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Mit der passenden Start-up-Förderung kann der Start in die Selbstständigkeit gelingen.

Als Start-up Förderung beantragen:
Starthilfe für die ersten Schritte

Büroausstattung, elektronische Geräte wie Computer oder Laptops und nicht zuletzt kostspielige Software – die Einrichtung eines Start-up-Büros ist mit viel Planung und hohen Kosten verbunden. Hinzu kommt, dass ein Start-up nach der Gründung oft eine gewisse Durststrecke überbrücken muss, bis sich sein Produkt beziehungsweise seine Dienstleistung etabliert hat und das Jungunternehmen erste Gewinne einfährt. Gut, dass Ihnen als Gründer diverse Fördermittel für Ihren Unternehmensstart zur Verfügung stehen. Wir erläutern die wichtigsten Möglichkeiten der Start-up-Förderung.

Fördermittel fürs Start-up gewinnen – das sind Ihre Möglichkeiten

Bevor Sie sich nach der passenden Start-up-Förderung umsehen, sollten Sie nicht nur Ihren Finanzierungsbedarf kennen, sondern auch bereits einen ausgereiften Businessplan erstellt haben. Nur so können Sie bestimmen, in welchen Bereichen genau Sie finanzielle Hilfe benötigen. Einen Start-up-Zuschuss können Sie auf verschiedenen Wegen erhalten: über öffentliche Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), mit der Unterstützung durch Investoren oder auch von der Agentur für Arbeit.

KfW-Förderkredite: Darlehen für Gründungsvorhaben

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet als größte Förderbank Deutschlands individuelle Förderprodukte für Gründer an.

ERP-Gründerkredit – Startgeld

Das kleinste KfW-Gründerdarlehen gewährt Existenzgründern (auch Freiberuflern) und kleinen Unternehmen ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 125.000 Euro, um ein Unternehmen einzurichten oder zu betreiben. Voraussetzung ist, dass dieses noch keine fünf Jahre am Markt ist. Eigenkapital ist dazu nicht erforderlich. Die Konditionen höherer Förderkredite setzen den Einsatz von Eigenmitteln voraus. Gefördert werden unter anderem die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung, Software und Personalkosten.

Gründen Sie Ihr Start-up als Team, kann jeder Gründer bis zu 125.000 Euro beantragen. Das Darlehen beziehen Sie in ganzer Summe oder in Teilbeträgen. Die Laufzeit beträgt entweder bis zu fünf Jahre (bis zu einem Jahr tilgungsfrei) oder zehn Jahre (bis zu zwei Jahre tilgungsfrei). Die Rückzahlung startet nach den tilgungsfreien Anlaufjahren, bis dahin zahlen Sie lediglich die vereinbarten Zinsen.

ERP-Kapital für Gründung

Dieses größere Darlehen gewährt Ihnen für Ihre Start-up-Gründung bis zu 500.000 Euro. Die Start-up-Förderung richtet sich an Existenzgründer, Freiberufler und Mittelständler und kann bis zu drei Jahre nach der Gründung beantragt werden. Gefördert werden Anschaffungen wie Gebäude, Anlagen, weitere Betriebsausstattungen und Computer. Der Kredit hat eine Laufzeit von 15 Jahren, davon sind bis zu sieben Jahre tilgungsfrei.

Die Darlehensbewilligung setzt voraus, dass Sie mindestens zehn Prozent (in Berlin und den neuen Bundesländern) beziehungsweise 15 Prozent (in den alten Bundesländern) Eigenmittel einsetzen – eine Vollfinanzierung ist bei diesem Darlehen also nicht möglich.

Hinweis: In Berlin und den neuen Ländern können die Eigenmittel mit dem „ERP-Kapital für Gründung“ auf maximal 50 Prozent der förderfähigen Kosten aufgestockt werden, in den alten Bundesländern auf maximal 45 Prozent. Als Gründer müssen Sie das Darlehen also um andere Finanzmittel ergänzen.

ERP-Gründerkredit – Universell

Für umfangreiche Gründungsvorhaben bietet diese Option ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 25 Millionen Euro. Existenzgründer sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind, können die Fördermöglichkeit beantragen. Mit diesem Gründerkredit lassen sich Investitionen in Gebäude, deren Einrichtung oder Geschäftsausstattung sowie laufende Kosten wie Miete oder Personal finanzieren. Es stehen verschiedene Kreditlaufzeiten zur Wahl: von fünf Jahren (maximal ein Jahr tilgungsfrei) bis zu 20 Jahren (maximal drei Jahre tilgungsfrei).

