Sprit, Steuern, Versicherung: Mit diesen Auto-Kosten pro Monat kannst du rechnen

Dein erstes eigenes Auto – das bedeutet Freiheit pur! Doch bevor du dir einen Wagen anschaffst und durch die Straßen Berlins kurvst, solltest du dir einen Überblick über die anfallenden Auto-Kosten pro Monat verschaffen. Denn neben dem Kaufpreis kommen verschiedene andere Punkte hinzu, die du auf dem Schirm haben solltest. In unserem Ratgeber erfährst du, wie sich deine Auto-Kosten berechnen lassen und ob ein eigenes Auto oder Carsharing für dich die bessere Alternative ist.

Was kostet ein Auto im Monat? Alle relevanten Ausgaben im Überblick

Du hast lange gespart und stehst kurz vor dem Kauf deines ersten eigenen Autos? Oder hast du den Führerschein frisch in der Tasche und deine Eltern haben dir ein Auto geschenkt? Glückwunsch! Es ist toll, einen eigenen Pkw zu besitzen. Allerdings musst du zukünftig auch für den Unterhalt deines fahrbaren Untersatzes aufkommen und solltest hierfür monatlich einen gewissen Geldbetrag einplanen. Denn zusätzlich zu dem einmal gezahlten Kaufpreis fallen verschiedene Auto-Kosten pro Monat an. Im Groben kannst du drei Hauptbereiche unterscheiden: Fixkosten, Betriebskosten und Wartungskosten. Werfen wir einen detaillierten Blick auf die einzelnen Punkte.

1. Fixkosten: Das sind die monatlichen Basics für dein Auto

Die Fixkosten bilden das Fundament deiner monatlichen Auto-Ausgaben – sie fallen unabhängig davon an, wie oft du deinen Pkw benutzt. Daher solltest du diese Posten fest in deinem Budget für die Auto-Kosten pro Monat einplanen. Damit du weißt, was dich erwartet, verraten wir dir die wichtigsten Punkte und geben dir Tipps, wie du sparen kannst.

  • Versicherungskosten: Die Autoversicherung ist ein unverzichtbarer Bestandteil deiner Auto-Kosten pro Monat. Sie besteht aus der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung sowie optionaler Teil- oder Vollkasko. Die Teilkasko übernimmt Kosten bei Schäden durch äußere Einflüsse wie Unwetter oder Diebstahl. Die Vollkasko deckt auch selbst verursachte Schäden ab. Die Versicherungskosten variieren je nach Alter, Fahrpraxis, Wohnort und Fahrzeugtyp. Für Fahranfänger liegen die Kosten oft zwischen 100 und 200 Euro pro Monat, aber mit unfallfreier Fahrt können sie spürbar günstiger werden.
  • Kfz-Steuer: Auch die Kfz-Steuer zählt zu den festen jährlichen Ausgaben und beeinflusst deine Auto-Kosten pro Monat. Sie hängt von Faktoren wie dem Hubraum und dem CO₂-Ausstoß deines Fahrzeugs ab. Dieselfahrzeuge sind dabei oft teurer, da sie einen höheren CO₂-Ausstoß haben. In der Regel liegen die jährlichen Kosten für die Kfz-Steuer zwischen 200 und 300 Euro. Tipp: E-Autos mit einer Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2025 sind bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Allerdings gilt die Befreiung von der Steuer nur bis zum 31. Dezember 2030. Wenn du jetzt ein E-Auto kaufst, kannst du den kompletten Zeitraum von zehn Jahren also nicht mehr ausnutzen. Auch gut zu wissen: Kaufst du ein gebrauchtes E-Auto, wird dir die Steuerbefreiung vom Zeitpunkt der Erstzulassung weitergegeben, entweder bis zum Ende der zehn Jahre oder bis zum Ende des Jahres 2030.
  • Stellplatzkosten: So richtig bequem ist ein Auto im Alltag vor allem dann, wenn du beim abendlichen Heimkommen nicht jedes Mal eine halbe Stunde um den Block kreisen musst, bis du einen Parkplatz gefunden hast. Je nachdem wo du wohnst, kannst du vielleicht einen Stellplatz in der Tiefgarage deines Wohnhauses oder in einem Parkhaus in der Nähe mieten. Da in Berlin die Nachfrage nach Parkraum allerdings höher ist als das Angebot, ist ein fester Stellplatz nicht ganz günstig: 100 bis 150 Euro pro Monat sind durchaus üblich.
2. Betriebskosten: Diese Kosten sind von deinem Fahrverhalten abhängig

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der deine Auto-Kosten pro Monat beeinflusst, sind die Betriebskosten. Diese sind von deinen Fahrgewohnheiten abhängig. Sprich, je mehr du fährst, desto höher fallen die Kosten aus. Der größte Kostenfaktor ist das Benzin, gefolgt von kleineren Ausgaben wie Motoröl oder Kühlmittel. Außerdem solltest du dir überlegen, welche weiteren flexiblen Kosten sich aus deinen Alltagsgewohnheiten ergeben.

