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3-Konten-Modell – Gehalt systematisch aufteilen und Geld automatisch sparen

Aktualisiert am 17.06.2026

Du hast am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig? Dabei wolltest du eigentlich etwas für den nächsten Urlaub beiseitelegen? Dann solltest du etwas an deiner Sparmethode ändern. Das 3-Konten-Modell hat sich bewährt: Es gibt dir maximale Kontrolle über deine Finanzen und macht Geldsparen zum Automatismus. Hast du das Modell einmal eingerichtet, behältst du leichter den Überblick über deine Finanzen, teilst dein Gehalt clever auf und erreichst deine Sparziele einfacher. Wie das 3-Konten-Modell genau funktioniert, erfährst du in diesem Beitrag.

Das Wichtigste zum 3-Konten-Modell in Kürze

  • Volle Kontrolle ohne Verzicht: Das 3-Konten-Modell trennt deine Fixkosten von deinem Spaßgeld. So behältst du den Überblick und kannst ohne schlechtes Gewissen Geld ausgeben. 
  • Beim 3-Konten-Modell teilst du dein Geld in drei Töpfe auf: ein Konto für Fixkosten (Miete, Verträge), ein Konsumkonto (Freizeit, Lifestyle) und ein Sparkonto (Investments, Notgroschen).
  • Beliebt ist der 50–30–20-Standard: 50 Prozent deines Geldes für den Alltag, 30 Prozent für Freizeit und Spaß und 20 Prozent zum Sparen. Andere teilen ihr Geld nach dem Prinzip 70–20–10 auf.

Das Wichtigste zum 3-Konten-Modell in Kürze

  • Volle Kontrolle ohne Verzicht: Das 3-Konten-Modell trennt deine Fixkosten von deinem Spaßgeld. So behältst du den Überblick und kannst ohne schlechtes Gewissen Geld ausgeben. 
  • Beim 3-Konten-Modell teilst du dein Geld in drei Töpfe auf: ein Konto für Fixkosten (Miete, Verträge), ein Konsumkonto (Freizeit, Lifestyle) und ein Sparkonto (Investments, Notgroschen).
  • Beliebt ist der 50–30–20-Standard: 50 Prozent deines Geldes für den Alltag, 30 Prozent für Freizeit und Spaß und 20 Prozent zum Sparen. Andere teilen ihr Geld nach dem Prinzip 70–20–10 auf.

Was ist das 3-Konten-Modell?

Das 3-Konten-Modell ist die einfachste Sparmethode, um Schluss mit dem Chaos auf dem Girokonto zu machen. Es löst das größte Problem junger Menschen beim Thema Geld: das klassische Sparen am Monatsende, bei dem meistens eh nichts übrigbleibt. Stattdessen setzt das 3-Konten-Modell auf das Prinzip „Pay yourself first“. Sobald dein Gehalt da ist, wandern feste Beträge per Dauerauftrag auf deine Spaß- und Sparkonten. Dadurch wird Sparen und Anlegen zu einem festen Bestandteil deiner monatlichen Finanzplanung. So kommst du deinem Sparziel näher und kannst den Rest für deinen Lifestyle ausgeben. 

In der Praxis beruht das 3-Konten-Modell auf der Idee, sämtliche Einnahmen und Ausgaben nicht mit nur einem einzigen, sondern mit drei verschiedenen Konten zu verwalten. Das klingt zunächst vielleicht kompliziert. Du kannst es aber mithilfe von Daueraufträgen sehr einfach umsetzen, da vieles automatisch abläuft. Jedes der drei Konten dient dabei einem bestimmten Zweck.

1. Konto: Das Alltagskonto

Auf das Alltagskonto, in der Regel dein klassisches Girokonto, fließen deine gesamten Einnahmen wie Gehalt oder BAföG.

Darüber hinaus bezahlst du über dieses Konto alle regelmäßigen Rechnungen. Dazu gehören:

  • Miete
  • Strom
  • Wasser
  • Handyvertrag und Internet
  • Streaming-Abos
  • Versicherungen
  • Dinge des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel

2. Konto: Das Spaßkonto- und Freizeitkonto

Sparen für später ist wichtig, aber das Leben findet jetzt statt. Das Spaßkonto ist für die Dinge, die dir Freude bringen wie Shoppen, Festivals, Restaurantbesuche oder Hobbys. Der Hack dabei: Überweise dir auch für diesen Bereich am Anfang des Monats einen fixen Betrag. So schützt du dich vor bösen Überraschungen auf dem Hauptkonto. Statt dich mühsam einzuschränken, setze dir ein klares Spaßbudget.  So gibst das Geld automatisch bewusster und ohne schlechtes Gewissen aus. 

