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Frau schaut durch ihre Hände wie durch ein Fernrohr.

Geschäftsidee finden, entwickeln und umsetzen

Ein Coaching für Gründer, solche die es werden wollen und alle die sich selbstständig machen wollen. Wo liegen Ihre Stärken? Wie finde ich die passende Geschäftsidee? Wie geht das mit der Finanzierung? Und was kann mir hier die Berliner Sparkasse bieten? Dieser Ratgeber klärt auf!  

Start in die Selbstständigkeit  

Endlich selbstständig, endlich sein eigener Chef sein. Arbeiten wann man will, wie lange man möchte und nicht mehr den Launen seiner Vorgesetzten ausgeliefert sein – für viele ist es ein Traum, eines Tages sein eigenes Unternehmen zu gründen. Es gibt zahlreiche Beispiele junger Gründer, die ihre Ideen in einem Start-up verwirklicht haben und schon nach wenigen Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind. Es gibt aber auch einige, die damit scheitern. Umso wichtiger ist es, den Schritt in die Selbstständigkeit sorgfältig zu planen und das für sich passende Geschäftsmodell zu finden. 

Im Prinzip kann sich jeder selbstständig machen. Der Erfolg einer Existenzgründung hängt allerdings entscheidend von der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten ab. Die Ausbildung und die Berufserfahrung, die einen in eine bestimmte Richtung lenkt, sind das eine. Mindestens genauso wichtig ist es aber, seine eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Auch in Bewerbungsgesprächen werden diese Soft Skills oft höher bewertet als der berufliche Background. 

Fünf Fragen, die helfen, sich als Gründer selbstkritisch 

einzuschätzen

 

1. Sind Sie belastbar?  

Die Neugründung eines Unternehmens erfordert Ihre ganze Aufmerksamkeit. Hobbys, Familie und Freunde können gerade in der Anfangsphase in den Hintergrund treten. Zudem entstehen Stressphasen, in denen Sie unter hohem Zeitdruck arbeiten müssen.  

2. Sind Sie flexibel? 

Nicht wenige Geschäftsideen entwickeln sich anders, als es in den Businessplänen ursprünglich vorgesehen war. Dazu kommen ungeahnte Entwicklungen, die Sie plötzlich vor neue Herausforderungen stellen. Darauf müssen Sie jederzeit reagieren. 

Ratgeber Finanzierung Uebersicht Wie Deutschland gruendet

3. Wollen Sie Verantwortung übernehmen? 

Ein Unternehmen zu gründen, bedeutet Entscheidungen zu treffen, zu denen Sie stehen müssen. Denn Sie tragen die Verantwortung für Ihre Geschäftsidee, Ihre Produkte, Mitarbeiter und Lieferanten.  

4. Sind Sie ein Teamplayer?  

Die meisten Gründer sind Solo-Selbstständige. Dennoch wird Ihnen im Alleingang  nichts gelingen. Ihr Angebot wird sich am Markt nur durchsetzen, wenn Sie auf Menschen zugehen können, sie für Ihre Idee begeistern können und gemeinsam Strategien entwickeln.  

5. Sind Sie lernfähig?  

Wer Kritik nicht ernst nimmt und für die Ideen anderer kein Ohr hat, läuft Gefahr zu scheitern. Die Geschäftswelt entwickelt sich heute in hohem Tempo weiter. Da ist es wichtig, seinen Erfahrungshorizont kontinuierlich zu erweitern. 

Welche Arten der Unternehmensgründung gibt es?

 

Übernahme eines Unternehmens 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in ein Unternehmen einzusteigen. Wer sich eher im Hintergrund halten möchte, beteiligt sich meist finanziell. Oft möchte sich aber auch der Unternehmer selbst aus dem Geschäft zurückziehen und sucht einen geeigneten Nachfolger. In beiden Fällen ist die Übernahme eines bestehenden Unternehmens ein Schritt in die Selbstständigkeit, der auf einer bewährten Geschäftsidee aufsetzt. Vorteil: Das Geschäftskonzept ist erprobt, die Firma am Markt bekannt, der Umsatz vom ersten Tag an kalkulierbar. Die Deutsche Unternehmerbörse DUB listet Firmen auf, die zum Verkauf stehen. Auch die regionalen Handwerks- und Handelskammern arbeiten mit Unternehmen zusammen, die eine Nachfolgeregelung suchen. Eine weitere interessante Anlaufstelle ist die bundesweite Betriebsbörse nexxt-change.org.

