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Mit einer Unfallversicherung fürs Kind können Sie im Schadenfall die finanziellen Folgen kompensieren.

Risiko Spielplatz: Alles Wichtige zur Unfallversicherung fürs Kind

Kinder klettern, toben, tanzen und entdecken jeden Tag voller Neugierde die Welt. Wenn sich die Kleinen unbedarft ins nächste Abenteuer stürzen, können sie die Risiken jedoch häufig noch nicht abschätzen. Selbst bei allergrößter Vorsicht der Eltern kann es daher zu Stürzen oder Unfällen kommen, die nicht immer glimpflich ausgehen – und manchmal lebenslange finanzielle Folgen haben. Eine private Unfallversicherung fürs Kind ist in diesen Fällen ein echter Segen. Welche Leistungen die Versicherung für Kinder umfasst und worauf beim Abschluss einer Police zu achten ist? Wir verraten es!

Die häufigsten Kinderunfälle

Kinder entwickeln sich in den ersten Jahren rasant. Mit zunehmendem Alter kommen jedoch nicht nur neue Fähigkeiten und Interessen hinzu, sondern auch immer neue Gefahrenpunkte:

  • Säuglinge und Kleinkinder bis vier Jahre verunglücken in erster Linie zu Hause. Bedingt durch ihren Bewegungsdrang und ihre Neugier stürzen die Kleinen etwa vom Wickeltisch, verbrennen sich am Herd, schneiden sich an Scheren sowie Messern oder verschlucken Gegenstände.
  • Kinder im Vorschulalter sind natürlich schon viel mobiler, sodass viele andere Unfallorte hinzukommen. Hierzu zählen Sport- und Spielplätze, Parks, öffentliche Straßen oder Kitas und Schulen. Stürze oder Zusammenstöße beim Toben, aber auch Verkehrsunfälle gehören in diesem Alter zu den häufigsten Unfallursachen.

Ein vergleichsweise neues Phänomen: Seit in immer mehr privaten Gärten große Trampoline stehen, ist die Zahl der Platzwunden, Prellungen, Gehirnerschütterungen und Knochenbrüche bei Kindern erheblich gestiegen. Innerhalb von 15 Jahren hat sich die Zahl der Trampolinunfälle verdreifacht. Mittlerweile zählt das Trampolinspringen bei den Ein- bis Sechsjährigen sogar zu den häufigsten Ursachen bei Unfällen unter Beteiligung eines Freizeit- und Sportgeräts.

Beratungstermin zur Unfallversicherung:

Warum eine Unfallversicherung fürs Kind so wichtig ist

Die genannten Unfallursachen machen deutlich: Kinder sind häufiger in Unfälle verwickelt als Erwachsene. Schon ein unachtsamer Moment kann unter Umständen gesundheitliche  und damit auch finanzielle Folgen haben. Umbauten in Haus oder Wohnung, laufende Kosten für spezielle Ausbildungseinrichtungen und die dauerhafte Betreuung können z. B. hinzukommen.
 

Wann und in welcher Höhe leistet die gesetzliche Unfallversicherung fürs Kind?

Nach einem Unfall kommt zwar unter Umständen die gesetzliche Unfallversicherung zum Tragen. Doch der Versicherungsschutz ist äußerst lückenhaft. So greift die gesetzliche Unfallversicherung grundsätzlich nur bei Unfällen:

  • im Kindergarten
  • in der Schule
  • in der Ausbildungsstätte
  • in der Uni
  • auf dem jeweiligen direkten Hin- bzw. Rückweg

Die mit Abstand meisten Unfälle von Kindern ereignen sich jedoch zu Hause oder in der Freizeit. Hinzu kommt, dass die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung meist nur die Grundversorgung umfassen und nicht ausreichen, um den tatsächlichen Kapitalbedarf zu decken. Um im Schadenfall  die finanziellen Folgen abfedern zu können, führt an einer privaten Unfallversicherung fürs Kind daher meist kein Weg vorbei. Dies gilt umso mehr, wenn die Kleinen in ihrer Freizeit eine risikoreiche Sportart wie Kampfsport, Eishockey oder Reiten ausüben.
 

Die Leistungen einer privaten Unfallversicherung fürs Kind

Welche Leistungen die private Unfallversicherung fürs Kind im Schadenfall bietet, richtet sich nach dem jeweiligen Versicherer und den individuell gewählten Bausteinen. Zu den gängigsten Leistungen zählen:

  • Invaliditätsleistung: Sollte Ihr Kind durch einen Unfall einen bleibenden körperlichen Schaden erlitten haben, zahlt der Versicherer einen bestimmten Geldbetrag. Diese Einmalzahlung richtet sich nach dem Invaliditätsgrad, der Versicherungssumme und einer gegebenenfalls vereinbarten Progression. Um den Grad der Invalidität zu bestimmen, ordnen die Versicherer dem Verlust oder der Funktionsunfähigkeit bestimmter Sinnesorgane oder Körperteile feste Prozentsätze zu. Der ausgezahlte Betrag ist dann ein dem Invaliditätsgrad entsprechender prozentualer Anteil der Versicherungssumme. Wird eine Progression vereinbart, erhöht sich die Versicherungssumme bei Teil- oder Vollinvalidität.