3. Konto: Das Sparkonto oder Zukunftskonto für den Vermögensaufbau

Das dritte Konto ist deine finanzielle Superkraft und explizit zum Sparen und Investieren eingeplant. Auch hier gilt: Am Monatsanfang überweist du per Dauerauftrag einen festen Betrag vom Alltagskonto auf direkt hierher. Da dieses Konto verschiedene Ziele vereint, solltest du es am besten als Sparbereich verstehen und strategisch aufteilen: 

  1. Notgroschen und kurzfristige Ziele: Geld für den nächsten Urlaub und eine neue Waschmaschine parkst du am besten auf einen täglich verfügbaren Tagesgeldkonto. So kommst du sofort ran, wenn es mal knapp wird.
  2. Altersvorsorge und Vermögensaufbau: Geld für deine finanzielle Zukunft solltest du getrennt anlegen. Richte dir beispielsweise einen automatischen ETF-Sparplan ein. Aber bedenke, dass Anlagen in Fondssparpläne den Schwankungen der Kapitalmärkte unterliegen und Verlustphasen durchlaufen können. Langfristig denken ist hier angesagt.

Schritt für Schritt zum 3-Konten-Modell

Um dir das 3-Konten-Modell einzurichten, gehst du am besten so vor:

  1. Checke deine monatlichen Einnahmen und Fixkosten – zum Beispiel mithilfe eines Haushaltsbuches. Hier kannst du auch den Finanzplaner im Online-Banking nutzen und hast alle Beträge übersichtlich aufgelistet.
  2. Anschließend legst du den Sparbetrag fest, den du monatlich auf deinem Sparkonto beiseitelegen möchtest. Der Betrag für deine Konsumkosten bzw. monatlichen Ausgaben für Freizeit ergibt sich dann automatisch: Deine Einnahmen abzüglich der Fixkosten und des Sparbetrags zeigen dir, wie viel Geld du monatlich zur freien Verfügung hast. Einnahmen – (Fixkosten + Sparbetrag) = Freizeitbudget.
  3. Sind die Beträge für jede der drei Kategorien festgelegt, eröffnest du zusätzlich zu deinem Alltagskonto zwei weitere Konten.
  4. Nun richtest du zwei Daueraufträge ein, mit denen du monatlich von deinem Alltagskonto auf dein Spar- und dein Spaßkonto einzahlst. Am besten legst du die Daueraufträge zeitlich direkt nach dem Gehaltseingang fest.
  5. Ist das 3-Konten-Modell erst einmal eingerichtet, erfolgt die Verteilung deiner Einnahmen völlig automatisch. Damit das Verhältnis der jeweiligen Beträge stets deinem Lebensstil entspricht, solltest du den Geldfluss regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Tipp: Wer nicht nur ein Haushaltsbuch führen, sondern sein Budget zudem auch langfristig planen möchte, findet im Web-Budgetplaner der Sparkasse das passende Tool dafür.

Welche Aufteilung der Beträge ist die beste fürs 3-Konten-Modell?: 50–30–20 oder lieber 70–20–10?

Grundsätzlich kannst du deine Einnahmen beim 3-Konten-Modell komplett individuell auf die verschiedenen Konten aufteilen. In der Praxis haben sich jedoch zwei Verteilungsvarianten als Orientierung bewährt: „50–30–20“ und „70–20–10“.

Je nach Lebensstil, Mietkosten und Lohnhöhe verteilst du dein Geld so:

  • 50 beziehungsweise 70 Prozent deiner Einnahmen bleiben auf dem Alltagskonto.
  • 30 beziehungsweise 20 Prozent nutzt du für deine Freizeit mit dem Spaßkonto.
  • Die verbleibenden 20 beziehungsweise 10 Prozent legst du auf dem Sparkonto ab.

Für welche Option du dich auch entscheidest: Schon allein dadurch, dass du dir feste Regeln setzt, nutzt du dein Budget effektiver und sparst automatisch Geld.

