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Alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr posieren vor dem Feuerwehrgebäude.

Freiwillige Feuerwehr Kaulsdorf: Ein Hobby, welches Leben rettet

Sie löschen jeden Brand, leisten erste Hilfe, zerschneiden Autos und retten sowohl Mensch als auch Tier aus beklemmenden und lebensbedrohlichen Situationen – und all das ehrenamtlich und neben ihrer eigentlichen Berufung. Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Berlin-Kaulsdorf leistet Beeindruckendes und zeigt ehrenamtliches Engagement, welches unterstützt werden sollte. Das findet auch die Berliner Sparkasse.  

Feuerwehr ist nicht mehr NUR Brandbekämpfung

Seit 1907 besteht die Feuerwache in dem kleinen Ort Kaulsdorf im Osten Berlins. Mehrere Generationen haben sich bereits ehrenamtlich für den Schutz der Berlinerinnen und Berliner aus der Umgebung engagiert. “Wir sind eine relativ kleine Feuerwehr, aber meistern enorm viel“, sagt Christian Sonnenburg. Er ist Gruppenführer in der Einsatzabteilung und stellvertretener Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Kaulsdorf e. V sowie berufstätiger Feuerwehrmann. „Und tatsächlich ist hier auch der komplette Querschnitt der Bevölkerung anzutreffen“, erklärt er weiter. Neben Erziehern, Technikern oder Mechatronikern sind es ebenfalls U-Bahnfahrer und Berufsfeuerwehrleute, die neben ihrer Hauptbeschäftigung ebenfalls 24/7 bei der Freiwilligen Feuerwehr im Dienst sind. Das Team kümmert sich um genau dieselben Notfälle wie die Berufskolleginnen und -kollegen, nur ehrenamtlich: „Unsere Hauptaufgaben sind natürlich die Brandbekämpfung, die technische Hilfeleistung und die Notfallrettung“. Allein im vergangenen Jahr erreichten nur die Freiwillige Feuerwehr Berlin-Kaulsdorf 830 Alarmierungen, was im Durchschnitt zwei bis drei Einsätze am Tag bedeutet. Nachdem ein Alarm über den Pager eingeht, haben alle Kameradinnen und Kameraden vier Minuten, um am Gerätehaus der Wacht zu sein und auszurücken – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Gelingt das mal nicht, wird natürlich kein Notfall fallen gelassen. Die Berufsfeuerwehr wird ebenfalls immer alarmiert.

   

Sein Hobby zum Beruf machen

Nun stellt sich die Frage warum man sein Hobby nicht zum Beruf macht und von der Freiwilligen zur Berufsfeuerwehr wechselt. Sonnenburg hat darauf die Antwort: „Die emotionale Verbundenheit und Zugehörigkeit zum Ort. Man möchte für die Gemeinschaft, die man ja auch irgendwie kennt und zu der man gehört, wenn man hier aufgewachsen ist, da sein.“ Er plädiert ebenfalls darauf, dass hier ein ganz anderer Impuls als im Beruf gesetzt wird. „Wenn man einmal mitgemacht und ein Leben gerettet hat, dann löst das nochmal eine ganz andere Motivation in einem aus“, erzählt er. Der Enthusiasmus ist höher, wenn man etwas aus freiwilliger Überzeugung leistet. 

Mit Feuer spielt man nicht

Der Beruf des Feuerwehrmanns oder der Feuerwehrfrau ist natürlich weiterhin auf der Beliebtheitsskala sehr weit oben. „Bei uns im Ehrenamt ist das dann aber nochmal anders“, so Sonnenburg. Die dritte Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr ist die Jugendfeuerwehr, welche auf die Nachwuchsgewinnung abzielt. Hier werden rund 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht bis 18 Jahren betreut. „Wir bringen ihnen das Feuerwehrhandwerk und das 1x1 näher und versuchen natürlich auch da aus unseren Vollen zu schöpfen, um später weiterhin Einsatzkräfte zu haben“, erläutert Sonnenburg. Und der Nachwuchs ist angetan! Denn wo kann man schon mit großen roten Autos und der Technik umgehen und sich einfach mal ausprobieren?

Zwei von hinten zu sehende Feuerwehrmänner löschen einen Brand.

Gemeinsam einen Schritt weiter

“Als Freiwillige Feuerwehr sind wir eine staatliche Institution“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende. Der Förderverein unterstützt die Jugendarbeit und die Einsatzkräfte in all den Belangen, in denen die Behörde nicht mehr zuständig ist, beziehungsweise keine Kapazitäten hat. Die Grundausstattung wie Gebäude, Kleidung, Fahrzeuge und die benötigten Materialen werden von der Berliner Feuerwehr gestellt. Trotzdem fallen andere Ausgaben für Sonnenburg und sein Team an: Ausbildungsmaterialien, Ausflüge für die Kinder, Veranstaltungen und andere Dinge oder spezielle Wünsche, die von der üblichen Grundausstattung abweichen. „Neulich mussten wir eine neue Waschmaschine kaufen“, leitet er über. Für solche Fälle wird dann die Fördersumme der Berliner Sparkasse eingesetzt. Die Bank ist bereits seit einigen Jahren Partner des Fördervereins. „Es ist das unkomplizierte Miteinander und nicht zuletzt auch das Persönliche mit unserer Ansprechpartnerin bei der Berliner Sparkasse, das die Zusammenarbeit so attraktiv macht“, so Sonnenburg. Für die Zukunft kann sich der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Kaulsdorf nur wünschen, dass die Partnerschaft auf viele weitere Jahre bestehen bleibt.  

 

Kleine Wehr, große Pläne

Laufend stehen neue Projekte und Veranstaltungen an, um die sich der Förderverein kümmert. „Wir sind jetzt gerade am planen für unseren Tag der offenen Tür im nächsten Jahr“, berichtet der Vorsitzende. Zur Weihnachtszeit findet jährlich ein Weihnachtsmarkt im Ort statt, an dem der Förderverein der Feuerwehr ebenfalls wieder teilnimmt. Und auch sonst wird stets mit verschiedenen kleinen Veranstaltungen versucht, etwas Geld in die Kasse zu bringen und die Nähe zu den Menschen im Kiez beizubehalten.

Dazu sucht die Freiwillige Feuerwehr Kaulsdorf immer nach neuen Mitgliedern. „Und damit sprechen wir nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen“, fügt Sonnenburg hinzu. Wer Interesse hat, ist jederzeit dazu eingeladen immer montags um 19 Uhr am Übungsabend teilzunehmen. „Man versucht, andere mitzureißen – auch wenn das Hobby sehr anstrengend ist, kann es genauso schön sein“, ermutigt er.

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