Aktualisiert am: 18.06.2026
Seit Jahren gehören das Sparbuch und das Girokonto zu den beliebtesten Sparformen in Deutschland. Laut Daten von Statista aus dem Jahr 2025 gaben 38 Prozent der Deutschen an, für ihr Erspartes ein Sparbuch zu nutzen. Gleichzeitig verringerte die hohe Inflationsrate die Kaufkraft des Ersparten. Was ist also nun der richtige Weg? Lohnt es sich trotz der Inflation noch zu sparen?
Ob sich ein Sparbuch lohnt, hängt davon ab, was du vorhast. Willst du Geld für den nächsten Urlaub parken? Klar, mach das. Auf dem Tagesgeld geht das auch. Aber als langfristige Anlage für dein Erspartes ist das wegen der Inflationsrate nicht die optimale Wahl.
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Kurz gesagt: Inflation beschreibt eine dauerhafte Steigerung des allgemeinen Preisniveaus von Waren und Dienstleistungen. Die Konsequenz daraus ist: Für 100 Euro kannst du dir in Zukunft weniger kaufen als heute. Dein Geld wird also weniger wert. Wenn die Verzinsung von klassischen Sparkonten unter der Inflationsrate liegt, verliert also dein Erspartes an Wert.
Damit dein Erspartes im nächsten Jahr noch denselben Wert hat, müssen die Zinsen auf deinem Sparkonto mindestens so hoch sein wie die Inflation.
Das Problem: Beim klassischen Sparbuch klappt das meistens nicht. Die Zinsen sind zu niedrig, um die Preissteigerung auszugleichen. Aber es bietet Sicherheit.
Wenn du dein Geld wirklich vermehren möchtest und dir langfristig etwas aufbauen willst, musst du die Inflation schlagen. Das funktioniert am besten, wenn du einen Teil deines Geldes in Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder ETFs investierst. Hier musst du allerdings beachten, dass Wertpapier Schwankungen ausgesetzt sind und Risiken und Verluste einkalkuliert werden müssen. Dafür können aber die Gewinne höher sein als auf dem klassischen Sparbuch oder Tagesgeld.
Vor wenigen Jahren ist die Inflation durch die Decke gegangen, weil die Energie- und Lebensmittelpreise extrem teuer geworden sind. Das war der höchste Stand seit der Wiedervereinigung.
Ein Sparbuch ist der absolute Klassiker unter den Sparkonten. Es bietet die Möglichkeit, dein Geld ohne großes Risiko anzulegen.
Das Sparbuch kennt wahrscheinlich auch jeder noch von früher. Oft ist es das erste Konto, das die Eltern oder Großeltern für einen angelegt haben. Die Idee dahinter ist simple: Du parkst Geld an einem sicheren Ort und musst keine Angst haben, dass es durch riskante Kursschwankungen weniger wird. Du legst einfach etwas auf die hohe Kante, zum Beispiel als Notgroschen für die Tierarztrechnung oder den neuen Laptop. Damit hast du immer einen Puffer für Notfälle.
Die Kehrseite der Medaille: Früher konnten Sparer und Sparerinnen gewissermaßen dabei zusehen, wie sich ihr Geld auf dem Sparbuch mit Zinssätzen von bis zu 5 Prozent von selbst vermehrte. Die Zeiten sind vorbei. Heute liegen die Zinsen für Spar- und Girokonten deutlich niedriger bzw. existieren nicht. Zusätzlich wirkt sich die Inflation negativ auf das Sparguthaben aus. Liegt die Inflationsrate über dem Zins des Sparkontos, ergibt das einen sogenannten Negativzins. Im Ergebnis verliert das Ersparte an Wert.
Hier kommen die Fakten zum Sparbuch, die du kennen solltest:
Vorteile eines Sparbuchs:
Nachteile eines Sparbuchs:
Anfang des Jahres 2026 lag die Verzinsung des Sparbuchs bei der Berliner Sparkasse bei 0,1 Prozent pro Jahr. Das gilt ab dem ersten eingezahlten Euro.
