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Sparen trotz Inflation: Mit Tagesgeld, Aktien und Co.

Aktualisiert am: 18.06.2026

Seit Jahren gehören das Sparbuch und das Girokonto zu den beliebtesten Sparformen in Deutschland. Laut Daten von Statista aus dem Jahr 2025 gaben 38 Prozent der Deutschen an, für ihr Erspartes ein Sparbuch zu nutzen. Gleichzeitig verringerte die hohe Inflationsrate die Kaufkraft des Ersparten. Was ist also nun der richtige Weg? Lohnt es sich trotz der Inflation noch zu sparen? 

Das Wichtigste zum Sparen trotz Inflation in Kürze

  • Der Inflations-Fakt: Die Inflationsrate lag 2022 bei 6,9 Prozent und ist inzwischen bei rund 2,2 Prozent eingependelt (Stand 2025).
  • Die Zins-Falle: Liegt dein Sparzins unter der Inflationsrate, verliert dein Geld real an Wert.
  • Das Sparbuch: Perfekt für den Notgroschen und kurzfristige Rücklagen, aber ungeeignet, um dein Geld zu vermehren.
  • Sicher aber mager: Dein Geld ist auf dem Sparbuch zwar gesetzlich abgesichert, bringt aber kaum Gewinn.
  • Die Alternative: Wenn du langfristig Vermögen aufbauen willst, solltest du dein Geld breiter streuen und Anlagemöglichkeiten mit höherer Rendite nutzen.

Das Wichtigste zum Sparen trotz Inflation in Kürze

  • Der Inflations-Fakt: Die Inflationsrate lag 2022 bei 6,9 Prozent und ist inzwischen bei rund 2,2 Prozent eingependelt (Stand 2025).
  • Die Zins-Falle: Liegt dein Sparzins unter der Inflationsrate, verliert dein Geld real an Wert.
  • Das Sparbuch: Perfekt für den Notgroschen und kurzfristige Rücklagen, aber ungeeignet, um dein Geld zu vermehren.Sicher aber mager: Dein Geld ist auf dem Sparbuch zwar gesetzlich abgesichert, bringt aber kaum Gewinn.
  • Die Alternative: Wenn du langfristig Vermögen aufbauen willst, solltest du dein Geld breiter streuen und Anlagemöglichkeiten mit höherer Rendite nutzen.

Lohnt sich trotz Inflation ein Sparbuch noch?

Ob sich ein Sparbuch lohnt, hängt davon ab, was du vorhast. Willst du Geld für den nächsten Urlaub parken? Klar, mach das. Auf dem Tagesgeld geht das auch. Aber als langfristige Anlage für dein Erspartes ist das wegen der Inflationsrate nicht die optimale Wahl. 

Einfach erklärt: Was bedeutet Inflation?

Kurz gesagt: Inflation beschreibt eine dauerhafte Steigerung des allgemeinen Preisniveaus von Waren und Dienstleistungen. Die Konsequenz daraus ist: Für 100 Euro kannst du dir in Zukunft weniger kaufen als heute. Dein Geld wird also weniger wert. Wenn die Verzinsung von klassischen Sparkonten unter der Inflationsrate liegt, verliert also dein Erspartes an Wert.

Wie wirkt sich die Inflation auf gespartes Geld aus?

Damit dein Erspartes im nächsten Jahr noch denselben Wert hat, müssen die Zinsen auf deinem Sparkonto mindestens so hoch sein wie die Inflation. 

Das Problem:  Beim klassischen Sparbuch klappt das meistens nicht. Die Zinsen sind zu niedrig, um die Preissteigerung auszugleichen. Aber es bietet Sicherheit. 

Wenn du dein Geld wirklich vermehren möchtest und dir langfristig etwas aufbauen willst, musst du die Inflation schlagen. Das funktioniert am besten, wenn du einen Teil deines Geldes in Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder ETFs investierst. Hier musst du allerdings beachten, dass Wertpapier Schwankungen ausgesetzt sind und Risiken und Verluste einkalkuliert werden müssen. Dafür können aber die Gewinne höher sein als auf dem klassischen Sparbuch oder Tagesgeld.

