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Clemens Pompey und Christian Peters vom start-up The Impact Farm

Start-up The Impact Farm: Mit künstlicher Intelligenz Datenmengen nutzbar machen 

Das Start-up „The Impact Farm” berät Unternehmen, wie sie im Geschäftsalltag anfallende Daten nutzen können, um sich das Leben leichter zu machen.

Alte Daten sinnvoll speichern und nutzbar machen

Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, taucht Clemens Pompeÿ ab in Papierberge. Dann sucht der gebürtige Freiburger Kellerräume deutscher Unternehmen auf und macht fette Beute. Egal ob Klinik oder Fertigungsbetrieb, das Bild, welches sich Pompeÿ bietet, ist ähnlich: Regalmeter, zum bersten gefüllt mit Aktenordnern, diese wiederum voll mit abrechnungs- und betriebsrelevanten Daten.

„Wir befinden uns eigentlich in der vierten industriellen Revolution“, sagt Pompeÿ. „Der Fokus liegt auf Effizienzgewinnen durch digitale Prozessoptimierung – kurz: digitale Transformation bzw. Business Intelligence.“ Die Realität sieht grade in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Pompeÿ unter die Lupe nimmt, oft anders aus. Zu oft werde unter Digitalisierung noch verstanden, einfach Berge von Papier zu scannen und als PDF zu speichern, bedauert der 40-Jährige. Die dahinter liegenden Prozesse müssten in Frage gestellt werden. „Brauchen wir überhaupt noch diesen Schritt?“ Historische Daten und deren Interpretation für zukünftige Ereignisse verbunden mit Jahrzehnten der jeweiligen Branchenexpertise seien hier der tatsächliche Schatz, werden aber zu oft zu Gunsten eines vermeintlichen „radikale Innovation durch Turnschuhe mit Firmenlogo“ nicht beachtet.

 

Digitale Transformation auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen

Das soll sich ändern. Vor drei Jahren gründete Pompeÿ die „The Impact Farm GmbH“ zusammen mit Christian Peters. Dieser war vorher u.a. leitender Entwickler bei Rocket Internet, dem börsennotierten Start-up Inkubator, und war als Chief Software Architect beim Real-Estate-Innovator Neuraum von Anfang an mit dabei. Mittlerweile hat The Impact Farm neben dem Hauptsitz in Berlin Filialen in München, Stuttgart und Zürich: überall dort, wo die Hidden Champions der Industrie nicht weit sind. Pompeÿ hat sich vor der Gründung von „The Impact Farm“ unter anderem mit digitalen Zahlungssystemen befasst. Für einen deutschen Konzern gründete er ein Blockchain-Start-up im Silicon Valley und taucht ab in die Welt der Kryptowährungen wie Bitcoins. Bei einer Unternehmensberatung befasste sich Pompey mit dem Thema „Digitalisierung im Anlagenbau“. Dabei ging es darum, wie durch Sensoren erfasste Daten für die Wartung von Gebäuden zum Einsatz kommen könnten. In der Praxis ist das noch selten der Fall. 

Clemens Pompey und Christian Peters haben gemeinsam das start-up The Impact Farm gegründet.

Clemens Pompey und Christian Peters wollen die digitale Transformation insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen vorantreiben. Foto: Christoph Schieder

Digitale Lösung, um Daten optimal zu nutzen

Ziel und Geschäftsmodell des „The Impact Farm“ Gründer-Duos: Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen, auch im ländlichen Raum, soll geholfen werden, Potenziale vorhandener Daten zu erkennen und zu nutzen. „Eine intelligente Verknüpfung von vorhandenen Daten führt zur Verbesserung bestehender Prozesse und bei der Entwicklung sowie dem Vertrieb von Produkten. Im Idealfall wird sogar ein neues Geschäftsmodell daraus. Wir bereiten heterogene Daten auf, verknüpfen zum Beispiel in verschiedenen, bereits bestehenden Datenbanken, enthaltene Informationen“, erläutert Peters das Vorgehen des digitalen Dienstleiters. Die Herangehensweise ist immer ähnlich: „Da unsere Kunden am besten ihre alltäglichen, digitalen Herausforderungen kennen, hören wir erst einmal zu. Dann kommt die Analyse des Datenbestandes. Als letzten Schritt bauen wir eine digitale Lösung, mit der das Unternehmen seine Prozesse optimieren und die Daten effizient nutzen kann“, erklärt Pompeÿ. „Unsere Ergebnisse müssen sich sehr kurzfristig im Kundenumsatz widerspiegeln“, ergänzt Peters. Eine Herausforderung stelle die mangelnde Kompatibilität der IT-Systeme dar, erläutert er. Oft werden innerhalb eines Betriebes IT-Systeme von unterschiedlichen Anbietern mit eingeschränkter Interoperabilität betrieben. Dazu kommen Speziallösungen, beispielsweise in Krankenhäusern in Bereichen wie Laborsoftware oder radiologischer Bildarchivierung. Da bietet sich folgende Lösung an: alle Quellen in eine zentrale Datenbank speisen, so dass die Informationen auch zukünftig auswertbar bleiben, wenn sich Rahmenfaktoren ändern sollten. Bei der Arbeit von „The Impact Farm“ geht es allgemein immer um eines: „Wir wollen Vorhersagen machen, um Prozesse zu optimieren.“ Wie zum Beispiel das Bettenmanagement in einem Krankenhaus, der Prognose von Industrieholzpreisen oder der Berechnung von CO2-Emissionen in der Automobilproduktion. 