  • Spritkosten: Auch wenn du dein erstes eigenes Auto liebst, fährt es nicht mit Luft und Liebe allein. Um dich im Alltag zum Ziel zu bringen, benötigt es Benzin. Je mehr du fährst, umso höher sind die Kosten. Das Gute daran: Anders als die Fixkosten kannst du die Spritkosten im Alltag durch dein eigenes Fahrverhalten beeinflussen. Fahre vorausschauend, beschleunige sanft und schalte früh in höhere Gänge, um den Verbrauch möglichst gering zu halten. Auch ein korrekter Reifendruck hilft dir dabei, Sprit zu sparen. Natürlich hängt der Benzinverbrauch ebenfalls vom Fahrzeugtyp ab. Bevor du dir ein Auto zulegst, lohnt es sich daher, im Internet den durchschnittlichen Verbrauch des gewünschten Modells zu recherchieren. So kannst du schon im Voraus gut einschätzen, welche Spritkosten monatlich auf dich zukommen und wie sie deine Auto-Kosten pro Monat beeinflussen.
  • Parkkosten: Um deine Auto-Kosten pro Monat einzuschätzen, solltest du auch Fahrten zu Freunden, zum Einkaufen oder zur Uni berücksichtigen. In der Innenstadt setzt der Senat auf die sogenannte Parkraumbewirtschaftung. Wenn du also in einem der gekennzeichneten Bereiche am Straßenrand parkst, musst du einen Parkschein ziehen. Wie hoch die Kosten ausfallen, ist nach Angaben des offiziellen Hauptstadtportals berlin.de unterschiedlich: Je nach Zone sind bis zu 75 Cent für 15 Minuten, ein oder zwei Euro pro Stunde üblich. Tipp: Liegt deine Wohnung in einer Parkzone, kannst du bei deinem zuständigen Bezirksamt einen Bewohnerparkausweis beantragen. Du entrichtest eine Verwaltungsgebühr von etwas über 20 Euro (Stand November 2024) und parkst im Alltag dafür kostenlos.
3. Wartungskosten: Was du für die Pflege deines Autos einplanen solltest

Die Ausgaben für die Wartung deines Autos solltest du nicht unterschätzen. Denn oft schlagen sie unerwartet hoch ins Budget. Wir haben ein paar Punkte zusammengestellt, die typischerweise zu diesem Bereich gehören:

  • Regelmäßige Wartung: Ein Neuwagen muss nach drei Jahren zum ersten Mal zur Hauptuntersuchung (HU) und zur Abgasuntersuchung (AU). Danach sind die entsprechenden Prüfungen alle zwei Jahre gesetzlich vorgeschrieben. Hierfür können bis zu 150 Euro fällig werden. Der Vergleich unterschiedlicher Werkstätten kann sich für dich in jedem Fall lohnen. 
  • Verschleißteile: Neben der Haupt- und Abgasuntersuchung kommen regelmäßig Ölwechsel, der Austausch von Filtern oder anderer Verschleißteile hinzu.
  • Reparaturen: Unverhofft kommt leider oft. Ob du einmal kurz nicht aufmerksam bist und beim Parken einen Bordstein touchierst oder ob es sich ein Marder über Nacht in deinem Motorraum gemütlich gemacht hat – durch unvorhergesehene Ereignisse und Unfälle können Schäden am Auto und damit zusätzliche Kosten auf dich zukommen. Auch Hagelschäden sind keine Seltenheit. Viele dieser Kosten deckt die Versicherung nur teilweise oder fordert eine Selbstbeteiligung.

Tipp: Wenn du monatlich einen bestimmten Betrag für Wartung und Reparaturen zurücklegst, bist du im Fall der Fälle finanziell auf der sicheren Seite. Wie du am einfachsten diesen „Notgroschen“ ansparen kannst, verraten wir dir hier „Geld sparen im Alltag: Die 15 besten Spar-Tipps“!

Carsharing vs. eigenes Auto: Warum Teilen manchmal besser als Besitzen ist

Ein eigenes Auto klingt erst einmal super. Aber die laufenden Kosten sind nicht zu unterschätzen, wie du gesehen hast. Nun fragst du dich vielleicht: Lohnt sich ein eigenes Auto wirklich? Oder gibt es vielleicht Alternativen? Gerade in großen Städten wie Berlin könnte Carsharing für dich interessant sein. Hierbei teilen sich mehrere Menschen ein Auto, das einem Carsharing-Anbieter gehört. Die Carsharing-Kosten fallen pro Minute oder Kilometer an und beinhalten alle Nebenkosten wie Versicherung, TÜV, Wartung sowie Sprit oder Strom. Damit ist Carsharing eine tolle Alternative für dich, wenn du im Alltag nur kurze Strecken oder gelegentlich fährst. Der Bundesverband Carsharing hat durchgerechnet: Wenn unter 14.000 Kilometer pro Jahr anfallen, kommst du mit Carsharing günstiger weg als mit einem eigenen Auto. Wenn du zum Beispiel etwa 8.000 Kilometer im Jahr fährst, sparst du jährlich im Schnitt 1.622 Euro. Dieser Carsharing-Kostenvergleich zeigt: Je nachdem wie viel du im Alltag mit dem Auto unterwegs bist, kann Carsharing die bessere Option für dich sein.

Auto-Kosten pro Monat und andere Finanzfragen: Lass dich von Profis beraten

Egal ob es um die Finanzierung deines eigenen Autos mit einem flexiblen Autokredit geht, ob du Geld für Wartungen und unvorhergesehene Ereignisse zurücklegen willst oder ob du vielleicht ein ganz anderes Sparziel verfolgst – bei finanziellen Fragen bist du bei der Berliner Sparkasse an der richtigen Adresse. Unsere Beraterinnen und Berater helfen dir dabei, dein Budget clever zu planen und deine finanziellen Ziele zu erreichen. Vereinbare einfach einen Termin für eine Online-Beratung, besuche eine Sparkassen-Filiale in deiner Nähe oder komm im Klub zur hohen Kante vorbei, der Filiale der Berliner Sparkasse für junge Kunden in Friedrichshain. Denn mit dem richtigen Finanzpartner auf dem Beifahrersitz bist du immer auf der Überholspur!

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