Beispiel: Stolpert beim Umzug zum Beispiel ein Nachbar über deine Kisten oder läuft deine Waschmaschine aus und verursacht einen Wasserschaden in der Wohnung unter dir, erweist sich eine Privathaftpflicht als echter Segen.
Darüber ist eine Hausratversicherung sinnvoll. Diese Police deckt Schäden an Möbeln, Elektrogeräten, Kleidung und Co. ab, die durch Leitungswasser, Feuer, Einbruchdiebstahl, Raub oder Sturm entstehen.
Meist sind bei der Hausratversicherung auch Fahrräder mitversichert – der Versicherungsschutz greift jedoch nur, wenn das Rad in einem geschlossenen Raum stand und dort beschädigt oder daraus entwendet wurde. Solange der Hausrat noch überschaubar ist und keine oder nur wenige wertvolle Gegenstände enthält, kannst du auf diese Versicherung unter Umständen auch verzichten.
Wer in die erste eigene Wohnung zieht, steht gewiss irgendwann vor der Frage: „Was muss man beim Umzug alles bedenken?“ Daher haben wir dir die wichtigsten Punkte zum Umzug zusammengetragen:
Überlege zunächst, wie du den Umzug organisieren willst. Wenn du ein Unternehmen beauftragst, legst du den Umzug in die Hände von Profis. Allerdings ist dieser Service nicht gerade günstig. Wenn jeder Cent zählt und der Hausrat für die erste Wohnung ohnehin überschaubar ist, liegt es auf der Hand, den Umzug selbst zu machen. Frage Verwandte und Freunde, ob sie dir helfen, und organisiere gleich mehrere Helfer, falls am Umzugstag jemand kurzfristig abspringt. Ist wohl schon vorgekommen ;)
Kannst du nicht auf Freunde oder Familie zählen, sind studentische Umzugshelfer eine günstige Alternative zum professionellen Umzugsunternehmen. Um dein Hab und Gut von A nach B zu transportieren, musst du zudem nicht unbedingt einen großen Transporter mieten. Je nachdem, wie viel du mitnimmst, reicht gerade bei kurzen Distanzen vielleicht auch ein geräumiger Kombi oder ein Kleintransporter.
Du willst, dass dir deine Umzugshelfer als Freunde erhalten bleiben? Dann bitte auf keinen Fall Umzugskisten bis obenhin mit Büchern füllen! Verteile das Gewicht besser gleichmäßig auf alle Kartons und lasse den oberen Bereich frei. Zumindest die Griffmulden sollten zugänglich sein.
Tipp: Beim Umzug kannst du richtig sparen, wenn du dir Polstermaterial und Kartons kostenlos bei Supermärkten oder Elektrogeschäften besorgst.
Eine Woche vor dem Umzug sollte die Wohnungsübergabe stattfinden. Wichtig hierbei: das Übergabeprotokoll. Darin wird der Zustand der Wohnung schriftlich festgehalten. Bestehe darauf, dass auch kleine Schrammen ins Protokoll aufgenommen werden. So kannst du beim Auszug nicht für diese Schäden haftbar gemacht werden. Am besten dokumentierst du die Mängel zusätzlich mit einer eigenen Kamera. Knipse auch bereits bestehende Mängel im Treppenhaus. Dann kannst du beweisen, dass diese nicht während des Umzugs entstanden sind.
Bringe nach dem Einzug am Briefkasten, an der Klingel und an der Wohnungstür Namensschilder an, sofern nicht der Vermieter oder die Hausverwaltung dies bereits erledigt hat. Freunden und Bekannten schickst du am besten eine Nachricht mit deinen neuen Kontaktdaten.
Außerdem folgt nun der bürokratische Teil: Du musst deinen neuen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt angeben. Die Frist für die Ummeldung beträgt üblicherweise 14 Tage. Du brauchst dafür lediglich deinen Ausweis sowie eine schriftliche Bestätigung deines Vermieters, dass du tatsächlich an der neuen Adresse wohnst, die sogenannte Wohnungsgeberbestätigung.
