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Internationalisierung: Absatzplus für Digitalunternehmen

Internationalisierung: Neue Absatzmärkte für digitale Angebote

Das Thema Internationalisierung bietet digitalen Geschäftsmodellen vielfältige Chancen. Wer digitale Produkte und Dienstleistungen vertreibt, findet im Ausland oft neue, attraktive Absatzmärke. In diesem Beitrag erhalten Sie hilfreiche Tipps für einen erfolgreichen Markteintritt und erfahren, worauf es im internationalen Umfeld ankommt.

Der Blick über den Tellerrand – Internationalisierung als Erfolgsfaktor

Digitale Produkte und Dienstleistungen haben einen großen Vorteil: Im Vergleich zu analogen Angeboten lassen Sie sich viel einfacher und kostengünstiger außerhalb der heimischen Gefilde anbieten. So sind beispielsweise App-Anbieter oder Vergleichsportale nicht an bestimmte Produktionsstandorte oder Lieferketten gebunden. Unternehmen mit digitalen Angeboten sind in puncto Expansion somit viel flexibler.

In vielen Fällen lohnt die Expansion ins Ausland, oft insbesondere in Märkte, in denen es zur eigenen Geschäftsidee noch kein Angebot gibt. Das macht die Internationalisierung zu einem echten Erfolgsfaktor für jedes Digitalunternehmen.

Neue Märkte erschließen: Die Vorgehensweise entscheidet

Internationalisierung ermöglicht es, sich breiter aufzustellen, mehr Absatz und schlussendlich mehr Umsatz zu generieren. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Um erfolgreich in ausländische Märkte einzutreten, ist ein durchdachtes Vorgehen notwendig, das durchaus Zeit beansprucht:

Internationalisierung – ja, aber nicht ohne Expansionsstrategie

Die Grundregel der Internationalisierung ist die gleiche wie jene für daheim: Ohne einen soliden Plan läuft nichts. Expansionsziele zu definieren ist wichtig, um strategisch geschickt zu agieren. Konkret kann es für Sie beispielsweise um die Steigerung der Markenbekanntheit, Verkaufszahlen oder das Erreichen bestimmter Zielmarkt-Anteile gehen. Was dabei im Detail anvisiert wird, muss jedes Unternehmen für sich entscheiden. Eine Expansionsstrategie ist immer individuell und hängt vom Geschäftsmodell, der wirtschaftlichen Ausgangssituation und vielen weiteren Faktoren ab. Greifen Sie auf Ihre heimische Markterfahrung zurück und verknüpfen Sie dieses Wissen mit Marktreports und Erfolgsprognosen aus den Zielmärkten. Dabei gilt grundsätzlich: Setzen Sie sich realistische Ziele!

Die richtigen Zielmärkte finden

Auch Digitalunternehmen müssen sich ein genaues Bild von ausländischen Märkten machen. Nur wenn Sie wissen, welche Potenziale und Risiken auf dem jeweiligen Zielmarkt bestehen, können Sie eine sinnvolle Expansionsentscheidung treffen. Beziehen Sie bei Ihren Marktanalysen deshalb folgende und ähnliche Fragen ein:

  • Gibt es bereits ein ähnliches Angebot vor Ort oder sind Sie ein First Mover?
  • Wie ist der Stand der Digitalisierung/die digitale Infrastruktur im Zielmarkt?
  • Wie stark sind potenzielle Zielgruppen vertreten?
  • Wie hoch ist die Kaufkraft infrage kommender Konsumentengruppen?
  • Inwiefern muss Ihr Angebot auf neue Käufergruppen angepasst werden (z. B. in kultureller oder qualitativer Hinsicht)?
  • Welche Besonderheiten müssen in puncto Marketing berücksichtigt werden (z. B. Tonalität, übliche Werbekanäle oder übliche Incentives)?

Es kann sich durchaus lohnen, mehrere Länder auf einmal zu bespielen. Zum Beispiel indem Sie Ihre App oder Ihren Online-Shop gleich in mehrere Sprachen übersetzen lassen und individuell in den Zielgebieten vermarkten. Sie gewinnen dadurch wertvolle Erkenntnisse und können entscheiden, wo eine langfristige Expansion sinnvoll ist. Allerdings ist diese Entscheidung immer eine Kostenfrage und erfordert ebenso eine individuelle Risikoabwägung.

Tipp: Testen lohnt sich

Ein Test vorab kann wertvollen Input liefern. Stecken Sie Ihr Kapital und Werbebudget nicht sofort vollumfänglich in Ihren Wunschmarkt. Probieren Sie Ihre Chancen zunächst im kleineren Rahmen aus und beschränken Sie sich auf eine Zielregion im gewünschten Markt. Dadurch gewinnen Sie wichtige Erkenntnisse, die einen Markteintritt im größeren Stil rechtfertigen oder von ihm abraten lassen.

Messen nicht vergessen

Jedes Expansionsziel muss messbar sein. Nur so lassen sich Erfolg und Misserfolg im Ausland zuverlässig prüfen. Halten Sie sich Ihr Expansionsvorhaben stets vor Augen und führen Sie ein kontinuierliches Performance-Monitoring durch. Das schafft Klarheit und zeigt, was sich lohnt und was nicht. Harte KPIs wie Leads, Web-Traffic oder Absatzzahlen sind dafür der beste Indikator.

Internationalisierung: Finanzielle Fragen vorab klären

Neben Ihren strategischen Überlegungen sollten Sie auch ganz praktische Finanzfragen frühzeitig beantworten. Wie führen Sie als Anbieter digitaler Waren beispielsweise abgesicherte Finanzgeschäfte? Welche Online-Bezahlmöglichkeiten sind in den Zielmärkten relevant? Benötigen Sie ein ein zusätzliches Konto in einer Fremdwährung? Und wie war das nochmal mit den Wechselkursrisiken?

Tipp: Lassen Sie sich dazu von unseren Experten beraten: Lesen Sie mehr auf unserer Themenseite Internationales Geschäft – Erfolgreich im Auslandsgeschäft.

Fazit

Gut Ding will Weile haben – das ist gilt auch für die Internationalisierung. Erwarten Sie nicht, sich mit Ihrem digitalen Geschäftsmodell binnen einer oder weniger Geschäftsperioden erfolgreich im Ausland zu etablieren. In der Regel ist das Vordringen in internationale Märkte ein Langstreckenlauf. Viel Vorarbeit und eine solide Expansionsstrategie bilden die Grundlage für Ihr Internationalisierungsvorhaben. Lassen Sie sich Zeit, testen Sie infrage kommende Märkte Schritt für Schritt aus und denken Sie rechtzeitig an alle wichtigen Finanzfragen.

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