Unabhängig bleiben und in den eigenen vier Wänden selbstbestimmt bis ins hohe Alter leben – das wünschen sich wohl die meisten Menschen. Am eigenen Zuhause hängen schließlich viele schöne Erinnerungen, es ist ein vertrauter
Ort, der ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Um die Barrierefreiheit ist es allerdings in vielen Wohnungen und Häusern nicht gut bestellt. Durch welche Maßnahmen Sie das ändern und welche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten es für den altersgerechten Umbau Ihres Zuhauses gibt, erklärt Ihnen unser Experte Alexander Wollschlaeger, Leiter ImmobilienCenter der Berliner Sparkasse.
Schon kleine Umbauten im Haus wie das Optimieren von Zugängen oder die Installation von Handläufen können sich positiv auf die Barrierefreiheit im Haus auswirken. Denn nur die wenigsten Immobilien sind für eine barrierefreie Nutzung geplant worden. Tätigkeiten wie Treppenstufen bewältigen, Hochschränke öffnen oder in die Badewanne steigen können sich im Alter zu echten Herausforderungen entwickeln.
Wollen Sie in Ihren liebgewonnenen vier Wänden auch im hohen Alter aktiv und möglichst selbstständig leben, stehen Ihnen zum Glück verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wie Sie Barrieren in Ihrem Zuhause abbauen können. Ob ein Treppenlift, seniorengerechte Möbel oder die Verbreiterung von Türen – bereits einzelne Anpassungen erhöhen die Lebensqualität und den Komfort im Alter.
Ein altersgerechter Umbau wird häufig durch konkrete Veränderungen im persönlichen Umfeld angestoßen. Dazu zählen etwa eine nachlassende Mobilität, Krankheiten oder unerwartete Schicksalsschläge, die das eigene Zuhause
plötzlich zu einer Herausforderung machen. In solchen Situationen wird deutlich, wie wichtig eine frühzeitige Anpassung der Wohnverhältnisse ist.
Von der kleinen Rampe am Treppeneingang bis zur ebenerdigen Dusche: Ein altersgerechter Umbau besteht aus vielen kleinen und größeren Einzelmaßnahmen. Welche für Sie am wichtigsten sind und zuerst umgesetzt werden sollten, hängt von
unterschiedlichsten Faktoren ab: zum Beispiel von der baulichen Situation, Ihren persönlichen Vorlieben, Alltagsroutinen und möglicherweise vorhandenen körperlichen Einschränkungen. Am besten planen Sie nicht alles auf einmal. Gehen Sie den Weg zu einem barrierefreien Zuhause ruhig Schritt für Schritt an.
Wir haben Inspirationen für Sie, welche Umbaumaßnahmen sich in verschiedenen Wohn- und Nutzungsbereichen bewährt haben:
Ein altersgerechter Umbau soll sicherstellen, dass Sie sich im Alter möglichst selbstständig und ohne fremde Hilfe in Ihrem Zuhause bewegen können. Das schließt den Zugang zu Ihrem Haus sowie die alltäglichen Wege von einem Zimmer ins andere ein.
Mögliche Umbauziele:
Bei kleinen Bädern gilt außerdem: Die Einrichtung sollte so angepasst werden, dass Sie und gegebenenfalls eine Pflegekraft genügend Bewegungsfreiheit haben. Ebenso sollten die Duschkabine und das Bad von außen zu entriegeln sein und Türen nach außen schwingen können. Ist das platztechnisch nicht möglich, kann der Einbau von Schiebetüren eine sinnvolle Lösung sein.
In der Küche schneiden Sie Gemüse, kochen und backen oder spülen Geschirr: All diese Tätigkeiten gehen im Alter nicht unbedingt leichter von der Hand. Ein altersgerechter Umbau der Küche zielt darauf ab, Ihnen die tagtäglichen Handgriffe zu erleichtern sowie ein Arbeiten ohne Bücken und vielleicht sogar im Sitzen zu ermöglichen.
Mögliche Umbauziele:
Gelingen das Aufstehen und Zubettgehen sowie das Ankleiden noch selbst, trägt das erheblich zur Lebensqualität im Alter bei. Im Schlafzimmer sorgt ein altersgerechter Umbau deshalb dafür, dass Sie morgens und abends möglichst gut zurechtkommen und selbstbestimmt handeln können.
