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Kontopfändung

Gesperrtes Girokonto

Droht das Einfrieren Ihres Girokontos durch eine Kontopfändung? Hier informieren wir Sie rund um das Thema Kontopfändung und wie Sie damit umgehen können.

Überblick
Was ist eine Kontopfändung?

Eine Kontopfändung ist eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme, mit der ein Gläubiger versucht, sein ihm zustehendes Geld einzufordern. Dafür hat er einen sogenannten Pfändungs- und Überweisungsbeschluss erwirkt. Dieser ermöglicht es ihm, das betroffene Konto zu sperren und das darauf liegende Geld pfänden zu lassen, um die bestehenden Schulden zu begleichen.

Was bedeutet das für Sie?
  • Nach einer Kontopfändung wird das Guthaben auf Ihrem Konto bis zur Höhe der Pfändung gesperrt.
  • Hierbei gibt es zunächst keinen automatischen Schutz Ihres Existenzminiums, auch nicht eventueller Sozialleistungen. Das heißt, ihr gesamtes Girokontoguthaben kann gesperrt werden.
  • Auszahlungen sind nur noch möglich, wenn Ihr Girokonto mehr Guthaben als der gepfändete Betrag ausweist. Dies gilt auch für Daueraufträge und Lastschriften. Auch Ihre Sparkassen­-Card und Kreditkarten sind im Zahlungsverkehr nicht mehr einsetzbar.
Welche Lösungsalternativen haben Sie?

Grundsätzlich haben Sie zwei Handlungsmöglichkeiten.

  1. Pfändung bezahlen – Wenn möglich, bezahlen Sie Ihre Pfändung sofort, dadurch werden am nächsten Tag alle Konten entsperrt.
  2. Pfändungsschutzkonto – Schließen Sie eine "Zusatzvereinbarung Pfändungsschutzkonto" zu Ihrem Girokonto ab, um sich monatlich einen Freibetrag (ein Teil Ihrer Einkünfte) zur Teilnahme am Zahlungsverkehr zu sichern.

Informieren Sie sich gerne auf dieser Seite über beide Lösungsalternativen und deren konkrete Auswirkungen.

Egal, welche Lösung Sie bevorzugen: Leiten Sie die nächsten Schritte direkt online ein.

030 208 778 441

Sollten Sie noch weiterführende Informationen benötigen, rufen Sie unsere Pfändungshotline an.

Pfändung Bezahlen

Bezahlvorgang

Voraussetzung für die Bezahlung der Pfändung ist ein von der Berliner Sparkasse an Sie zugestelltes Pfändungsschreiben, das die Einzelheiten zu Ihrer Pfändung beinhaltet. Außerdem benötigen Sie für eine erfolgreiche Bezahlung ein Girokonto der Berliner Sparkasse mit ausreichend Deckung.

Hinweis: Leider können Kunden ohne Online-Banking-Vereinbarung ausschließlich Pfändungen bis maximal 500 Euro online veranlassen. Bei höheren Beträgen wenden Sie sich bitte an unsere Pfändungshotline.

030 208 778 441

Ihren Auftrag zur Bezahlung nehmen wir online, aber auch telefonisch entgegen.

Pfändungsschutzkonto
Was ist ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto)?

Ein Pfändungsschutzkonto – auch P-Konto genannt – ist ein Girokonto, das Ihnen ermöglicht, trotz vorliegender Pfändung über einen pfändungsfreien Betrag zu verfügen. Dieser Freibetrag steht je Kalendermonat zur Verfügung und dient der Sicherung ihres Existenzminimums. Somit kann der Gläubiger nicht mehr auf das gesamte Kontoguthaben zugreifen. Auch Ihre Lastschriften und Daueraufträge können innerhalb des Freibetrags weiter ausgeführt werden.
Solange keine Pfändung vorliegt, können Sie weiterhin uneingeschränkt über das Konto verfügen (inklusive Nutzung Kreditkarten und Überziehungsmöglichkeiten im vorhandenen Rahmen).

Schützt mich ein Pfändungsschutzkonto vor Pfändungen?

Ein P-Konto schützt nicht vor einer Pfändung. Die Berliner Sparkasse hat auch keine Möglichkeit, die Gründe und Umstände der Pfändung zu prüfen. Weiterführende Informationen können Sie nur bei Ihrem Gläubiger anfordern.

Wer darf ein Pfändungsschutzkonto haben?

Grundsätzlich darf jeder Inhaber eines Privatgirokontos, sowie sein gesetzlicher Vertreter (z. B. bei Betreuten) sein Girokonto auf ein P-Konto umstellen bzw. als Neukunde ein solches Konto einrichten. Die Umwandlung Ihres Kontos ist für Online-Banking Kunden auch präventiv möglich, das heißt bereits vor dem Vorliegen einer Pfändung.