Wie hoch ist die Inflation aktuell?

Vor wenigen Jahren ist die Inflation durch die Decke gegangen, weil die Energie- und Lebensmittelpreise extrem teuer geworden sind. Das war der höchste Stand seit der Wiedervereinigung. 

  • Der Höhepunkt: In den Jahren 2022 und 2023 war die Inflationsrate besonders hoch. Damals lag sie im Jahresdurchschnitt bei 6,9 Prozent im Jahr 2022 und bei 5,9 Prozent im Jahr 2023. 
  • Die Rettung durch die EZB: Um etwas gegen die Inflation zu unternehmen, erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) die sogenannten Leitzinsen. Dadurch sank im Jahr 2025 die durchschnittliche Inflationsrate auf 2,2 Prozent. 

Was ist ein Sparbuch?

Ein Sparbuch ist der absolute Klassiker unter den Sparkonten. Es bietet die Möglichkeit, dein Geld ohne großes Risiko anzulegen.

Das Sparbuch kennt wahrscheinlich auch jeder noch von früher. Oft ist es das erste Konto, das die Eltern oder Großeltern für einen angelegt haben. Die Idee dahinter ist simple: Du parkst Geld an einem sicheren Ort und musst keine Angst haben, dass es durch riskante Kursschwankungen weniger wird. Du legst einfach etwas auf die hohe Kante, zum Beispiel als Notgroschen für die Tierarztrechnung oder den neuen Laptop. Damit hast du immer einen Puffer für Notfälle.

Die Kehrseite der Medaille: Früher konnten Sparer und Sparerinnen gewissermaßen dabei zusehen, wie sich ihr Geld auf dem Sparbuch mit Zinssätzen von bis zu 5 Prozent von selbst vermehrte. Die Zeiten sind vorbei. Heute liegen die Zinsen für Spar- und Girokonten deutlich niedriger bzw. existieren nicht. Zusätzlich wirkt sich die Inflation negativ auf das Sparguthaben aus. Liegt die Inflationsrate über dem Zins des Sparkontos, ergibt das einen sogenannten Negativzins. Im Ergebnis verliert das Ersparte an Wert.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Sparbuch?

Hier kommen die Fakten zum Sparbuch, die du kennen solltest:

Vorteile eines Sparbuchs:

  • Absolut sicher: Durch die gesetzliche Einlagensicherung ist dein Geld bis zu einem Wert von 100.000 Euro geschützt.
  • Kein Stress: Du kannst ein Sparbuch online eröffnen, musst keine Kurse checken oder dich im Alltag aktiv darum kümmern. 
  • Kostet nix: Es fallen in der Regel keine oder nur geringe Gebühren an.

Nachteile eines Sparbuchs:

  • Niedrige Zinsen: Geringes Risiko bedeutet auch geringe Zinsen. Das Geld auf deinem Sparbuch vermehrt sich nur, wenn du weitere Beträge anlegst. Die Zinsen fallen nicht auf. 
  • Teilweise verfügbar: Das ist der wichtigste Punkt, den viele vergessen. Du kannst nicht einfach dein ganzes Ersparte abheben. Bei den meisten Banken und Sparkassen ist oft nur ein bestimmter Betrag (oft etwa 2.000 Euro) ohne Kündigungsfrist verfügbar.

Welche Zinsen bietet ein Sparbuch?

Anfang des Jahres 2026 lag die Verzinsung des Sparbuchs bei der Berliner Sparkasse bei 0,1 Prozent pro Jahr. Das gilt ab dem ersten eingezahlten Euro. 

Das Sparbuch ist dabei das beste Beispiel für den Grundsatz beim Sparen und Anlegen: Mit hoher Sicherheit gehen niedrige Zinsen einher. Große Zinsgewinne kannst du also nicht erwarten.