Mögliche Umbauziele:
Wie hoch die Kosten eines altersgerechten Umbaus ausfallen, hängt vom Umfang der Umbaumaßnahmen ab. Außerdem hängen die Kosten von der Qualität der verbauten Teile und von den Preisen der Handwerker ab. Damit Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen können, was auf Sie zukommen kann, haben wir einige Preisbeispiele für Sie zusammengetragen:
Von Eigenmitteln über Kredite bis hin zu staatlichen Förderprogrammen und Zuschüssen: Für die altersgerechte Sanierung stehen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die vollständige Umrüstung eines Hauses oder einer Wohnung kostet je nach individueller Ausgangslage zwischen 4.000 und 50.000 Euro. Während kleinere Maßnahmen oft noch aus Rücklagen finanziert werden können, ist bei umfangreicheren Umbauten in der Regel eine durchdachte Finanzierung notwendig.
Genau hier setzt eine fundierte Beratung durch die Berliner Sparkasse an: „Unsere Beraterinnen und Berater führen mit Ihnen zunächst eine Vermögensanalyse durch. Dabei wird ermittelt, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, wann diese eingesetzt werden können und welche monatlichen Ressourcen für notwendige Finanzierungen vorhanden sind“, erläutert Alexander Wollschlaeger.
Sollten Sie einmal pflegebedürftig werden, gibt es diverse Fördermittel und Zuschüsse. Diese können Sie bei Ihrer Pflegekasse beantragen, also bei Ihrer Krankenkasse. Mit den Fördermitteln lassen sich Hilfsmittel wie ein Pflegebett, Gehhilfen oder ein Badewannenlift besorgen. Ebenso werden altersgerechte Umbaumaßnahmen gefördert, um Barrieren zu reduzieren. Hierbei kann es sich beispielsweise um den Einbau eines Treppenlifts handeln.
„Sobald die notwendigen Maßnahmen und Kosten feststehen, binden wir passende Fördermittel ein. Unsere Priorität ist es dabei, Ihr Vermögen zu schützen und die monatliche Belastung gering zu halten“, betont der Experte.
Gut zu wissen: Sie haben Fragen zu den Darlehensoptionen und Kreditvergabeverfahren bei der KfW? Dann unterstützen wir Sie gerne mit unserem Wissen. Lassen Sie sich von den Expertinnen und Experten der Berliner Sparkasse jetzt unverbindlich beraten!
Ja, ein altersgerechter Umbau ist auch in Mietwohnungen grundsätzlich möglich – allerdings mit Einschränkungen.
Umbauarbeiten am Mobiliar wie der Kücheneinrichtung oder Schlafzimmerschränken sind problemlos gestattet, wenn diese Ihnen gehören. Schweben Ihnen jedoch Eingriffe in die Bausubstanz vor, etwa eine Verbreiterung von Türen, sprechen Sie mit Ihrem Vermieter beziehungsweise dem Eigentümer der Immobilie. Oft lassen sich gemeinsame Lösungen finden.
Die eigenen vier Wände für das Leben im Alter vorzubereiten, ist eine sinnvolle Sache – vor allem, wenn Sie die Aufgabe frühzeitig angehen. Warten Sie nicht zu lange und kümmern Sie sich spätestens kurz vor der Rente darum, die Umbaumaßnahmen zu planen und umzusetzen.
Immobilienexperte Alexander Wollschlaeger macht deutlich: „Ein altersgerechter Umbau sollte sicherstellen, wirklich sorgenfrei den Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu verbringen – ohne sich finanziell zu übernehmen.“
Hilfreich ist, dass es verschiedene Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt. Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten. Vereinbaren Sie einen Termin oder kommen Sie in einer Filiale in Ihrer Nähe vorbei. Wir freuen uns auf Sie!
Welche altersgerechten Umbauten sinnvoll sind, kommt auf Ihre individuellen Bedürfnisse an. Dennoch gibt es grundsätzliche Maßnahmen, die die Wohnqualität im Alter steigern können, wie:
Ein altersgerechter Umbau kostet in der Regel zwischen etwa 4.000 und 50.000 Euro, abhängig vom Umfang der Maßnahmen.
Ja, für den altersgerechten Umbau stehen verschiedene Fördermittel und Zuschüsse zur Verfügung, etwa von den Pflegekassen oder der KfW. Die Berliner Sparkasse berät Sie individuell zum Thema „Altersgerechte Sanierung“, welche Förderung für Sie infrage kommt und wie Sie diese optimal nutzen.
Mit unserem Ratgeber erhalten sie Tipps und Informationen rund um die Vorsorge und Absicherung im Alter.
Hier bekommen Sie Details zum Thema Nachhaltigkeit.
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