Mehr über Unternehmensübernahme und wie die Experten der Berliner Sparkasse Sie dabei unterstützen können erfahren Sie hier  >>

Franchise gründen 

Auch hier ist der große Vorteil, dass vom Geschäftsmodell einer Marke profitiert werden kann. In der Regel ist das Produkt am Markt eingeführt, das Konzept funktioniert und die Holding hat bereits sondiert, wo noch Potenzial für weitere Ableger besteht. Es kann also auf einem bestehenden Netzwerk aufgebaut und eine vorhandene Infrastruktur, auch für den Know-how-Transfer, genutzt werden. Allerdings sind oft die eigenen unternehmerischen Entscheidungen begrenzt. Häufig setzt der Franchisegeber einen engen Rahmen, innerhalb dessen das Unternehmen geführt werden muss. Für eigene Ideen ist eher weniger Spielraum. Überdies muss in der Regel ein bestimmter Prozentsatz vom Umsatz an den Franchisegeber abgeführt werden. Einschlägige Plattformen wie zum Beispiel Franchiseportal.de listen die Unternehmen auf, die entsprechende Angebote für die Selbstständigkeit bieten.

Eigene Gründungsidee entwickeln

Dies ist der schwierigste, für viele aber auch der reizvollste Weg. Eine Methode hierbei ist es, auf einer bereits bestehenden Idee aufzusetzen und diese weiterzuentwickeln, beispielsweise die Eröffnung eines Cafés, das verschiedene Kaffeesorten aus ökologischem Anbau und veganen Kuchen anbietet. Eine andere Gründungsidee ist es, den Markt mit einem völlig neuen, innovativen Konzept zu überraschen, wie es beispielsweise der erste Anbieter von E-Scootern in den Großstädten getan hat. Dies ist auch der Unterschied zwischen einer klassischen Unternehmensgründung und einem Start-up. Letzteres versucht mit einer innovativen Idee eine neue Nische im Markt zu finden. 

Wie finde ich die passende Geschäftsidee?

Um die entscheidendste aller Fragen ist in den vergangenen Jahren ein boomender Markt entstanden. Wissenschaftler, Berater, Agenturen, Internetportale, Kursanbieter und unterschiedlichste Medienangebote befassen sich damit, wie sich erfolgreich eine Geschäftsidee finden lässt. Es wurden Kreativitätstechniken, Brainstorming-Methoden und Methoden zur emotionalen Annäherung entwickelt. Wir stellen sieben Methoden vor, die helfen, mögliche Geschäftsideen zu finden und auszuloten, ob diese mit den eigenen Vorstellungen der beruflichen Zukunft übereinstimmen.

1.    Probleme suchen

Hier geht es darum, typische Probleme zu finden, die einem im Alltag begegnen (Painspotting). Warum ist die Wartezeit bei diesem Geschäft so lang? Was könnte dabei helfen, die Hausaufgaben des Kindes besser zu verstehen? Ziel ist es, für Tücken im täglichen Leben eine Lösung zu finden und daraus ein Geschäftsmodell zu formen.

2.    Geschäftsidee verbessern

Auch das fällt in den Bereich der Problemanalyse. Sie nutzen beispielsweise eine bestimmte Dienstleistung bereits, finden aber, dass einiges verbessert werden könnte. Der Kundendienst könnte schneller sein, die Lieferzeiten kürzer, die Öffnungszeiten anders. Möglicherweise lässt sich daraus ein tragfähiges Business-Konzept entwickeln.

3.    Gemeinsam Ideen entwickeln

Im Office ist es unter Brainstorming bekannt – tauschen Sie sich mit Bekannten oder im Freundeskreis aus. Vielleicht laden Sie Gleichgesinnte ein, die ebenfalls nach einer Geschäftsidee suchen. Bei der Brain-Writing-Technik werden z.B. auf einen Zettel erste Ideen geschrieben und dann an den nächsten weitergereicht, der diese ergänzen soll.

4.    Von Start-ups lernen

Die Liste erfolgreicher Start-ups ist lang. Es gibt auch zahlreiche Foren und Veranstaltungen, auf denen man mit anderen Gründern in Kontakt treten kann. Über das Portal existenzgruender.de bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entsprechende Kontakte an. Auch Podcasts oder Erfindermessen können eine Inspirationsquelle sein.

5.    Online-Portale

Diese können ebenfalls Anregungen geben. Portale wie gruenderplattform.de listen Dutzende von Geschäftsideen auf, von der eigenen Pension bis hin zu einer Existenz als Speaker oder YogalehrerIn. Zu allen Ideen sind auch weiterführende Infos hinterlegt.

6.    Trends analysieren

Hanfprodukte waren vor kurzem noch unbekannt, inzwischen prägen einschlägige Shops die Fußgängerzonen; Lebensmittel mit CBD-Zusätzen gelten als Super-Food. Auch Baustoffe und Textilien setzen auf den Hype auf. Ein Beispiel dafür, dass Trends quasi über Nacht wirtschaftlich lukrative Geschäftsideen generieren können. Man muss sie nur rechtzeitig erkennen.

