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Das müssen Sie als frischgebackener Azubi wissen

Ausbildung – hierauf müssen Sie achten

Die Schulzeit neigt sich dem Ende zu? Wunderbar, dann geht es bald daran, eigenes Geld zu verdienen! Möchten Sie eine Ausbildung machen, erwarten Sie viele neue Eindrücke und spannende Erfahrungen, aber auch einige Formalitäten, um die Sie sich kümmern müssen. So gilt es, den Ausbildungsvertrag zu unterschreiben, eine Krankenversicherung abzuschließen und zahlreiche Dinge zu organisieren. Wie Sie in der aufregenden Zeit den Überblick bewahren und den Start in den neuen Lebensabschnitt spielend meistern, erfahren Sie in diesem Artikel – und in unserer praktischen Checkliste.

Ausbildung und Gehalt: So viel Geld verdienen Sie als Azubi

Bei der Suche nach einer passenden Ausbildung spielen natürlich die eigenen Interessensgebiete die Hauptrolle. Eine Übersicht der aktuellen Ausbildungsberufe gibt die IHK Berlin (Industrie- und Handelskammer zu Berlin). Aber auch das Gehalt – genauer gesagt: die Ausbildungsvergütung – und die Ausbildungsdauer sollten Sie in Ihre Entscheidung einbeziehen. Mit welcher Vergütung Sie rechnen können, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Beruf, der Branche und dem Ausbildungsjahr ab. Gerade wenn Sie noch unentschlossen sind, sollten Sie also ruhig die Ausbildungsgehälter vergleichen, bevor Sie sich endgültig entscheiden. Eine erste Orientierung liefert die folgende Tabelle des BIBB (Bildungsinstitut für Berufsbildung), welche die durchschnittliche Ausbildungsvergütung und -dauer in verschiedenen Berufen zeigt.

Sie sind kommunikativ, haben Freude am Umgang mit Menschen und keine Scheu vor Zahlen? Dann ist unsere Ausbildung als Bankkaufmann/-frau das Richtige für Sie. Schon ab dem ersten Jahr verdienen Sie gutes Geld und haben hervorragende Weiterentwicklungs-Chancen.

Das regelt der Ausbildungsvertrag

Haben Sie einen Ausbildungsbetrieb gefunden? Herzlichen Glückwunsch! Dann fehlt noch der Ausbildungsvertrag, um Ihre Anstellung offiziell zu machen. Das Dokument wird Ihnen in der Regel zugeschickt und beinhaltet alle Vereinbarungen zwischen Ihnen als Auszubildendem und dem Ausbildenden, also dem betreffenden Betrieb. Unterschrieben wird der Vertrag von einem Vertreter des Betriebs sowie Ihnen selbst oder einem Ihrer Elternteile, falls Sie unter 18 Jahre sind. Was in einem Ausbildungsvertrag stehen muss, regelt das Berufsbildungsgesetz (BBiG) in Paragraf 11 ganz genau. Folgende Punkte sollten enthalten sein:

  • Aufbau der Berufsausbildung (gegebenenfalls Praxis und Theorie) mit Ausbildungsplan
  • Beginn und Dauer der Ausbildung
  • Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte
  • Arbeitszeiten, Probezeit und Urlaub
  • Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung
  • Etwaige Kündigungsgründe
  • Hinweis auf Tarifverträge und geltende Vertrags-Vereinbarungen

Bevor Sie den Vertrag unterschreiben, nehmen Sie sich ausreichend Zeit, ihn sorgfältig durchzulesen. Haben Sie noch Fragen oder verstehen einige Formulierungen nicht, dann wenden Sie sich ruhig an Ihren Ausbildungsbetrieb und fragen Sie nach. Auch Freunde oder Bekannte, die bereits eine Ausbildung machen, können eine große Hilfe sein und sicherlich einige Tipps geben.