Tipp: Nach dem „Hausbankprinzip“ werden geförderte Darlehen über Ihre Bank, beispielsweise die Berliner Sparkasse, beantragt. Nach der Prüfung des Antrags wird dieser an die KfW weitergeleitet und gegebenenfalls genehmigt.

Start-up-Förderung durch Investoren

Eine weitere Möglichkeit der Start-up-Förderung besteht für Gründer darin, den Kontakt zu Investoren zu suchen. Die externe Förderung durch Investoren kann nach unterschiedlichen Modellen erfolgen:

Business Angels

Hinter dem Begriff „Business Angel“ steckt ein erfahrener Unternehmer, der angehende Start-up-Inhaber nicht nur mit finanziellen Mitteln unterstützt, sondern auch mit seiner Expertise. Dies ist vor allem in der Anfangsphase von Vorteil, denn der Business Angel bringt ein breites Know-how und zahlreiche Kontakte mit. Im Gegenzug erhält er einen Anteil am Unternehmen und profitiert damit von zukünftigen Umsätzen.

Company Building

Company Builder treiben die Start-up-Gründung mit ihrem Eigenkapital, den eigenen Erfahrungen und Netzwerken voran. Zu dieser vollumfänglichen Begleitung gehören auch die aktive Beteiligung an betrieblichen Prozessen sowie die Bildung des Teams. Als Gründer geben Sie dafür Anteile Ihres frisch gegründeten Start-ups an den Company Builder ab.

Venture Capital

Investoren, die sich an Start-ups mit einem sogenannten Venture Capital oder Wagniskapital beteiligen, setzen im Allgemeinen auf Start-ups, die die Konsolidierungsphase bereits erfolgreich überstanden haben und sich auf dem Markt etablieren konnten. Mithilfe des investierten Venture Capitals fördern Investoren das weitere Wachstum des Start-ups. Ein klarer Ausblick, dass die Geschäftsidee des Start-ups wirtschaftlich erfolgreich sein wird, ist dafür ausschlaggebend. Risikokapitalgeber erhalten als Gegenleistung ebenfalls Unternehmensanteile.

Die Zusammenarbeit mit Investoren kann sich gerade in der Anfangsphase lohnen. Deren Kapital und Know-how sind eine große Hilfe dabei, die typischerweise kritischen Anfangsjahre mit ihren Unwägbarkeiten erfolgreich zu meistern. Da Sie als Gründer dabei aber Firmenanteile abtreten, die Investoren an Gewinnen beteiligen oder ihnen Mitspracherechte gewähren, können sich wiederum Nachteile ergeben: Ihre Freiheit als Gründer wird in gewissem Maße eingeschränkt, und natürlich können bei Entscheidungsprozessen überdies Konflikte mit den Investoren aufkommen.

Finanzieller Zuschuss durch die Agentur für Arbeit

Die Gründung eines Start-ups ist auch aus der Arbeitslosigkeit heraus möglich. Die Agentur für Arbeit bietet einen sogenannten Gründerzuschuss an. Voraussetzung für die Beantragung ist, dass Sie Ihre selbstständige Tätigkeit noch nicht aufgenommen haben. Das Darlehen fördert Ihre erste Zeit als Start-up-Gründer. Den Zuschuss erhalten Sie zunächst sechs Monate lang. Wie hoch der Zuschuss ausfällt, hängt davon ab, wie hoch Ihr Arbeitslosengeld ist. Es gilt:

Höhe des zuletzt erhaltenen Arbeitslosengeldes + 300 Euro = Gründungszuschuss pro Monat

Sie können nach den sechs Monaten weitere neun Monate einen Zuschuss von 300 Euro für Ihre soziale Absicherung erhalten – vorausgesetzt Sie sind hauptberuflich selbstständig tätig.

Hinweis: Es besteht kein Rechtsanspruch auf einen Gründerzuschuss. Dieser wird bei der Agentur für Arbeit persönlich beantragt und dort individuell nach Ermessen gewährt.

Fazit

Welche die richtige Start-up-Förderung für Sie ist, sollten Sie nach einer Kapitalbedarfsanalyse und der Erstellung eines soliden Finanzierungsplanes entscheiden. So können Sie bestimmen, welche Fördermittel zu Ihrem Bedarf passen. Gerne unterstützt Sie auch Ihre Berliner Sparkasse dabei.

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