Häufige Fehler beim 3-Konten-Modell (und wie du sie vermeidest)

Damit das 3-Konten-Modell im Alltag wirklich funktioniert und dir den Kopf freihält, solltest du diese vier typischen Fehler vermeiden:

  • Verzicht auf feste Daueraufträge: Wer monatlich manuell überweist, verliert! Ohne feste Automatisierung steigt die Versuchung, deine Sparziele aufzuschieben und das Geld doch nur für Freizeit und Spaß auf den Kopf zu hauen.
  • Zu hohe Sparziele (Frust-Faktor): Wenn du deinen Sparbetrag zu hoch ansetzt, musst du in der Mitte des Monats ständig Geld zurückbuchen. Das frustriert dich und führt dazu, dass du das Modell irgendwann komplett aufgibst. Fang lieber klein an und dafür konstant.
  • Das Spaßkonto weglassen: Du denkst nur ans Sparen und musst dafür jeden Cent umdrehen? Keine gute Idee. Das Spaßkonto ist dein psychologischer Joker. Ohne diesen Puffer verlierst du die Motivation. Freizeit-Ausgaben sind wichtig, um die Balance zu halten.
  • Rücklagen und Investments vermischen: Der Sparbereich braucht eine klare Trennung zwischen Notgroschen und Anlage für die Zukunft. Wenn du Geld für den Sommerurlaub und dein langfristige Altersvorsorge im selben Topf anlegst, verlierst du den Überblick. Nutze dafür separate Konten wie z.B. das Tagesgeldkonto und einen Wertpapiersparplan. 

Fazit: Mit dem 3-Konten-Modell sparst du einfach und effektiv 

Sobald das 3-Konten-Modell einmal läuft, gehört das finanzielle Chaos der Vergangenheit an. Du profitierst ab Tag eins von drei unschlagbaren Vorteilen: 

  1. 100% Überblick: Du weißt zu jeden Zeitpunkt, wie viel Geld für Fixkosten rausgeht und wo du insgesamt stehst.
  2. Gönnen ohne Reue: Deine Freizeitausgaben sind von Anfang an fest eingeplant. Du feierst und shoppst ohne schlechtes Gewissen.
  3. Automatischer Vermögensaufbau: Du sparst und investierst automatisch Geld für deine Träume und für deine Zukunft, ohne jeden Monat aktiv darüber nachdenken zu müssen.

Kurz gesagt: Das 3-Konten-Modell nimmt dir den Stress aus dem Thema Geld. Es sorgt dafür, dass dein Budget perfekt aufgeteilt ist und du deine Sparziele erreichst. 

FAQ zum 3-Konten-Modell

Was ist das 3-Konten-Modell einfach erklärt?

Das 3-Konten-Modell ist eine einfache Methode, mit der du dien Geld automatisch organisierst und somit den Überblick behältst. Sobald Einkommen wie Gehalt oder BAföG eingeht, teilst du es auf drei Bereiche auf. Ein Konto ist für deine fixen Alltagskosten, eines für deine persönlichen Sparziele und eines ist dein easy Spaß- und Freizeitbudget.

Dazu verteilst du dein Geld am Anfang des Monats auf ein Konto für den Alltag, ein Konto zum Sparen und ein Konto für Freizeitausgaben.

Wie setze ich das 3-Konten-Modell im Alltag um?

Die Umsetzung funktioniert komplett digital und automatisiert. Sobald dein Gehalt auf deinem Hauptkonto eingeht, buchen feste Daueraufträge die passenden Sparbeträge auf andere Konten um. Dein Alltagskonto zahlt die Fixkosten, dein Spaßkonto nutzt du zum Shoppen und Feiern und dein Sparkonto bzw. Sparplan füllt sich von ganz alleine. 

Wie viel Geld sollte auf welches Konto fließen?

Das hängt ganz von deinen Einnahmen ab. Als perfektes Ziel dient die 50-30-20-Regel: 50 % deines Geldes fließen auf dein Alltagskonto (Fixkosten), 30 % wandern auf dein Spaßkonto und 20 % nutzt du zum Sparen und Investieren. Wenn dein Einkommen knapp ist, solltest du die Verteilung realistisch anpassen, auch wenn du eine Gehaltserhöhung bekommst.

Lohnt sich das 3-Konten-Modell auch bei wenig Einkommen oder BAföG?

Ja, absolut! Gerade bei einem geringen Einkommen schützt dich das 3-Konten-Modell vor dem typischen „Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig“-Problem. Es geht im ersten Schritt nicht darum, ein großes Vermögen anzuhäufen, auch wenn wir das alle wollen. Wenn du Spaßgeld von Miete trennst, weißt du sofort, was du wirklich ausgeben kannst ohne in die Bredouille zu kommen.  

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