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Auslandsaufenthalt finanzieren mit staatlicher Förderung, Stipendien oder einem Studienkredit

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Auslandssemester finanzieren –  die Möglichkeiten im Überblick

Ob während des Bachelors oder erst im Master – ein Auslandssemester bietet die Chance, viele wertvolle Erfahrungen zu machen, Sprachen, Menschen und Kulturen kennenzulernen und neue Perspektiven einzunehmen. Gleichzeitig wird ein Auslandsaufenthalt immer bedeutender für die berufliche Zukunft und stellt einen wichtigen Punkt im Lebenslauf dar.  

Was Sie aus dem Auslandssemester mitnehmen, ist sicher unbezahlbar. Allerdings muss der Auslandsaufenthalt selbst finanziert werden – wir zeigen, welche Möglichkeiten Auslands-BAföG, Studienkredit und Co. bieten.
 

Der Klassiker: Das Auslands-BAföG

Ähnlich wie im Inland können Studierende auch für ein Auslandssemester staatliche Förderung durch BAföG erhalten. In den USA, Kanada, den Ländern der EU und im asiatischen Raum besteht so die Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Viele werden jetzt sicher denken: Ich bekomme ja schon kein Inlands-BAföG, dann ist eine Förderung für das Auslandssemester sicherlich ebenfalls nicht möglich. Falsch gedacht: Denn auch Studierende, die im Inland nicht BAföG-berechtigt sind, können unter Umständen Auslands-BAföG erhalten. Die Förderungssätze sind nämlich bei einer Ausbildung im Ausland gegebenenfalls höher.

Für nicht bei den Eltern wohnende Studierende werden zusätzlich zu dem monatlichen Bedarfssatz Zuschläge geleistet:

  • für nachweisbar notwendige Studiengebühren bis ca. 4.600 Euro
  • Reisekostenzuschüsse für eine (in Härtefällen zwei) Hin- und Rückfahrt(en)
  • für etwaige Zusatzkosten bei der Krankenkasse
  • Weitere Zuschläge können für höhere Lebenshaltungskosten außerhalb der EU und der Schweiz gewährt werden und differieren je nach Land

 

Auslands-BAföG beantragen – so geht’s!

  1. Laden Sie sich Antragsformulare auf der BAföG-Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung herunter.
  2. Füllen Sie den Antrag aus und reichen ihn mindestens sechs Monate vor dem geplanten Beginn des Auslandsaufenthaltes ein.

Austauschprogramme und Stipendien für das Auslandssemester

Weitere Möglichkeiten, sich den Auslandsaufenthalt zu finanzieren, sind ein Austauschprogramm und ein Stipendium.

Auslandsaufenthalt finanzieren mit dem Erasmus+-Programm

Für ein Auslandssemester innerhalb der Europäischen Union gibt es zum Beispiel das Erasmus+-Programm. Im Rahmen des Programms werden Auslandsaufenthalte zum Studieren von drei bis zwölf Monaten in mittlerweile 33 Ländern unterstützt.  

  • Als Erasmus+-Stipendiat zahlen Sie im Ausland keine Studiengebühren und es werden Ihnen je nach Ländergruppe zwischen 300 und 420 Euro im Monat ausgezahlt. Die Summe richtet sich nach den Lebenshaltungskosten in dem jeweiligen Land.
  • Die Hochschulen vergeben das Erasmus+-Stipendium direkt und legen innerhalb dieser Gruppen ihre Fördersätze fest.
  • Die Bewerbung ist in der Regel einmal pro Jahr für das Wintersemester möglich. Den Bewerbungsschluss legt die Hochschule fest.
  • Die Gewährung der Förderung ist an Bedingungen geknüpft. Werden die Mindestanforderungen an die zu erzielende Studienleistung bzw. Punkte nicht erreicht, behalten sich die Universitäten vor, das Stipendium ganz oder teilweise zurückzufordern.

 

Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)

Auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt verschiedene Stipendien für Studierende und bereits Graduierte. Auf der Website des DAAD finden Sie die aktuellen Stipendien. Zum Zeitpunkt der Bewerbung müssen Sie in der Regel mindestens zwei Semester studiert haben. Es ist ratsam, mindestens zwölf Monate vor dem geplanten Beginn des Auslandsaufenthaltes mit der Suche zu beginnen, da die Bewerbungsfristen sehr unterschiedlich sind.
 
Zu den DAAD-finanzierten Programmen gehört unter anderem das PROMOS-Stipendium (Programm zur Steigerung der Mobilität von deutschen Studierenden). Neben dem Auslandssemester werden mit dem PROMOS-Stipendium auch Auslandspraktika, Sprachkurse und Studienreisen unterstützt.

 

Auslandsaufenthalt durch Stiftung finanzieren

Eine weitere Option für ein Stipendium ist ein privater Anbieter – auch hier gibt es unterschiedliche Unterstützungsprogramme zur Auswahl, etwa von der Hans-Böckler-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Erich-Müller-Stiftung. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen bietet eine Übersicht von Stiftungen für Stipendien und Studienförderungen.

 

Der Rettungsanker: Mit einem Studienkredit den Auslandsaufenthalt finanzieren

Um das Auslandssemester zu finanzieren, können Studierende auch einen Studienkredit aufnehmen – beispielsweise bei der Berliner Sparkasse als Partner der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Voraussetzung für die Finanzierung eines Auslandssemesters ist, dass Sie weiterhin in Deutschland immatrikuliert sind. Mit Auszahlungsbeträgen von bis zu 600 Euro pro Monat sowie moderaten Rückzahlungsbedingungen bietet ein Studienkredit einkommensunabhängige Unterstützung während des Studiums im In- und Ausland.
 
Darüber hinaus gibt es beim Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Bildungskredit. Er richtet sich ausschließlich an Studierende in höheren Semestern und wartet mit einem günstigen Zinssatz sowie niedrigen Rückzahlungsraten auf. Die monatliche Auszahlungsrate liegt hier zwischen 100 und 300 Euro.

Fazit:

Auslandssemester easy finanzieren

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt zu finanzieren. An Stipendien sind natürlich mehr Bedingungen geknüpft – schließlich handelt es sich hierbei um eine Förderung, die bei Einhaltung der Kriterien nicht zurückgezahlt werden muss. Auslands-BAföG, Studienkredit oder Bildungskredit ermöglichen das finanziell entspannte Auslandssemester auch all denen, die kein Stipendium bekommen. Für alle Möglichkeiten gilt: Frühes Kümmern ist Pflicht!

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