Wie sollte ich jetzt am besten mein Geld anlegen?

Wenn du möchtest, dass dein Geld für dich arbeitet, solltest du nicht alles auf eine Karte setzen oder eben auf das Sparbuch. Viel schlauer ist es, dein Erspartes aufzuteilen. Ein Teil bleibt deine eiserne Reserve oder Notgroschen, den anderen Teil streust du breit auf verschiedene Anlage wie beispielsweise einen ETF-Sparplan oder Fondssparplan.

Das Sparen an sich ist und bleibt einfach wichtig. Es gibt dir Sicherheit bei Notfällen oder auch Phasen mit weniger Einnahmen wie zum Beispiel zwischen zwei Jobs. Gleichzeitig ist es auch der erste Schritt, um später im Alter nicht jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen. Fang also frühzeitig an, dir deine Spar- und Anlagestrategie zu überlegen. 

Du musst dich allerdings von dem Gedanken verabschieden, dass dein Sparkonto allein diesen Job für dich übernimmt. Vielmehr solltest du einen Großteil deines Ersparten in Geldanlagen mit höheren Renditechancen investieren, also dort wo es echte Gewinnchancen gibt, auf dem Kapitalmarkt. Lass also nicht alles auf dem Girokonto, Tagesgeld oder Sparbuch liegen. 

Das funktioniert am besten durch regelmäßiges und langfristiges Investieren mit Wertpapieren (wie ETFs, Aktien oder Fonds). Grundsätzlich gilt bei allen Wertpapieren: Sie besitzen auf der einen Seite große Chancen, auf der anderen Seite können kapitalmarktbedingte Wertschwankungen jedoch nicht ausgeschlossen werden. Deshalb heißt es: langfristig denken und Geduld haben.

Fazit: Sparen auf dem Sparbuch ist ok, Investieren in Wertpapieren ist besser

Das Sparbuch war früher eine gute Sparmöglichkeit. Es ist heute aber als Geldanlage wegen relativ niedriger Zinsen nicht mehr geeignet. Wenn du dir wirklich ein finanzielles Polster aufbauen willst, solltest du dich nach Alternativen umsehen. Die Auswahl ist groß und abhängig von deinen individuellen Zielen. Was am besten zu dir passt, hängt von deinen Zielen ab. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber Geldanlage.

FAQ: Inflation, Sparen und dein Geld

Was heißt Inflation?

Inflation bedeutet, dass alles teurer wird und dein Geld an Wert verliert. Wenn die Preise steigen, kannst du dir von beispielsweise 100 Euro nächstes Jahr weniger kaufen als heute. 

Was bedeutet Inflation für mein Geld?

Kurz gesagt: Alles wird teurer und dein Geld verliert an Wert. Wenn die Inflation höher als der Zinssatz auf deinem Sparkonto ist, schrumpft dein Erspartes zwar nicht in Zahlen aber im Wert. Du kannst dir davon in einem Jahr weniger kaufen als heute. Es verliert an Kaufkraft.

Verliere ich auf dem Sparbuch bei 0,1 % Zinsen aktuell Geld?

Rein rechnerisch: Ja. Wenn die Inflation beispielsweise bei 2,2 % liegt, du aber nur 0,1 % Zinsen bekommst, machst du ein Minusgeschäft von 2 %. Das Sparbuch ist ein sicherer Ort zum Parken, aber auch ein sicherer Verlust, wenn du dein Geld dort jahrelang liegen lässt. 

Ab welchem Betrag lohnt es sich, in ETFs oder Fonds zu investieren?

Du brauchst keine tausend Euro, um mit dem Investieren zu starten. Einen Fondssparplan kannst du bei uns schon ab 25 Euro einrichten. Es geht darum, frühzeitig anzufangen, renditeorientierte Geldanlageformen zu nutzen und den Zinseszinseffekt für sich auszunutzen. Nur so kannst du die Inflation schlagen und dein Geld vermehren.

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