Aktualisiert am: 30.03.2026
Endlich 18? Dann ist der Traum vom selbstständigen Autofahren zum Greifen nah. Bevor du aber zu Roadtrips aufbrechen und deinen Alltag motorisiert bestreiten kannst, musst du den Führerschein machen. In der Regel ist dies der Pkw-Führerschein der Klasse B, der das Fahren eines Pkws bis 3.500 Kilogramm erlaubt.
Bevor es losgeht, stellen sich viele Fragen: Wie hoch sind die Kosten, wie funktioniert die Anmeldung und welche Unterlagen werden benötigt? Wir begleiten dich Schritt für Schritt auf deiner Reise zur Fahrerlaubnis.
Die richtige Fahrschule findest du, wenn du zuvor die Website der Fahrschule sowie die Online-Rezensionen anderer Fahrschüler und Fahrschülerinnen checkst.
Auch wenn es teuer ist, den Führerschein zu machen, solltest du dich bei der Auswahl der Fahrschule nicht ausschließlich am Preis orientieren. Es ist wichtig, dass du dich während des Fahrunterrichts sicher und mit deinem Fahrlehrer oder deiner Fahrlehrerin wohlfühlst. Vergleiche mehrere Angebote miteinander und entscheide anschließend, wo du deinen Führerschein machen willst.
Folgende Fragen helfen dir, eine Auswahl zu treffen:
Hast du einen ersten Eindruck gewonnen, vereinbare ein persönliches Beratungsgespräch. Bei einem Besuch der Fahrschule zeigt sich schnell, ob die Schulungsräume und Fahrzeuge gepflegt sind und die Chemie mit dem Fahrlehrer oder der Fahrlehrerin stimmt. Sobald du dich entschieden hast, wo du den Führerschein machen willst, schließt du mit der Fahrschule einen Vertrag ab und deine Theorie- und Praxisstunden können beginnen.
Worauf solltest du achten?
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Der Fahrunterricht setzt sich aus Theorie- und Praxisstunden zusammen. Der theoretische Unterricht findet normalerweise im Lehrraum der Fahrschule statt. In den Theoriestunden behandelst du verschiedene Themenblöcke, in denen du zum Beispiel bestimmte Verkehrssituationen durchsprichst, Verkehrszeichen kennen lernst oder einen Bremswege berechnest.
Der Theorieteil setzt sich üblicherweise zusammen aus:
Noch spannender wird das Führerschein-Machen im praktischen Fahrunterricht, wenn du endlich selbst am Steuer sitzt. Die Lehrfahrzeuge sind auch auf der Beifahrerseite mit einem Gas- und einem Bremspedal ausgestattet, mit denen der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin zur Not eingreifen kann, wenn es einmal brenzlig wird.
Die Praxisstunden à 45 Minuten setzen sich aus den regulären Übungsfahrten und den Sonderfahrten zusammen. Die Anzahl der Übungsfahrten ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, sondern orientiert sich an deinem persönlichen Fahrkönnen und deinem Lernfortschritt.
Verpflichtend sind jedoch folgende Sonderfahrten:
Die Führerscheinprüfung besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Zur Teilnahme benötigst du einen gültigen Personalausweis und die Anmeldeunterlagen.
Sind alle Pflichtstunden geschafft und du fühlst dich sicher hinter dem Lenkrad, schlägt dein Fahrlehrer beziehungsweise deine Fahrlehrerin die Anmeldung zur Führerscheinprüfung vor. Ob diese beim Einwohnermeldeamt oder dem Straßenverkehrsamt erfolgen muss, hängt von der jeweiligen Stadt oder Kommune ab. In Berlin erfolgt die Anmeldung meist beim Bürgeramt. Eventuell übernimmt aber auch deine Fahrschule die Anmeldung zur Prüfung, die ebenfalls in einen Theorie- und einen Praxisteil gegliedert ist.
Für die Führerscheinanmeldung benötigst du folgende Papiere:
In der theoretischen Prüfung werden in einem Multiple-Choice-Test Fragen behandelt, die du im Unterricht und in deinen Übungsfragebögen zu Hause bereits durchgegangen bist. In diesem Führerscheintest werden etwa 20 Fragen zum Grundstoff und 10 Fragen zum Zusatzstoff gestellt.
Die praktische Fahrprüfung dauert in der Regel 45 Minuten und wird von einem Prüfer beziehungsweise einer Prüferin des TÜV oder der DEKRA begleitet. Das Fahrzeug muss sicher geführt und in der Regel auch eingeparkt werden. Du darfst kleinere Fehler machen, dein Fahrlehrer beziehungsweise deine Fahrlehrerin sollte jedoch zu keiner Zeit einschreiten müssen. Wenn du beispielsweise eine rote Ampel überfährst oder eine Vorfahrtsregel missachtest, gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Falls du durch deine praktische oder theoretische Prüfung fallen solltest: Kopf hoch, so geht es vielen, und du kannst die Führerscheinprüfung beliebig oft wiederholen.
Allerdings fallen erneute Gebühren an und viele Fahrschulen stellen den zusätzlichen Aufwand in Rechnung. Daher lohnt sich vor der Anmeldung zur Prüfung die Frage: „Fühle ich mich wirklich sicher?“ Wenn nicht, solltest du mit deinem Fahrlehrer oder deiner Fahrlehrerin über weitere Übungsstunden sprechen.
Die Kosten, um den Führerschein zu machen, variieren zwischen Fahrschulen sowie Bundesländern und hängen zudem von der Zahl der benötigten Praxisstunden ab. Berlin liegt mit durchschnittlichen Führerscheinkosten von circa 2.500 bis 4.500 Euro im Vergleich zum Rest Deutschlands noch im günstigeren Bereich. Die durchschnittlichen Führerscheinkosten liegen deutschlandweit bei circa 3.500 Euro.
