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Wärmepumpe sorgt für Heizenergie in der gesamten Immobilie.

Heizen mit der Wärmepumpe – eine Schlüsseltechnologie für Immobilieneigentümer

Explodierende Gaskosten und Preisdruck beim Öl – viele Immobilieneigentümer spielen mit dem Gedanken, in puncto Heizen umzusatteln. Bei der Suche nach Alternativen stoßen sie unweigerlich auf die Wärmepumpe. Doch ist die Technologie bereits ausgereift und lohnt sie sich wirtschaftlich? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Bei der Wärmepumpentechnologie handelt es sich um ein Kreislaufsystem, das als besonders umweltfreundlich und energieeffizient gilt. Das Prinzip ist so einfach wie genial:

  • Die Wärmepumpe „pumpt“ die natürliche Wärme aus dem Boden unter einer Immobilie ins Haus.
  • Dies geschieht mithilfe eines flüssigen Kältemittels, das durch die Erde geführt wird. Das spezielle Fluid ist kälter als der Boden und nimmt dadurch dessen Wärme auf.
  • Wieder oben angekommen, wird das erwärmte Kältemittel durch einen sogenannten Verdampfer in einen gasförmigen Zustand gebracht.
  • Dadurch kann es das Folgemodul – Verdichter genannt – stark komprimieren, wodurch das Gasgemisch weiter an Wärme gewinnt.
  • Über einen Wärmetauscher gibt das komprimierte und mittlerweile heiße Kältemittel seine Wärmeenergie an das Heizsystem und die Heizkörper des Hauses ab.
  • Zum Abschluss kondensiert das Gas in einem als Verflüssiger bezeichneten Bauteil und wandert erneut in den Boden.

Bauartbedingt lassen sich Wärmepumpen mit Erdwärmekollektor sowie Wärmepumpen mit Erdwärmesonde unterscheiden. Bei Erdwärmekollektoren handelt es sich um Kältemittelleitungen, die in etwa anderthalb Metern Tiefe horizontal in den Boden eingebracht werden. Sie lassen sich leicht installieren, benötigen jedoch viel Platz auf dem Grundstück, die Fläche darf zudem nicht versiegelt oder überbaut werden.

  • Wenn Sie nur wenig Spielraum zur Verfügung haben, lohnt sich eine Wärmepumpe mit Erdwärmesonde. Dabei handelt es sich um eine U-förmige, mindestens 10 bis 100 Meter vertikal im Boden verankerte Kältemittel-Leitung. Sie benötigt nur wenig Fläche auf dem Grundstück. Die für die Verlegung der Sonde erforderliche Bohrung müssen Sie sich allerdings bei der örtlichen Wasserbehörde genehmigen lassen. In Berlin ist es die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz Referat Gewässerschutz
  • Dann gibt es noch die Luft-Wärmepumpe. Entsprechende Modelle nutzen keine Erdwärme, sondern die Umgebungsluft. Sie verfügen dafür über Rotoren, die die Luft ansaugen und ihre Wärmeenergie an eine Kältemittelleitung abgeben. Das funktioniert sogar im Winter bei Minustemperaturen. Luft-Wärmepumpen lassen sich zudem unabhängig von den Bodenbedingungen überall platzsparend auf dem Grundstück aufstellen. Allerdings haben sie in der Regel einen höheren Strombedarf als Modelle mit Erdwärme und die Leistung schwankt witterungs- und jahreszeitenbedingt.

Tipp: Die Installation einer Wärmepumpe überlassen Sie am besten einem Fachmann. Dieser kann Sie zudem beraten, welches Modell bei Ihrer Immobilie und Ihrem individuellen Heizbedarf am meisten Sinn ergibt.

Wärmepumpe: Für welche Häuser und Immobilientypen sind sie geeignet?

Wärmepumpen gelten als besonders energieeffizient und sind für viele Gebäude eine gute Option. Ob sich der Einbau rechnet, hängt insbesondere von der Heizungsanlage im Haus und dessen Vorlauftemperatur ab. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, die erreicht werden muss, damit alle Räume ausreichend mit Wärme versorgt werden. Je niedriger sie ist, desto besser. Denn dann benötigt eine Wärmepumpe entsprechend wenig Strom, um die Vorlauftemperatur erreichen zu können.

Für alte Heizungsanlagen, die Vorlauftemperaturen von 75 bis 90° C benötigen, ist die Wärmepumpen-Technologie weniger geeignet. Die Wärmeleistung, die eine Pumpe erzielen kann, rechnet sich dann aufgrund der Stromkosten nicht. Andere Technologien sind wirtschaftlich gesehen sinnvoller. Doch insbesondere in gut gedämmten Neubauten stellt eine Wärmepumpe eine hervorragende Wärmequelle dar. Geringe Vorlauftemperaturen erreicht Sie dort auf klimafreundliche Art zu geringen Energiekosten. Zu empfehlen ist der Einbau ebenfalls in sanierten Altbauten mit einer guten Isolation und großen Heizkörpern, die die Wärme effizient verteilen. Für unsanierte Altbauten mit alten Heizsystemen sind Wärmepumpen hingegen nicht geeignet.


Was kostet eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen benötigen (bei niedrigen Vorlauftemperaturen) lediglich ein Drittel der elektrischen Energie, die eine Gasheizung bei gleicher Leistung verbraucht. So erweist sich eine Wärmepumpe bei einer gut gedämmten Immobilie in puncto Stromrechnung als wirtschaftliche Lösung. Der Strombedarf lässt sich sogar teilweise über eine eigene Photovoltaik-Anlage decken. Dies macht Sie bei der Energieversorgung autarker. Aufgrund der simplen Konstruktion mit wenigen, kompakten Bauteilen lässt sich eine Wärmepumpe zudem leicht von Technikern prüfen und instand halten. Entsprechend niedrig sind die Betriebs- und Wartungskosten.

Nur bei den Anschaffungskosten sieht es anders aus. Diese fallen je nach Modell recht hoch aus. Sie liegen inklusive Einbau und je nach Ausführung bei etwa 15.000 bis 30.000 Euro. Allerdings amortisiert sich der Kauf im Regelfall langfristig, wenn Sie die Anschaffungskosten den geringen laufenden Kosten über die Lebensdauer der Anlage hinweg gegenüberstellen.


Wärmepumpe – ist eine Förderung möglich?

Wer den Einbau der Anlage fördern lässt, profitiert finanziell doppelt. Die hohen Anschaffungskosten lassen sich über verschiedene Programme zum Teil abfedern. Zu den Förderprogrammen zählt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Bei der KfW können Sie über Ihre Hausbank zinsgünstige Förderkredite für Maßnahmen zur energetischen Sanierung beantragen (Effizienzhaus-Standard). Zuschüsse für Einzelmaßnahmen wie den Einbau einer Wärmepumpe gibt es über die BAFA.

Fazit
Die Wärmepumpentechnologie steckt nicht mehr in den Kinderschuhen. Tatsächlich ist sie zu einer wirtschaftlich tragfähigen Wärme-Alternative für den Gebäudesektor herangewachsen. Immobilieneigentümer sollten die hohen Anschaffungskosten nicht scheuen, da sich eine Wärmepumpe aufgrund der niedrigen Betriebskosten oft nach wenigen Jahren rechnet.

Ihr nächster Schritt:

Weitere Informationen erhalten Sie im persönlichen Gespräch. Sie erreichen die Experten der LBS Nord unter 030/526 885 4798 oder nutzen Sie unsere Online-Terminanfrage.

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