In Berlin und anderen großen Städten kannst du für die Ummeldung sogar bevorzugt einen Termin vereinbaren. Das Gute: Selbst wenn du erst zwei Monate nach deinem Einzug einen Termin bekommst, ist die genannte Frist gewahrt, wenn du den Termin innerhalb der zwei Wochen buchst.
Besitzt du ein Auto, musst du den Umzug bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle melden. Fahrzeugschein und -brief werden dann aktualisiert. Mehr Infos zur Anmeldung unter berlin.de >>
Darüber hinaus sind je nach persönlichen Gegebenheiten folgende Stellen über den Umzug in die neue Wohnung zu informieren:
So stellst du sicher, dass Briefe und Pakete an deine richtige Adresse geliefert werden. Damit die gesamte Post bei dir in der neuen Wohnung ankommt, kannst du einen Nachsendeantrag bei der Post stellen (am besten schon zwei Wochen vor dem Umzug). Online beantragt kostet dieser für sechs Monate rund 31.90 Euro (Stand 2026), ist aber oft nur zu empfehlen, wenn du in eine andere Stadt ziehst. Andernfalls kannst du die falsch gelieferte Post einfach bei deinen Eltern oder deinem bisherigen Wohnort abholen und dann schrittweise die fehlenden Adressänderungen vornehmen.
Und nicht zu vergessen: Du musst dich für den Rundfunkbeitrag anmelden, früher als GEZ bezeichnet. Dabei gilt: Pro Wohnung wird nur ein Beitrag fällig, 18,36 Euro monatlich (Stand 2026). Und wer Berufsausbildungsbeihilfe oder BAföG bezieht, kann sich von der Beitragspflicht befreien lassen.
Umzugshelfer, Internet-Anschluss und Nachsendeauftrag: Beim Auszug von zu Hause musst du viele Dinge erledigen. Um stressfrei im neuen Zuhause anzukommen, solltest du deinen Um- und Einzug daher möglichst gut planen. Damit du auch nichts vergisst, haben wir dir für die erste Wohnung eine Checkliste zum Abhaken (pdf) vorbereitet – inklusive perfekter Timeline. So weißt du genau, wann du am besten welche Punkte angehst.
Fazit: Erfolgreicher Umzug und Einweihungsparty in der ersten eigenen Wohnung |
| Der genauestens geplante Umzug ist erfolgreich geschafft, die To-do-Listen sind abgearbeitet und du hast dich schon ein wenig eingelebt? Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Lade deine Familie und Freunde ein, um deine erste Wohnung gebührend einzuweihen. Mit einer Housewarming-Party kannst du dich auch noch einmal bei deinen Umzugshelfern bedanken. Darüber hinaus ist eine solche Feier perfekt, um die neuen Nachbarn kennenzulernen. Damit du es dir nicht kurz nach dem Einzug in die erste Wohnung mit den Nachbarn verscherzt, kündige die Einweihungsparty mit einem charmanten Aushang im Treppenhaus an. In diesem Sinne: Viel Spaß und eine schöne Zeit in deiner ersten eigenen Wohnung! |
Der Vermieter verlangt meist einen Einkommens- oder Arbeitsnachweis. Wenn dein Einkommen nicht ausreicht, kannst du eine Mietbürgschaft deiner Eltern vorlegen. Auch eine Kaution ist üblich, meist in Höhe von drei Nettokaltmieten.
Neben der Miete fallen einmalige Kosten für den Umzug, neue Möbel, das Renovieren und die Kaution an. Laufende Ausgaben sind Strom, Internet, Versicherungen und Nebenkosten. Ein Haushaltsplan hilft dir, den Überblick zu behalten.
Vergleiche verschiedene Anbieter online. Achte beim Stromvertrag auf Preis, Laufzeit und Kündigungsfrist. Beim Internetvertrag sollte die Geschwindigkeit zu deinem Nutzungsverhalten passen.
Ist meine Miete zu hoch? Wie sieht es mit Bausparen aus? Hier findest du weitere interessante Themen rund um Immobilien.
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