Für reguläre Übungsfahrten werden je nach Fahrschule zwischen 50 und 80 Euro fällig. Hinzu kommen mindestens 12 Sonderfahrten (Überland-, Nacht- und Autobahnfahrten), die jeweils zwischen 60 und 90 Euro kosten. Neben den Fahrstunden verlangt die Fahrschule eine Grundgebühr für die Verwaltung und den Theorieunterricht.
Der Führerschein BF17 befugt dich schon mit 17 zum sogenannten „Begleiteten Fahren“. Das bedeutet: Du darfst bis zum 18. Geburtstag so oft hinterm Steuer sitzen, wie du willst, wenn eine angemeldete Begleitperson dabei ist. Diese muss mindestens seit 5 Jahren im Besitz eines Führerscheins und mindestens 30 Jahre alt sein. Zudem dürfen Begleitpersonen höchstens einen Punkt in Flensburg haben. Achtung, zusätzliche Kosten: Für einen Führerschein mit 17 können je nach Fahrschule Zusatzgebühren von etwa 80 Euro anfallen.
Du fährst lieber Motorrad? Dann darfst du bereits mit 16 den Motorradführerschein der Führerscheinklassen AM oder A1 machen, der für Klein- beziehungsweise Leichtkrafträder gültig ist. Auch bei einem Führerschein für andere Krafträder, Trikes und Quads hängt der Zulassungsschein von der Art des Fahrzeugs ab. Du möchtest große Maschinen fahren? In der Regel musst du für einen Motorradführerschein der Klasse A (alle Krafträder und dreirädrige Kraftfahrzeuge) mindestens 24 Jahre alt sein. Es können jedoch je nach Vorerfahrung Ausnahmen gelten.
Der Führerschein ist innerhalb der EU gültig und muss je nach Ausstellungsdatum spätestens bis zum jeweils vorgesehenen Ablaufdatum erneuert werden. Nach bestandener Prüfung wird dir der EU-Führerschein ausgestellt, mit dem du in allen Mitgliedsstaaten fahren darfst. Er ist also auch ein guter Begleiter für dein Erasmus-Semester in Spanien oder Irland.
Der EU-Führerschein muss alle 15 Jahre neu beantragt werden, eine erneute Prüfung wird jedoch nicht verlangt. In der Regel ist er auch außerhalb der EU gültig, zum Beispiel in den USA oder Kanada. Auf manchen Kontinenten wie Asien oder Afrika wird jedoch ein internationaler Führerschein verlangt. Für diesen musst du keine zusätzliche Prüfung leisten, sondern nur vor Abreise einen Antrag bei deinem Bürgeramt stellen.
Um deinen Führerschein zu finanzieren, hast du verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel rechtzeitig sparen oder einen Ratenkredit nutzen. Die Kosten für einen Führerschein sind nur bedingt kalkulierbar. Viele Eltern oder Großeltern denken vor und beginnen frühzeitig für ihre Kinder oder Enkelkinder mit dem sogenannten „Führerscheinsparen“. Das ist zum Beispiel mit einem Sparplan möglich. Denkbar ist aber auch eine Finanzierung über einen Ratenkredit. Mit flexiblen Laufzeiten kann der Kredit auf deine finanzielle Situation zugeschnitten werden. Lass dich hierzu in jedem Fall bei der Berliner Sparkasse ausführlich beraten.
Fazit: Führerschein machen und flexibel unterwegs sein |
| Den Führerschein zu machen, erfordert Planung, Zeit und Geld. Mit der richtigen Fahrschule, genügend Theorie- und Praxisstunden sowie guter Vorbereitung auf die Prüfungen schaffst du es sicher ans Ziel. Um die Kosten zu stemmen, lohnt es sich, frühzeitig zu sparen oder dich von der Berliner Sparkasse zu flexiblen Finanzierungsmöglichkeiten beraten zu lassen. Dann steht deinem ersten Trip nichts mehr im Weg! |
Den Führerschein für die Pkw-Klasse B kannst du in der Regel mit 18 Jahren machen. Mit dem Führerschein BF17 darfst du schon mit 17 in Begleitung einer geeigneten Person fahren.
Motorradführerscheine der Klassen AM oder A1 sind bereits ab 16 Jahren möglich.
Die Anzahl der Fahrstunden ist gesetzlich nicht vorgeschrieben und hängt von deinem persönlichen Fahrkönnen ab. Neben den regulären Übungsfahrten sind jedoch Sonderfahrten auf der Landstraße, auf der Autobahn und bei Dunkelheit verpflichtend.
Die Kosten variieren je nach Fahrschule, Bundesland und Anzahl der Praxisstunden. Im Durchschnitt liegen die Gesamtkosten für den Pkw-Führerschein der Klasse B zwischen 2.500 und 4.500 Euro (Stand: Februar 2026).
Du brauchst einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, ein aktuelles biometrisches Lichtbild, die Anmeldung über deine Fahrschule, die Teilnahmebestätigung für den Erste-Hilfe-Kurs und eine Sehtest-Bescheinigung.
Du kannst frühzeitig sparen, einen Sparplan nutzen oder einen Ratenkredit in Anspruch nehmen. Die Berliner Sparkasse bietet dir eine individuelle Beratung und auf dich zugeschnittene Finanzierungsmöglichkeiten an.
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Bei den Kosten für einen Führerschein ist einiges zu beachten. Wir geben einen Überblick.
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