Wichtig: Die Invaliditätsleistung wird nur dann gezahlt, wenn Ihr Kind durch einen Unfall dauerhaft körperlich bzw. geistig beeinträchtigt ist. Und dauerhaft heißt bei den meisten Versicherern, dass die Folgen des Unfalls voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen müssen. Außerdem muss der Gesundheitsschaden spätestens 15 Monate nach dem Unfall von einem Arzt festgestellt werden.

Darüber hinaus kann die Unfallversicherung fürs Kind weitere wertvolle Leistungskomponenten umfassen, zum Beispiel:

  • Kosten für medizinisch-therapeutische Hilfsmittel und die Betreuung durch einen Reha-Manager
  • Kosten für kosmetische Operationen inkl. Zahnersatz, um nach einem Unfall das äußere Erscheinungsbild wiederherzustellen
  • Kosten für Umbaumaßnahmen oder Umzüge in eine Immobilie, die durch die eingeschränkte Mobilität des Kindes erforderlich werden
  • Bergungskosten: Kosten für Such-, Bergungs- und Rettungsarbeiten sowie den Transport ins Krankenhaus
  • Rooming-in: Bei einem Krankenhausaufenthalt werden Sie ins selbe Zimmer aufgenommen und die Versicherung trägt die Übernachtungskosten



Gilt die eigene Versicherung auch für Kinder?

Neben einer eigenen Unfallversicherung fürs Baby oder Kind besteht bei vielen Versicherern auch die Möglichkeit, die Kinder in die eigene Police aufzunehmen. Sie buchen das Kinder-Paket dann einfach als Baustein zu Ihrer Versicherung hinzu. Alternativ können Sie auch eine Familienpolice abschließen. Insbesondere bei Familien mit mehreren Kindern kann dies eine weitaus günstigere Option sein.
 

Die optimale Unfallversicherung fürs Kind wählen – unsere Tipps

Damit Ihr Kind bestmöglich abgesichert ist, sollten Sie beim Abschluss der Unfallversicherung folgende Punkte beherzigen:

#1 Höhe der Versicherungssumme
Der Grad der Invalidität durch einen Unfall beträgt in den meisten Fällen weniger als 20 Prozent. Die Unfallversicherung zahlt dann entsprechend nur bis zu 20 Prozent der vereinbarten Versicherungssumme. Doch selbst eine geringe körperliche Beeinträchtigung kann im täglichen Leben zahlreiche Herausforderungen mit sich bringen. Daher raten Verbraucherschützer dazu, eine möglichst hohe Summe von mindestens 150.000 Euro zu wählen.

#2 Progression vereinbaren
Klassischerweise erhalten Sie bei der Unfallversicherung eine lineare Leistung. Bei 20 Prozent Invalidität werden 20 Prozent der Grundsumme ausgezahlt, bei 40 Prozent Invalidität entsprechend 40 Prozent. Vereinbaren Sie bei der Unfallversicherung für Ihr Kind eine Progression, werden bei hohen Invaliditätsgraden deutlich höhere Leistungen gezahlt. Liegt bei einem Invaliditätsgrad von 100 Prozent die Progression zum Beispiel bei 500 Prozent, erhalten Sie bei einer vereinbarten Grundsumme von 150.000 Euro insgesamt 750.000 Euro. Die jeweiligen Progressionsstaffeln können Sie den Versicherungsbedingungen entnehmen. Experten empfehlen bei Vollinvalidität eine Progression von 225 bis 350 Prozent.  

#3 Erweiterung des Unfallbegriffs
Bei vielen Unfallversicherungen ist der Versicherungsfall darauf beschränkt, dass Ihr Kind einen Unfall hat, also durch ein Ereignis, das plötzlich von außen auf den Körper einwirkt, unfreiwillig gesundheitlich geschädigt wird. Um die Kleinen umfassend abzusichern, sollten Sie am besten eine Police wählen, bei der der Unfallbegriff weiter gefasst ist und zum Beispiel auch folgende Situationen abgedeckt sind:

•    Folgeschäden durch Infektionskrankheiten wie Mumps, Masern, Röteln oder Borreliose
•    Gesundheitsschäden infolge von Blutvergiftungen, Wundinfektionen und Schutzimpfungen
•    Allergische Reaktionen auf Insektenstiche
•    Verätzungen oder Vergiftungen

Tipp: Sollte bei Ihrem Kind infolge eines Unfalls eine Behinderung festgestellt werden, besteht die Möglichkeit, zusätzliche Unterstützung – zum Beispiel finanzielle Beihilfen – zu beantragen. Detaillierte Informationen erhalten Sie unter anderem bei kommunalen Beratungsstellen, den Informationsstellen von Diakonie und Caritas sowie beim Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen.
 

Fazit:

Die körperlichen Beeinträchtigungen infolge eines Unfalls kann eine private Unfallversicherung fürs Kind nicht wieder rückgängig machen. Aber sie leistet eine finanzielle Unterstützung, damit Sie Ihrem Liebling im Fall der Fälle die bestmögliche Betreuung und Versorgung ermöglichen können – und erleichtert Ihnen und Ihrem Kind dadurch das weitere Leben.

Beratungstermin zur Unfallversicherung:

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