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Martina Barre und Frank Büchin sind die Hummus Guys

Bild: Christoph Schieder 

The Hummus Guys: Kichererbsenglück mit der eigenen Hummus-Bar

Frank Büchin und Martina Barre beglücken Berliner Gaumen mit Hummus und anderen Kleinigkeiten in ihrer Hummus-Bar in Schöneberg. Die Geschmacksrichtungen variieren von traditionell bis originell.

Von der Werbebranche zur Hummus-Bar

Lediglich vier Monate Auszeit von ihren Jobs in der Werbebranche wollten sich Frank Büchin und Martina Barre ursprünglich gönnen. Aber dann kamen sie auf die Kichererbse. Schon immer war gutes Essen ein Thema für das Ehepaar und auf ihrer Weltreise entdeckten sie begeisternde Varianten der simplen Kichererbsenpaste. 

„Irre gesund und superlecker“ sei die Paste, aber in Berlin in der von ihnen angestrebten Top-Qualität kaum zu bekommen, erkannten Büchin und Barre. Ihr Ehrgeiz war geweckt. Die beiden beschlossen, dass aus der vorübergehenden Auszeit ein permanenter Jobwechsel werden sollte: nie mehr Kommunikationskonzepte entwickeln, lieber handfest Hülsenfrüchte stampfen.

 

Hummus-Rezepte mit dem gewissen Etwas 

Nach der Rückkehr nach Berlin folgte eine halbjährige Testphase in der heimischen Küche: Oliven, Balsamico Essig, Zwiebeln, Spinat, Zimt … was passt zur Kichererbse? Frank und Martina mixten und schmeckten ab. Zwanzig Hummus-Sorten schafften es ins Repertoire, wobei acht im Wechsel stets in der Theke der Hummus-Bar präsentiert werden.

 

Esskultur: Guter Hummus bei guten Gesprächen

Zunächst testeten die beiden Feinschmecker die Resonanz auf ihre Produkte als Zulieferer der Catering-Firma einer Bekannten, dann mit einer mobilen Hummus-Bar auf Wochenmärkten. Ermutigt durch das Echo, mieteten sie im Sommer 2019 ein Lokal in der Nähe des Bayerischen Platzes in Schöneberg. Hier produzieren und verkaufen die „Hummus Guys“, unterstützt von zwei Mitarbeitern, nicht nur ihre handgemachten Produkte, es finden auch 15 Gäste Platz, an einer einzigen massiven Holztafel.

„So kommen die Leute bei uns oft ins Gespräch. Das funktioniert in Berlin, in vielen anderen Städten eher nicht“, lobt Kommunikationsprofi Büchin die Kontaktfreude der Hauptstädter. Hummus-Snacks  und andere Kleinigkeiten wie eine Tagessuppe werden gereicht, mit warmem Pita-Brot oder selbstgemachten Pita-Chips. Wer will, kann für sechs Euro je einen Klecks aller tagesaktuell angebotenen Hummus-Sorten testen. „Immer frisch, immer “, beschreibt Büchin den Anspruch des Lokals.

Hummus von den Hummus Guys

Bild: Christoph Schieder 

„Geil, Hummus gibt’s auch in lecker!“

Frische sehen die „Hummus Guys“ auch als ihr Alleinstellungsmerkmal gegen die in Supermärkten angebotene Ware: „Wir lassen täglich den Hummus-Mixer rotieren“, verspricht Büchin. 25 Kilogramm Kichererbsen werden täglich verarbeitet, Konservierungsstoffe kommen nicht in die Mischung. So sind die Pasten drei bis fünf Tage im Kühlschrank haltbar. Das reicht, findet Büchin: „Brötchen kauft man sich ja auch immer wieder frisch, und nicht etwa am Freitag schon für die kommende Woche“. 