Die Umwandlung Ihres Girokontos in ein P-Konto ist nur möglich, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
 

  1. Bei Ihrem Konto handelt es sich um ein Einzelkonto (kein Gemeinschaftskonto)
  2. Kontoinhaber des umzuwandelnden Kontos sind Sie selbst
  3. Sie besitzen bisher noch kein P-Konto, auch nicht bei anderen Kreditinstituten

030 208 778 441

Ihre Zusatzvereinbarung (Umstellen P-Konto) können Sie online, aber auch telefonisch einrichten.

FAQ
Wie kommen Kontopfändungen zustande?

Die Pfändung von Geldforderungen auf dem Girokonto erfolgt durch die Zustellung eines beim Amtsgericht erwirkten Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses an uns als Berliner Sparkasse. Dies wird vom Gläubiger der Geldforderung veranlasst.

Was ist ein Gläubiger?

Ein Gläubiger ist jemand (z. B. ein Unternehmen), der gegen Sie eine Geldforderung aus Leistungen oder Käufen hat, die Sie von ihm bezogen haben.

Wie bekomme ich mit, dass mein Konto gepfändet wurde?

Die ausführliche Information über die Zustellung der Pfändung erhalten Sie schriftlich auf dem Postweg.

Wie bekomme ich ein P-Konto?

Sie wandeln einfach Ihr bestehendes Girokonto um. Wichtig ist, dass es sich um ein Einzelkonto handelt und dass Sie nicht bereits ein anderes P-Konto haben (auch nicht bei anderen Banken).

Ist die Umwandlung in ein P-Konto auch noch nach Kontopfändung möglich?

Ja – die Umwandlung kann auch beantragt werden, wenn für das Girokonto bereits Pfändungen zugestellt wurden. Geschieht dies innerhalb von 4 Wochen ab Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses an die Berliner Sparkasse, dann gilt die Schutzwirkung des P-Kontos ab Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses. Das bedeutet, dass Sie sich den Freibetrag auch bis zu vier Wochen nach Eingang der Pfändung sichern können.

Gibt es Einschränkungen beim P-Konto?

Nein – solange keine Pfändung vorliegt. Sobald eine Pfändung vorliegt, werden ggf. vorhandene Kreditkarten gesperrt und eingeräumte Dispositionskredite gelöscht.

Was kostet ein P-Konto?

Es gelten die normalen Kontoführungsgebühren. Für die Zusatzvereinbarung eines P-Kontos fallen keine zusätzlichen Kosten an.

Kann das P-Konto auch ein Gemeinschaftskonto sein?

Nein, die Führung des P-Kontos als Gemeinschaftskontos (z. B. gemeinsames Konto mit Ihrem Ehepartner) ist nicht zulässig. Wenn nur ein Kontoinhaber von der Pfändung betroffen ist, muss ein Einzelkonto eröffnet werden, welches als P-Konto geführt wird.

Wird das Gemeinschaftskonto trotzdem gesperrt?

Ja, auch wenn die Pfändung nur einen der Kontoinhaber betrifft.

Wie hoch ist mein pfändungsfreier Betrag?

Der gesetzlich festgelegte Pfändungsfreibetrag beläuft sich seit dem 1. Juli 2017 auf mindestens 1.133,80 € pro Kalendermonat.

Ist eine Erhöhung des Grundfreibetrages möglich?

Ein erhöhter Freibetrag ist möglich z. B. wenn Sie minderjährige Kinder zu versorgen haben. Diesen erhöhten Freibetrag müssen Sie der Berliner Sparkasse anhand des Vordruckes „Bescheinigung nach § 850k Abs. 5 ZPO” nachweisen, indem Sie uns diesen per Email an kos22@s-servicepartner.de senden.

Wer erstellt diese Bescheinigungen?

Den Nachweis des Anrechts auf erhöhte Pfändungsfreibeträge erstellen z. B. Arbeitgeber, Sozialleistungsträger wie das Jobcenter, Familienkassen, Rechtsanwälte, Steuerberater und die anerkannten Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen.

Wo kann ich mich bei Fragen zu meiner Pfändung informieren?

Die meisten Informationen finden Sie auf unserer Informationsseite.

Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen (z.B. zum auszahlbaren Betrag), wenden Sie sich an unsere Pfändungshotline unter der Nummer 030 208 778 441.

Werden bei Vereinbarung eines P-Kontos meine bestehenden Kredite gekündigt?

Nein, das Merkmal P-Konto hat keinerlei Auswirkungen auf die Bonität des Kunden, solange keine Pfändungen vorliegen. Wenn bereits ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss gegen Sie vorliegt, kann das negative Auswirkungen auf Ihre Bonität bei künftigen Krediten haben.

Können auch Firmenkonten als P-Konto geführt werden?

Ja, wenn es sich um Einzelkaufleute oder Selbständige handelt, d. h. der Kontoinhaber eine natürliche Person ist.

Kann die Zusatzvereinbarung zum P-Konto von der Bank gekündigt werden?

Grundsätzlich nein, es sei denn, Sie haben mehr als ein P-Konto.

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