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Mit Teamwork zum perfekten Start-up-Namen.

Der Start-up-Name: So wird er einzigartig

Die Idee für Ihr Start-up steht, Sie und Ihr Team stehen in den Startlöchern, doch bevor Sie Ihr Business aufbauen können, gilt es, noch eine wichtige Frage zu klären: Wie soll das Unternehmen heißen? Die Suche nach dem passenden Namen stellt für Gründer oft eine besondere Herausforderung dar. Assoziationen soll er wecken, bildstark und unverwechselbar soll er sein, am besten auch kurz und prägnant – und außerdem marktfähig. Eine große Aufgabe für ein (oder einige) Wörtchen. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie zum perfekten Start-up-Namen finden, ohne sich in kreativen oder gar juristischen Fallstricken zu verheddern.

Was macht einen werbefähigen Namen aus?

Damit Sie mit Ihrem Business durchstarten können, braucht es neben einem innovativen Geschäftsmodell auch einen Start-up-Namen, der potenziellen Kunden im Gedächtnis bleibt und Ihnen hilft, eine Markenidentität aufzubauen. Verkürzungen, Wortkombinationen, Wortneuschöpfungen oder Personennamen sind einige Methoden, die sich in Sachen Namensfindung für Unternehmen bewährt haben. Denken Sie an eBay, YouTube, adidas, Tesla und Ford. Die Namen haben eines gemeinsam: Sie alle sind

  • einprägsam und/oder
  • nachvollziehbar und/oder
  • stimmig in Zusammenhang mit dem entsprechenden Produkt.

Erfahren Sie im Folgenden, wie auch Sie in acht Schritten zum perfekten Unternehmensnamen finden.

Hinweis: Auch der originellste Name bringt Sie nur bedingt weiter, wenn die Finanzierung Ihres Start-ups  nicht sicher geklärt ist. Bei Fragen rund um das Thema Finanzen steht Ihnen die Berliner Sparkasse gern als Ansprechpartner zur Seite.

Schritt 1: Ziele definieren

Wo steht Ihr Unternehmen? Wohin soll es in den nächsten zehn Jahren gelangen? Um einen Start-up-Namen zu finden, der auf lange Sicht zu Ihrem Business passt, ist es wichtig, diese Fragen zu bedenken. Haben Sie beispielsweise vor, Ihr Start-up in Zukunft auszubauen und um weitere Produktzweige zu ergänzen, empfiehlt sich ein eher allgemeiner, umfassenderer Name, der diese Pläne nicht durch einen zu spezifischen semantischen Gehalt einschränkt. Ein Name wie etwa „Die Schiebermütze“ ist zwar überaus klar beschreibend, kann aber schnell zum Stolperstein werden, wenn Sie Ihr Sortiment über die Jahre erweitern.

Schritt 2: Zielgruppenanalyse betreiben

Neben einer genauen Kenntnis der eigenen Ziele und Pläne ist es ebenso wichtig für Sie, Ihre Zielgruppe zu kennen. Welche Interessen hat der Zielmarkt? Welche Marken sind bei der Zielgruppe populär, und warum? Je besser sie analysieren, welche Strategien beim Zielmarkt funktionieren, desto einfacher wird es Ihnen fallen, einen Start-up-Namen zu finden, der die gewünschten Assoziationen auslöst. Für eine detaillierte Zielgruppenanalyse kann etwa eine Buyer-Persona hilfreich sein. Rufen Sie sich zum Konturieren dieser Persona die Werte Ihres Unternehmens ins Gedächtnis und definieren Sie auf dieser Basis Ihren Wunschkunden. Von demografischen und sozioökonomischen bis hin zu psychografischen Aspekten und Merkmalen hinsichtlich des Kaufverhaltens: Jedes hervorgearbeitete Detail der Buyer-Persona schärft den Blick für den Zielmarkt.

Schritt 3: Brainstorming starten

Ob klassisch mit Mindmap, auf Pinnwandkarten oder mithilfe digitaler Tools: Brainstorming ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Start-up-Namen. Besinnen Sie sich noch einmal auf die Gedanken aus den ersten Schritten und suchen Sie intuitiv sowie kreativ nach Begriffen, die all dies auf Papier bringen.

Hinweis: Brainstorming findet am besten im Team statt. Das bringt mehr neue Impulse und führt schneller zu innovativen Ideen, als wenn Sie sich allein daransetzen. Ein weiterer Vorteil: Indem Sie Ihre zukünftigen Mitarbeiter aktiv in die Namensfindung des Start-ups einbinden, stärken Sie ganz nebenbei den Teamgeist.