Die Strategie, auf Qualität als Alleinstellungsmerkmal zu setzen, scheint aufzugehen: Viele Menschen habe er schon zu Fans bekehren können, die Hummus nur als mäßig leckere gräuliche Paste in Supermarkt-Qualität kannten, berichtet Büchin stolz. „Die sind ganz erstaunt, was man aus Hummus machen kann. Mir wurde schon öfters gesagt „Geil, ich wusste gar nicht, dass es Hummus auch in lecker gibt – und in so vielen Sorten!“

 

Positives Feedback hilft Gründern bei Herausforderungen

Um den Kunden den Weg zu dieser Erkenntnis leicht zu machen, gilt bei „The Hummus Guys“ die Devise: Probieren ist in der Hummus-Bar ausdrücklich erlaubt, bevor man sich für seine Lieblingssorte entscheidet. Büchins Favorit ist übrigens Balsamico Onion Hummus: „Der Verführer, damit habe ich bislang noch jeden Skeptiker überzeugen können“, sagt er. Unter anderem einen Touristen aus Israel, einem Land, welches als Mekka des klassischen Hummus gilt. „Wir waren auf einem Hummus Festival und haben uns präsentiert mit der ganzen Vielfalt. Der Israeli sah, dass je nach Zutaten manche unserer Sorten auch grün oder orange sind und war erst gar nicht angetan: „Meschugge!“, also „verrückt“ murmelte er. Dann drehte er eine Runde, kam aber doch nochmal zu unserem Stand zurück, hat sich den Probierteller mit allen Sorten geben lassen – und war begeistert!“ Solche Erlebnisse helfen dabei, bei typischen Anfangsmühen des Gründers nicht zu verzweifeln, zum Beispiel dem Problem, Personal für die Hummus-Bar zu finden oder eine Küche genau nach den gewünschten Spezifikationen eingerichtet zu bekommen, erzählt Büchin. 

 

Nachhaltigkeit bei Hummus: Eigene Gefäße zum Abfüllen mitbringen 

Mittlerweile hat sich der Arbeitsalltag in Küche und Wirtsraum an der Hohenstaufenstraße aber gut eingespielt. Frank und Martina halten sich nicht nur da auf, sondern  bieten ihre Ware auch mit einer mobilen Hummus-Bar auf Wochenmärkten an, zum Beispiel auf dem Winterfeldtmarkt, dem Kollwitzmarkt und dem Frischemarkt in Zehlendorf. Die 200-Gramm-Schalen Hummus zum Preis von vier Euro, im Angebot sind auch vier Varianten der selbstgemachten Pita-Chips für den gleichen Preis. Die Schalen, in denen der Hummus verkauft wird, bestehen aus Pflanzenstärke und sind somit kompostierbar. Kunden können auch sehr gerne eigene Gefäße zum Befüllen mitbringen, denn „bei allem denke ich nachhaltig“, sagt Büchin.

 

Gründen mit der Sparkasse: Rotes Sparschwein steht im Laden 

Nachhaltig und gründlich dachten Büchin und Barre auch nach, als sie ihren Business-Plan erstellten. „Den haben wir bei mehreren Banken eingereicht, die Berliner Sparkasse hat uns zuerst eingeladen, unsere Idee zu präsentieren“, erinnert sich Büchin. Dabei konnte er die Berater überzeugen, dass die "Hummus Guys“ nicht mit einer „Me too“-Idee an den Start gehen wollten,  sondern sich sorgsam eine Nische auf dem Berliner Lebensmittelmarkt herausgesucht hatten. Daher gab die Berliner Sparkasse den „Hummus Guys“ den Zuschlag für einen Kredit. Ein Indiz dafür, dass die Kichererbsen-Spezialisten die Zusammenarbeit mit ihrer Bank als sehr angenehm empfinden, zeigt ein Blick auf das Dekor der Hummus-Bar: Dort findet sich neben einigen Pflanzen ein knallrotes Sparschwein im Regal, welches die Eheleute von der Berliner Sparkasse zur Geschäftsgründung erhalten haben.

Erfolgreich gründen und wachsen mit der Berliner Sparkasse 

Bei der Berliner Sparkasse finden Start-ups zahlreiche Möglichkeiten für die Finanzierung, Förderung und Beratung. Dafür steht Ihnen ein speziell gebildetes Kompetenzteam für die Start-up-Branche mit erfahrenen Beraterinnen und Beratern zur Seite. 

Das aktuelle Angebot und weitere Informationen zur Hummus Bar finden Sie unter: thehummusguys.de

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