Das Sparbuch ist dabei das beste Beispiel für den Grundsatz beim Sparen und Anlegen: Mit hoher Sicherheit gehen niedrige Zinsen einher. Große Zinsgewinne kannst du also nicht erwarten.
Wenn du möchtest, dass dein Geld für dich arbeitet, solltest du nicht alles auf eine Karte setzen oder eben auf das Sparbuch. Viel schlauer ist es, dein Erspartes aufzuteilen. Ein Teil bleibt deine eiserne Reserve oder Notgroschen, den anderen Teil streust du breit auf verschiedene Anlage wie beispielsweise einen ETF-Sparplan oder Fondssparplan.
Das Sparen an sich ist und bleibt einfach wichtig. Es gibt dir Sicherheit bei Notfällen oder auch Phasen mit weniger Einnahmen wie zum Beispiel zwischen zwei Jobs. Gleichzeitig ist es auch der erste Schritt, um später im Alter nicht jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen. Fang also frühzeitig an, dir deine Spar- und Anlagestrategie zu überlegen.
Du musst dich allerdings von dem Gedanken verabschieden, dass dein Sparkonto allein diesen Job für dich übernimmt. Vielmehr solltest du einen Großteil deines Ersparten in Geldanlagen mit höheren Renditechancen investieren, also dort wo es echte Gewinnchancen gibt, auf dem Kapitalmarkt. Lass also nicht alles auf dem Girokonto, Tagesgeld oder Sparbuch liegen.
Das funktioniert am besten durch regelmäßiges und langfristiges Investieren mit Wertpapieren (wie ETFs, Aktien oder Fonds). Grundsätzlich gilt bei allen Wertpapieren: Sie besitzen auf der einen Seite große Chancen, auf der anderen Seite können kapitalmarktbedingte Wertschwankungen jedoch nicht ausgeschlossen werden. Deshalb heißt es: langfristig denken und Geduld haben.
Fazit: Sparen auf dem Sparbuch ist ok, Investieren in Wertpapieren ist besser |
| Das Sparbuch war früher eine gute Sparmöglichkeit. Es ist heute aber als Geldanlage wegen relativ niedriger Zinsen nicht mehr geeignet. Wenn du dir wirklich ein finanzielles Polster aufbauen willst, solltest du dich nach Alternativen umsehen. Die Auswahl ist groß und abhängig von deinen individuellen Zielen. Was am besten zu dir passt, hängt von deinen Zielen ab. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber Geldanlage. |
Inflation bedeutet, dass alles teurer wird und dein Geld an Wert verliert. Wenn die Preise steigen, kannst du dir von beispielsweise 100 Euro nächstes Jahr weniger kaufen als heute.
Kurz gesagt: Alles wird teurer und dein Geld verliert an Wert. Wenn die Inflation höher als der Zinssatz auf deinem Sparkonto ist, schrumpft dein Erspartes zwar nicht in Zahlen aber im Wert. Du kannst dir davon in einem Jahr weniger kaufen als heute. Es verliert an Kaufkraft.
Rein rechnerisch: Ja. Wenn die Inflation beispielsweise bei 2,2 % liegt, du aber nur 0,1 % Zinsen bekommst, machst du ein Minusgeschäft von 2 %. Das Sparbuch ist ein sicherer Ort zum Parken, aber auch ein sicherer Verlust, wenn du dein Geld dort jahrelang liegen lässt.
Du brauchst keine tausend Euro, um mit dem Investieren zu starten. Einen Fondssparplan kannst du bei uns schon ab 25 Euro einrichten. Es geht darum, frühzeitig anzufangen, renditeorientierte Geldanlageformen zu nutzen und den Zinseszinseffekt für sich auszunutzen. Nur so kannst du die Inflation schlagen und dein Geld vermehren.
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