7.    Die 4P-Strategie

Sie ist gewissermaßen ein Mix aus mehreren Ansätzen. 

  • Passion: Sie wollen Ihr Hobby zum Beruf machen und überlegen, was Sie wirklich motiviert. 
  • Publikum: Sie prüfen, für wen diese Idee sinnvoll sein könnte.  
  • Problem: Sie achten darauf, was Sie und Ihr Umfeld im Alltag nervt. 
  • Produkt: Sie überlegen, welches Produkt im täglichen Leben fehlt und gebraucht werden könnte.

Die Finanzierung einer Geschäftsidee

Egal, wie zukunftsträchtig Ihre Idee ist: Ohne Kapital wird sich der Traum vom eigenen Unternehmen kaum verwirklichen lassen. Für Gründer gibt es eine große Auswahl an Finanzierungsmöglichkeiten, die jeweils für das eigene Konzept geprüft werden müssen. Hier ist größte Sorgfalt geboten. Denn Probleme bei der Finanzierung sind die häufigste Ursache für eine gescheiterte Gründung. 

Zwei Geschäftsleute stehen vor ihrem Laden.

Welche unterschiedlichen Finanzierungsarten bieten sich an?

  • Bootstrapping: Sie gründen Ihre Firma aus eigenen Mitteln und verzichten auf Fremdkapital. 
  • Fördermittel: Gründerinnen und Gründer werden durch unterschiedliche Fördermittel unterstützt. Die Seite deutschland-startet.de bietet hier einen guten Überblick. 
  • Gründungszuschuss: Gilt als die wichtigste Förderung für Gründer und Selbstständige. Ansprechpartner ist die Bundesagentur für Arbeit. 
  • Gründerwettbewerbe: Die Zahl dieser Wettbewerbe hat sich in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Private und öffentliche Initiativen, national und regional, gewähren nicht selten Zuschüsse in Höhe von bis zu 100.000 Euro. 
  • Crowd-Funding: Über eines der vielen Crowd-Funding-Portale können Sie Personen und Organisationen von Ihrer Idee überzeugen und sich von diesen fördern lassen.
  • Venture Capital: Hier statten Investoren die Gründer mit Kapital aus und stehen ihnen zum Teil auch beratend zur Seite. Dies ist vor allem in investitionsstarken Bereichen wie Pharma oder IT der Fall. 
  • Business Angels: Sie investieren in das Start-up, weil sie selbst von der Idee überzeugt sind, stehen beratend zur Seite. Vor allem ihre Netzwerke können hilfreich sein. 
  • Inkubatoren & Acceleratoren: Hier werden Start-ups von Universitäten oder Großkonzernen unterstützt, indem ihnen Infrastruktur und wissenschaftliches Know-how geboten wird. 
  • Darlehen und Kredite: Ist der Businessplan überzeugend, hat die Finanzierung über Sparkassen und Banken gute Chancen.  

Der Businessplan für die Selbstständigkeit

Ohne einen vernünftigen Businessplan geht nichts, er ist die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs. Er sollte alle relevanten Informationen enthalten, die für die Unternehmensgründung nötig sind. Das ist einerseits für den Gründer wichtig, der sich daran orientieren kann. Andererseits hilft er der Bank, die Geschäftsidee einzuordnen und auf ihre Erfolgschancen am Markt zu überprüfen. Der Businessplan sollte deshalb die Geschäftsidee mit ihren Stärken und Schwächen darstellen, das Marktumfeld skizzieren, die Unternehmensstrategie schildern, die weitere Entwicklung in einem Zeitplan darstellen und den Finanzbedarf und seine Deckung auflisten. Die Industrie- und Handelskammern haben auf ihrer Website Musterpläne hinterlegt, an denen man sich orientieren kann.

 

Berliner Sparkasse: Ansprechpartner für Gründer

Bei allen Fragen rund die die Verwirklichung der eigenen Geschäftsidee ist die Berliner Sparkasse Ihr kompetenter Partner. Wir helfen Ihnen, den für Sie richtigen Weg in die berufliche Selbstständigkeit und bei der Finanzierung zu finden. Ob Darlehen, öffentliche Förder­mittel oder moderne Finanzierungs­instrumente – es gibt viele Möglich­keiten, um das not­wendige Start­kapital für Ihre Unternehmens­gründung aufzubringen. Ihre Sparkasse unterstützt Sie nicht nur mit finan­ziellen Mitteln, sondern auch mit einer kompetenten Beratung in allen Phasen der Existenz­gründung. Sprechen Sie uns an. 

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