Schritt 4: Verfügbarkeit prüfen

Stehen die Favoriten für den Start-up-Namen fest, ist es an der Zeit, diese auf Ihre Verfügbarkeit zu prüfen. Das deutsche Marken- und Patentamt gibt Ihnen hierzu Auskunft. Wird nämlich ein Name bereits von einer anderen Marke genutzt, müssen Sie ihn leider von der Liste streichen. Anderenfalls verstoßen Sie gegen das Markenrecht.

Ihre Favoriten sind markenrechtlich noch frei? Perfekt. Bevor Sie sich dann aber endgültig festlegen, sollten Sie unbedingt die Verfügbarkeit der gewünschten Domain im World Wide Web prüfen – zum Beispiel unter checkdomain.de. Wenn Sie nämlich für Ihren Online-Auftritt Ihren exakten Start-up-Namen die Domain einbinden können, erhöht das den Wiedererkennungswert Ihres Start-ups und die Merkbarkeit Ihrer Internetpräsenz – Sie bleiben potenziellen Kunden somit besser im Gedächtnis.

Schritt 5: Favoriten überdenken

Haben Sie eine Auswahl möglicher Start-up-Namen zusammengestellt, die allesamt verfügbar sind, hinterfragen Sie diese nun noch einmal genauestens:

  • Passen die Namen zur Marke?
  • Rufen die Namen die gewünschten Assoziationen wach?
  • Lassen sich auch langfristige Ziele mit den gelisteten Ideen vereinbaren?

Tipp: Überprüfen Sie die gesammelten Vorschläge auch auf Wortstolperfallen und Missverständnisse, insbesondere beim Gebrach von Fremdsprachen. Lamborghini zum Beispiel sorgte vor einigen Jahren mit dem Automodell „Reventón“ für Schmunzler: Der italienische Name bedeutet im Spanischen „Reifenschaden“.

Schritt 6: Feedback einholen 

Die ehrliche Meinung von Freunden, Förderern, Branchenkontakten oder der Familie kann bei der Suche nach dem perfekten Unternehmensnamen Gold wert sein. Starten Sie doch eine Umfrage im eigenen Bekanntenkreis oder in ihrer Zielgruppe:

  • Was sind die ersten Assoziationen, welche die verbliebenen Favoriten wecken?
  • Wie wird der Start-up-Name aufgefasst – jung, dynamisch, urig, altbacken oder gar charakterlos und inhaltsleer?
  • Provoziert der Name Missverständnisse?


Schritt 7: Ruhen lassen

Der Start-up-Name ist beschlossen und von Ihrem Umfeld abgesegnet? Bevor Sie nun zum Patentamt stürmen, ist es ratsam, den Namen zunächst „beiseitezulegen“ und ruhen zu lassen. Denn wie bei allen großen Entscheidungen gilt auch bei der Benennung Ihres Start-ups: Handeln Sie nicht voreilig. Gefällt Ihnen der Start-up-Name auch mit etwas zeitlichem Abstand noch, haben Sie die Sicherheit, dass Sie die Wahl zu einem späteren Zeitpunkt nicht doch bereuen.

Schritt 8: Den Start-up-Namen rechtlich besiegeln

Im letzten Schritt müssen Sie Ihren Start-up-Namen rechtlich schützen lassen. Denn nichts wäre ärgerlicher, als einen perfekten Namen gefunden zu haben, nur damit der Ihnen plötzlich von der Konkurrenz streitig gemacht wird. Damit das nicht passiert, sollten Sie Ihren Namen beim Patentamt besiegeln. Beim DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt mit Sitz in Berlin) können Sie sowohl den Namen an sich als auch das zugehörige Logo oder auch eine Kombination von Wort- und Bildbestandteilen schützen lassen – das geht inzwischen auch über das Online-Portal des DPMA. Überdies müssen Sie das Geschäftsmodell und die Rechtsform Ihres Start-ups festlegen.

Hinweis: Handelt es sich bei Ihrem Start-up um einen Gewerbebetrieb, muss es zusätzlich im Handelsregister eingetragen werden. Denn erst durch die Eintragung wird Ihr Start-up offiziell als ein solcher Gewerbebetrieb geführt. Die Anmeldung erfolgt beim jeweils zuständigen Amtsgericht – mittlerweile ausschließlich elektronisch.

Fazit: Mit Kreativität, Teamwork und Geduld ist der Start-up-Name zum Greifen nah

In Sachen Namensfindung gibt es für Start-up-Gründer einiges zu beachten. Nicht nur muss der Name zur Marke passen, er muss auch die Zielgruppe ansprechen und zukunftsfähig sein. Befolgen Sie unsere acht Schritte, werden Sie jedoch sehen: Die Suche nach dem perfekten Start-up-Namen muss keine Kopfschmerzen bereiten oder in kreativen Sackgassen enden. Nutzen Sie die Unterstützung von Teamkollegen und Freunden, dann kann das kreative Brainstorming – eine der wichtigsten Investitionen in Ihre Zukunft als Unternehmer – sogar enormen Spaß machen!

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