Aktualisiert am: 14.08.2026
Kranken oder verletzten Tieren zu helfen, gilt nach wie vor als Traumberuf. Nicht umsonst zählt das Studium der Veterinärmedizin zu den bundesweit begehrtesten Studiengängen. Für viele stellt die Arbeit in einer Tierarztpraxis eine hervorragende Möglichkeit dar, um die persönliche Leidenschaft und Liebe zu Tieren zum Beruf zu machen. Als angehender Veterinärmediziner oder angehende Veterinärmedizinerin sollten Sie jedoch unbedingt Ihre finanziellen Perspektiven im Blick behalten. Denn im Vergleich zu anderen akademischen Berufszweigen haben insbesondere angestellte Tierärzte und Tierärztinnen ein eher bescheidenes Einkommen. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die üblichen Gehälter der Branche.
In der Regel arbeiten Veterinärmediziner und Veterinärmedizinerinnen in Praxen, Kliniken oder Tiergesundheitszentren. Viele Absolventen und Absolventinnen beginnen ihr Berufsleben als angestellte Assistenzärzte oder Assistenzärztinnen. Laut dem aktuellen TVD-Gehaltsreport 2026 liegt das Median-Bruttogehalt von Angestellten in Vollzeit deutschlandweit bei 4.650 Euro pro Monat bei einer 40-Stunden-Woche. In Berlin verdienen Tierärztinnen und Tierärzte durchschnittlich sogar 4.800 Euro brutto im Monat.
Auffällig ist der Gehaltsunterschied zwischen männlichen und weiblichen Tierärzten. Auch wenn die Daten bezüglich Teilzeitquoten bereinigt werden, verdienen Tierärztinnen im Schnitt 9 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
Wie hoch Ihr Gehalt als Tierarzt oder Tierärztin tatsächlich ausfällt, hängt unter anderem von Ihren Tätigkeitsschwerpunkten ab. In der klassischen Arbeit mit Haustieren verdienen Sie in der Regel weniger als wenn Sie nach dem Studium in die Industrie gewechselt sind. So unterscheidet sich laut TVD-Gehaltsreport 2026 das Gehalt je nach Tätigkeitsbereich:
In der Regel steigt Ihr Gehalt als Tiermediziner oder -medizinerin mit Ihrer Berufserfahrung.
Die Zahlen des TVD-Gehaltsreports 2026 zeigen eine deutliche Gehaltsentwicklung über die Jahre:
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Im Gegensatz zum Ausbildungsberuf als tiermedizinische Fachangestellte gibt es für Tierärzte und -ärztinnen bislang keine allgemeinverbindlichen Tarifverträge. Das bedeutet, dass Ihr Gehalt in diesem Beruf außerhalb des öffentlichen Dienstes grundsätzlich Verhandlungssache ist.
Eine bessere Verhandlungsposition haben Sie, wenn Sie Weiter- und Fortbildungen vorweisen können. Laut TVD-Gehaltsreport 2026 sagen 90 Prozent der Befragten mit Fachtierarztausbildung, dass sich die zusätzliche Qualifizierung finanziell gelohnt hat.
Auch eine Promotion als Dr. med. vet. oder Dr. rer. nat. bewerten demnach 64 Prozent der relevanten Befragten positiv.
Wer nicht angestellt tätig sein will, kann stattdessen eine eigene Praxis gründen. Mehr als ein Drittel der in Deutschland tätigen Tierärzte und Tierärztinnen haben sich niedergelassen. Sie arbeiten unabhängig, tragen aber auch das finanzielle Risiko. In der Befragung des TVD-Gehaltsreports 2026 standen rund 32 Prozent der Teilnehmenden dem Gedanken positiv gegenüber, sich selbstständig zu machen. Ganze 45 Prozent schlossen dies jedoch aus. Überlegen Sie sich diesen Schritt deshalb gründlich und rechnen Sie alle finanziellen Gesichtspunkte langfristig durch. Ihr Berater oder Ihre Beraterin bei der Berliner Sparkasse unterstützt Sie dabei gerne.
Berufsanfänger oder Berufsanfängerin sind oder bereits über Erfahrung in der Veterinärmedizin verfügen: Sollte es einmal zu finanziellen Engpässen in Ihrer Praxis kommen, ist die Berliner Sparkasse für Sie da. Mit unserem Kontokorrentkredit verschaffen wir Ihnen unkompliziert einen zusätzlichen finanziellen Spielraum. Weitere Infos dazu erhalten Sie hier.
Das Gehalt von Tierärzten und Tierärztinnen variiert stark. Zum einen zeigt der TVD-Gehaltsreport, dass Tierärztinnen im Durchschnitt weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Zum anderen können Tierärzte und Tierärztinnen ihren Verdienst durch Fort- und Weiterbildungen deutlich steigern. Die Daten des TVD-Gehaltsreports zeigen, dass sich Fort- und Weiterbildungen häufig positiv auf das Einkommen auswirken.
Außerdem existieren deutliche Unterschiede zwischen den Branchen, in denen Sie Anstellung finden: In der Industrie werden meist höhere Gehälter gezahlt als in kurativen Praxen. Manche Tiermediziner und -medizinerinnen wagen daher den Schritt in die Selbstständigkeit. Falls Sie eine eigene Praxis gründen und in Ihre Zukunft investieren wollen, können Sie sich auf die Berliner Sparkasse als Partnerin an Ihrer Seite verlassen.
Tierärzte und Tierärztinnen verdienen laut TVD-Gehaltsreport 2026 zum Berufseinstieg im Median rund 3.700 Euro brutto pro Monat bei einer Vollzeitstelle.
Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Gehalt in der Regel kontinuierlich.
Zu den bestbezahlten Tätigkeitsbereichen zählen laut aktuellem TVD-Gehaltsreport die Industrie mit einem Mediangehalt von 6.200 Euro brutto pro Monat sowie das Veterinäramt und das öffentliche Veterinärwesen mit rund 5.850 Euro.
Sie können Ihr Gehalt insbesondere durch höhere Berufserfahrung sowie Fort- und Weiterbildungen verbessern. Besonders deutlich wirkt sich eine Fachtierarztausbildung aus. Laut TVD-Gehaltsreport 2026 verdienen Fachtierärzte und Fachtierärztinnen für Klein- und Heimtiere durchschnittlich 6.500 Euro brutto im Monat. Befragte Fachtierärzte und Fachtierärztinnen für Kleintierchirurgie berichten sogar von durchschnittlich 9.500 Euro.
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