Diese Unterlagen brauchen Sie für die Berufsausbildung

Rückt der Ausbildungsbeginn näher, gibt es noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen. Diese Formalitäten können zwar am Anfang etwas überwältigend wirken – lassen Sie sich aber nicht einschüchtern! Haben Sie erst einmal den Dreh raus und sich mit der Materie auseinandergesetzt, hilft Ihnen das für Ihr gesamtes weiteres Berufsleben. Denn einige Unterlagen, die Sie zum Start Ihrer Ausbildung benötigen, werden Sie bis zur Rente begleiten. Um Folgendes sollten Sie sich kümmern:

  • Girokonto: Ihr Gehalt braucht ein Zuhause. Daher sollten Sie sich ein Girokonto anlegen, auf das Ihr Arbeitgeber den Lohn überweisen kann. Häufig gibt es sogar spezielle Konto-Angebote für Auszubildende.
  • Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID): Haben Sie bereits einen Nebenjob gehabt, wissen Sie vermutlich schon Ihre Steueridentifikationsnummer. Andernfalls fordern Sie diese einfach online beim Bundeszentralamt für Steuern an und erhalten sie per Post. Ihr Arbeitgeber benötigt die 11-stellige Nummer für die Lohnabrechnung.
  • Sozialversicherungsausweis: Die Rente lässt zwar noch ein bisschen auf sich warten, trotzdem zahlen Sie ab dem Berufseinstieg in die Rentenversicherung ein. Hierfür brauchen Sie Ihren Sozialversicherungsausweis. Dafür müssen Sie gar nicht viel machen, den beantragt Ihr Arbeitgeber für Sie.
  • Krankenversicherung: Mit Beginn Ihrer Berufsausbildung endet Ihre beitragsfreie Familienversicherung und Sie müssen sich bei einer Krankenversicherung versichern lassen. Diese sollten Sie noch vor Ihrem ersten Arbeitstag abschließen, da Ihr Arbeitgeber eine Mitgliedsbescheinigung Ihrer Krankenkasse benötigt.
  • Gesundheitsbescheinigung: Eine ärztliche Bescheinigung ist nur für manche Ausbildungsberufe nötig. Ob Sie ein entsprechendes Dokument vorlegen müssen, können Sie bei Ihrem Arbeitgeber erfragen. Die Bescheinigung kann Ihr Hausarzt ausstellen.

Tipp: Sie sollten zudem eine Berufsunfähigkeitsversicherung und – falls Sie nicht mehr bei Ihren Eltern mitversichert sind – eine Haftpflichtversicherung abschließen. Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung  gehen Sie auf Nummer sicher, dass Sie im Fall einer Krankheit oder eines Unfalls Ihren Lebensstandard halten können. Weitere Vorteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben wir hier für Sie zusammengefasst. Auch eine Haftpflicht-Police ist wichtig, falls Sie in Ihrem Ausbildungsbetrieb für einen Sach- oder sogar Personenschaden verantwortlich sein sollten.

Checkliste Berufsausbildung – schnell an alles gedacht!

Damit Sie bei den Vorbereitungen Ihrer Ausbildung stets im Blick behalten, was noch zu tun ist, haben wir eine praktische Checkliste für Sie zusammengestellt: laden Sie die Checkliste jetzt runter und legen Sie direkt los!

Wann erhalte ich Berufsausbildungsbeihilfe?

Wenn Sie Ihre Ausbildung nicht in der Nähe Ihrer Eltern machen, brauchen Sie eine eigene Wohnung. Mitunter kann das Geld für Miete und Verpflegung schon mal knapp werden. In solchen Fällen können Sie einen monatlichen Zuschuss vom Staat bekommen, die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Nähere Informationen zu finanzieller Hilfe erhalten Sie von Ihrem Ausbilder oder von der Bundesagentur für Arbeit.

Info: Für Menschen mit Behinderung gelten beim Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe besondere Regelungen, die Sie ebenfalls auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit nachlesen können.

Fazit

Mit dem Ausbildungsbeginn startet für Sie ein neuer Lebensabschnitt. Wenn Sie die entsprechenden Unterlagen zusammenstellen und einige Finanztipps berücksichtigen, steht dem Ausbildungsbeginn nichts mehr im Wege.  

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