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Vermögenswirksame Leistungen: Mit Vermögenswirksame Leistungen: So lassen sich die Finanzen aufbessern! dem Chef sparen

Vermögenswirksame Leistungen: Zusatzgeld vom Chef

Der Chef hilft beim Sparen? Richtig! Sogenannte vermögenswirksame Leistungen, kurz VL oder auch VWL, machen es möglich. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche Geldleistung vom Arbeitgeber. Diese Summe fließt direkt in einen Sparvertrag und wird so monatlich angelegt. Zusätzlich kann die Sparleistung in einigen Fällen durch staatliche Zuschüsse erhöht werden. Wie das alles funktioniert, erklären wir in diesem Beitrag!
 

Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Vermögenswirksame Leistungen sind Geldbeträge, die der Arbeitgeber zugunsten des Arbeitsnehmers in einen Sparvertrag einzahlt. Möglich sind dabei folgende Varianten:

  • Fondssparpläne
  • Bausparverträge
  • Banksparpläne
  • Betriebliche Altersvorsorge (Zusatzrente ansparen)

Wird eine VL-Zahlung vereinbart, zahlt der Arbeitgeber eine bestimmte Summe pro Monat. Der Höchstbetrag, den der Arbeitgeber monatlich bezahlen kann, liegt bei 40 Euro. Zahlt er weniger, kann der Arbeitnehmer die monatliche Sparrate aus eigener Tasche aufstocken.

Wer bekommt vermögenswirksame Leistungen?

Einen generellen Anspruch auf die Zahlung vermögenswirksamer Leistungen haben Arbeitnehmer nicht. Ein solcher kann sich jedoch aus einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder dem Arbeitsvertrag ergeben. Werden grundsätzlich vermögenswirksame Leistungen gezahlt, darf der Arbeitgeber keinen Unterschied zwischen befristeten und unbefristeten Angestellten machen.

Berliner Sparkasse – Vermögenswirksames Sparen

Warum lohnt sich ein VL-Vertrag für Berufsanfänger ­und Azubis?

Vor allem Berufseinsteiger und Azubis können von vermögenswirksamen Leistungen profitieren. Aufgrund des niedrigen Einkommens besteht nämlich besonders oft die Möglichkeit, staatliche Zuschüsse in Anspruch zu nehmen. So kann über die Ausbildungszeit oder in den ersten Jahren im Beruf schon eine beachtliche Summe zusammenkommen.

Unser Tipp: Einfach direkt beim Arbeitgeber nachfragen, ob vermögenswirksame Leistungen gezahlt werden!

Wie lange läuft ein VL-Vertrag?

In der Regel erfolgt die Einzahlung über einen Zeitraum von sechs Jahren. Im Anschluss besteht eine Wartefrist bis zum Jahresende, sodass eine Auszahlung an den Arbeitnehmer spätestens nach sieben Jahren erfolgen kann.  

Vier Möglichkeiten für VL-Verträge

Es existieren vier gängige Formen von VL-Sparverträgen. Lesen Sie hier, welcher VL-Sparvertrag sich für Sie lohnt!

1. Aktienfondssparpläne
Hierbei handelt es sich um weitere Möglichkeiten, Geld zu sparen und gleichzeitig von der Arbeitnehmersparzulage zu profitieren. Holen Sie sich beim Vermögensaufbau mit Investmentfonds Unterstützung und nutzen Sie Zuschüsse von Staat und Arbeitgeber. Ist Ihr zu versteuerndes Einkommen geringer als 20.000 Euro/40.000 Euro brutto im Jahr, gibt es 20 Prozent staatliche Förderung obendrauf. Sechs Jahre lang legt Ihr Arbeitgeber regelmäßig Ihre VL-Beträge an. Danach ruht das Kapital bis zum Ende des siebten Jahres. Dann wird der Gesamtförderungsbetrag Ihrem Depot gutgeschrieben – ebenfalls in Form von Fondsanteilen. Am Anfang des darauffolgenden Jahres können Sie über Ihr angespartes Vermögen verfügen. Bitte beachten Sie, dass Aktienfondssparpläne aber auch den Schwankungen der Kapitalmärkte unterliegen und Verlustphasen durchlaufen können.

2. Bausparvertrag
Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen erhalten, können  Sie diese direkt in einen Bausparvertrag einzahlen und so eine erste Basis für spätere Wohnträume schaffen – ganz gleich, ob Sie kaufen, bauen oder renovieren möchten. Bei einem Bausparvertrag haben Sie einen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage, sofern die Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.

3. Banksparplan
Bei einem Banksparplan handelt es sich um eine Art Sparbuch, in das der Arbeitgeber einzahlt. Bei dieser Variante ist keine Arbeitnehmersparzulage möglich. Diese Anlageform ist also vor allem für Personen interessant, die aufgrund der Einkommensgrenzen keinen Anspruch auf die Förderung vom Staat haben. Darüber hinaus empfiehlt sich ein Banksparplan für Menschen, die eher konservativ anlegen wollen, da hier keine Kursschwankungen zu erwarten sind. Im Gegenzug gibt es aktuell aber nur geringe Zinsen.

4. Alternative: Altersvorsorgewirksame Leistungen
Eine Sonderform der vermögenswirksamen Leistungen sind die altersvorsorgewirksamen Leistungen, kurz AVL oder AVWL. In vielen Fällen werden nur AVL und nicht VL geboten. Das Geld, was Ihr Arbeitgeber zahlt, können Sie zum Beispiel mit monatlichen Beiträgen aus Ihrem Bruttogehalt in die betriebliche Altersvorsorge einfließen lassen.
 

Wie werden vermögenswirksame Leistungen steuerlich behandelt?

Vermögenswirksame Leistungen werden grundsätzlich auf den Bruttolohn gerechnet, wobei Steuern und Sozialabgaben fällig werden. Eine Ausnahme bilden die altersvorsorgewirksamen Leistungen. Diese gehen direkt vom Bruttolohn ab – Sie zahlen also zunächst keine Steuern auf das eingezahlte Geld. Allerdings fallen in der Auszahlungsphase Steuern an.

Arbeitnehmersparzulage: So funktioniert die Förderung durch den Staat

Unterhalb eines bestimmten zu versteuernden Einkommens und für bestimmte Sparanlagen ist es möglich, einen zusätzlichen staatlichen Zuschuss in Form einer Arbeitnehmersparzulage zu bekommen. Für Alleinstehende beträgt die Einkommensgrenze 17.900 Euro bzw. 20.000 Euro im Jahr (Stand aller Angaben: Dezember 2018). Dabei gilt der erste Wert für VL im Rahmen des Bausparens, der zweite Wert für alle anderen Anlageformen. Bei verheirateten Paaren verdoppeln sich die Einkommensgrenzen und liegen dann bei 35.800 Euro bzw. 40.000 Euro.
 

Wie hoch ist die Arbeitnehmersparzulage?

Die Arbeitnehmersparzulage wird prozentual gewährt. Auf vermögenswirksame Leistungen beim Bausparen oder für die Tilgung eines Baukredits gibt es neun Prozent auf bis zu 470 Euro pro Jahr. Der maximale staatliche Zuschuss beträgt für Alleinstehende demnach jährlich 43 Euro. Bausparer können zudem eine zusätzliche Wohnungsbauprämie erhalten. Fließen die VL in einen Sparplan für Aktienfonds, beträgt die Arbeitnehmerzulage 20 Prozent auf maximal 400 Euro pro Jahr, also 80 Euro. Bei Verheirateten verdoppeln sich die höchsten Sparzulagen entsprechend und betragen je nach Anlageform 86 Euro bzw. 160 Euro.

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