In 100 Tagen zum digitalen Datenarchiv

Was ist nun das Alleinstellungsmerkmal des Dienstleisters „The Impact Farm“? „Mit uns geht es in 100 Tagen von dem ersten Gespräch bis zum Umsatz bringenden Minimal-Produkt“, kommt die Antwort. „Wir sind ergebnisorientiert und achten auf die Zeit. Andere reden lange rum, darüber, dass ein internes Super-Projekt „eierlegende Wollmilchsau“ gebraucht wird. Wir gehen ran, und das kosteneffizient mit Nutzer-Fokus für das entstehende Digitalprodukt: Erst kümmern wir uns um die Eier und deren Nachfrage, danach integrieren wir die Milchproduktion … und zum Schluss wird dann je nach Bedarf der Schweinestall herum gebaut. Products over Projects!“, erläutert Pompey seine Herangehensweise mit einem Augenzwinkern. „Außerdem sind wir industrieagnostisch“, ergänzt Peters. „1 und 0 sind es erst einmal herzlich egal, wo sie generiert wurden. Wichtig ist, dass Branchenexpertise gemeinsam mit unseren professionellen Entwicklern und anpackenden Unternehmen den Willen hat, auf Augenhöhe für das gemeinsame Projekt zu kooperieren. Nur so kann ein Ziel in kürzester Zeit erreicht werden. Gerade haben wir zum Beispiel gemeinsam mit der DEHOGA Bayern und dem Covid-19-Antigen-Testkit-Hersteller Viologix die intelligente Vertriebsplattform „ImpactPharm.eu“ gebaut, bei der wir ein Warenwirtschaftssystem mit einem Ausschreibungscrawler kreuzen. Auf dieser Basis haben wir dann die smarte Selbstteststation „covidvideotest.de“ für zuhause integriert, die so dynamisch und bürgernah auf lokale Pandemie-Ereignisse deutschlandweit in sehr kurzer Zeit reagieren kann. Je nach Willen des Gesetzgebers theoretisch auch auf z.B. Grippe-Wellen“, so Peters.

Zu den bisherigen Kunden von „The Impact Farm“ zählen z.B. der Stromkonzern GRTgaz, die IAA Mobility, Free Now und der Medienmarkt Saturn, aber auch sogenannte „Hidden Champions“ wie z.B. die Berliner Kullik Group oder die KMS AG. Neben den Gründern Pompeÿ und Peters sowie den Partnern Florian Tonner und Alexander Gutjahr besteht das Team aus über 30 Mitarbeitenden. Außerdem gibt es einen weltweit agierenden Experten-Pool von Programmierern, Juristen, BWLern und Designern, aus denen Einsatzteams je nach Industrieanforderung innerhalb von 24 Stunden zusammengestellt werden können. 

Die Berliner Sparkasse als verlässlicher Finanzpartner mit dem passenden Gründernetzwerk

Was Pompeÿ und seinem Team besonders an der Zusammenarbeit mit der Berliner Sparkasse gefällt: Die Sparkasse bietet neben den persönlichen Ansprechpartnern kostenfrei Schnittstellen zu IT-Standards, zum Beispiel HBCI, den fast alle Steuerberater erwarten. So lassen sich steuerrelevante Geldbewegungen automatisiert erfassen und im Blick behalten. „Mein Steuerberater ist glücklich, also bin ich es als Unternehmer auch“, freut sich Pompey. „Vermeintlich kostenfreie Internet-Banken haben so etwas nicht im Angebot. Es gilt also die alte Unternehmerweisheit: Wer billig baut, baut zweimal! Außerdem sei der Service der Berliner Sparkasse für Start-ups vorbildlich: „Im ersten Gründungsjahr wurden die Gebühren erlassen. Man ist zudem vernetzt und geschätzt wie in einem Club. So wird man bekannter, innerhalb des Kundenkreises weiterempfohlen und kann neue Kunden und Kooperationen gewinnen“, sagt Pompeÿ.  www.theimpact.farm >>

 

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