In Zeiten steigender Mietpreise spielen zunehmend mehr Menschen mit dem Gedanken, sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen oder selbst zu bauen. Doch wie teuer darf die Immobilie sein, damit Sie Ihren Lebensstandard nicht über Jahre und Jahrzehnte zurückschrauben müssen? Wie Sie Ihr Budget realistisch berechnen, lesen Sie in diesem Beitrag.
Die Frage, wie viel Haus Sie sich leisten können, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Die entscheidendsten Parameter sind dabei Ihr Haushaltsnettoeinkommen sowie die Höhe des Eigenkapitals, das Sie in die Immobilienfinanzierung einbringen können. Hinzu kommt beispielsweise die Frage, über wie viele Jahre Sie den Kredit für Ihr Eigenheim abbezahlen wollen oder können. Folgende Faktoren wirken sich darauf aus, wie teuer Ihre gewünschte Immobilie sein darf:
Eigenkapital bei der Baufinanzierung: Wie viel Sie brauchen und was zu beachten ist
Eine der größten Hürden auf dem Weg ins Eigenheim besteht in der realistischen Kalkulation der finanziellen Möglichkeiten. Denn erfahrungsgemäß neigen viele Kaufwillige dazu, ihre finanziellen Kapazitäten tendenziell ein wenig zu optimistisch einzuschätzen – vor allem, wenn der Wunsch nach der eigenen Immobilie stark ausgeprägt ist. Bei der Beantwortung der Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten?“ sollten künftige Haus- oder Wohnungsbesitzer jedoch in jedem Fall versuchen, einen gesunden Realismus an den Tag zu legen. Schließlich soll Ihnen Ihr Eigenheim Freude sowie ein Gefühl der Sicherheit bereiten und Sie nicht um Ihren Schlaf bringen.
Im ersten Schritt ist es für Sie ratsam, einen Kassensturz zu machen, der Ihnen hilft, Ihren finanziellen Spielraum einzuschätzen. Gehen Sie dafür von Ihrem Nettohaushaltseinkommen aus: Das ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen übrig bleibt. Anschließend sollte eine exakte Aufstellung Ihrer monatlichen Ausgaben erfolgen. Dazu zählen unter anderem:
Damit Sie Ihren Lebensstandard während der Immobilienfinanzierung auf dem Ausgangsniveau halten können, dürfen Sie nicht zu knapp kalkulieren. Urlaube und größere Investitionen werden am besten mit einer Durchschnittssumme auf den einzelnen Monat heruntergebrochen.
Nach Abzug sämtlicher Ausgaben von Ihrem Haushaltsnettoeinkommen sollten Sie zusätzlich noch einen monatlichen Sicherheitspuffer einberechnen. Dieser dient beispielsweise der Finanzierung von unvorhersehbaren Posten wie einer Autoreparatur oder der Anschaffung einer neuen Waschmaschine. Die Summe, die Ihnen nach dem Abzug sämtlicher Ausgaben von Ihrem Haushaltsnettoeinkommen übrig bleibt, können Sie für die Finanzierung Ihres Eigenheims aufwenden. Experten empfehlen, dass die monatlich abzubezahlende Rate 30 bis 35 % des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigen sollte.
Doch neben Ihrem Einkommen wirkt sich auch Ihr Eigenkapital nicht unwesentlich auf die Frage aus, wie viel Haus Sie sich leisten können. Schließlich beeinflusst die Höhe des Eigenkapitals die Höhe und Laufzeit Ihres Darlehens sowie den Zinssatz. Auch was das Eigenkapital betrifft, gibt es eine Faustregel: Im Idealfall deckt dieses bereits 20 bis 30 % der Gesamtkosten.
Wenn Sie ermitteln wollen, wie viel Immobilie Sie sich leisten können, sollten Sie zudem nicht nur vom eigentlichen Kaufpreis, sondern von den anfallenden Gesamtkosten ausgehen. Denn zum Kaufpreis gesellen sich nicht unerhebliche Nebenkosten hinzu, die nochmals bis zu 15 % des Immobilienpreises ausmachen können. Unter die Nebenkosten fallen:
Bedenken Sie außerdem, dass im Laufe der Jahre zusätzliche Renovierungs- und Sanierungskosten anfallen können, beispielsweise für die Reparatur des Daches, den Anstrich der Außenfassade oder ein neues Heizungssystem. Auch wenn sich diese Kosten möglicherweise erst in zehn oder 20 Jahren nach dem Hauskauf einstellen, sollte im Finanzierungsplan für Ihre Immobilie dafür bereits ein Puffer eingerechnet werden. Dazu bietet es sich an, mit einem Bausparvertrag vorzusorgen und sich so ein zinsgünstiges Darlehen für die Zukunft zu sichern (Faustformel: 10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr).
Auch wer eine Eigentumswohnung kaufen will, muss zusätzliche Kosten für den Werterhalt der Immobilie einkalkulieren. Mit der Instandhaltungsrücklage zum Beispiel müssen Wohnungseigentümer ebenfalls Sanierungsmaßnahmen für das ganze Haus zu einem gewissen Teil mitfinanzieren. Die Instandhaltungsrücklage ist Bestandteil des Hausgeldes.
Im Budgetrechner der Berliner Sparkasse können Sie sich einen ersten Eindruck darüber verschaffen, wie viel Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung kosten darf. Da eine solide Immobilienfinanzierung von vielen Faktoren abhängt und es unterschiedliche Finanzierungsmodelle gibt, empfiehlt es sich, in jedem Fall eine persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Immobilien-Experten der Berliner Sparkasse beraten Sie gerne zu Ihren individuellen Optionen und Fördermöglichkeiten.
Gefragte Lage, schöner Garten und das gewisse Extra – alte Häuser haben oft einen ganz besonderen Charme. Der Käufer spart sich den Stress eines Neubaus, kann meist schnell einziehen und weiß, was ihn erwartet. Vorausgesetzt, er hat das Objekt vorab genau gecheckt.
Welche Sofortmaßnahmen sollten Mieter bei einem Wasserschaden ergreifen, was müssen Vermieter tun und welche Versicherung zahlt? Alle Infos hier!
Was ist ein Smart Home und lohnt es sich? Unser Ratgeber für das intelligente Zuhause erläutert, welcher Maßnahmen sinnvoll sind – und welche nur Spielerei.
Wir, als Ihre Sparkasse, verwenden Cookies, die unbedingt erforderlich sind, um Ihnen unsere Website zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie Ihre Zustimmung erteilen, verwenden wir zusätzliche Cookies, um zum Zwecke der Statistik (z.B. Reichweitenmessung) und des Marketings (wie z.B. Anzeige personalisierter Inhalte) Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website zu verarbeiten. Hierzu erhalten wir teilweise von Google weitere Daten. Weiterhin ordnen wir Besucher über Cookies bestimmten Zielgruppen zu und übermitteln diese für Werbekampagnen an Google. Detaillierte Informationen zu diesen Cookies finden Sie in unserer Erklärung zum Datenschutz. Ihre Zustimmung ist freiwillig und für die Nutzung der Website nicht notwendig. Durch Klick auf „Einstellungen anpassen“, können Sie im Einzelnen bestimmen, welche zusätzlichen Cookies wir auf der Grundlage Ihrer Zustimmung verwenden dürfen. Sie können auch allen zusätzlichen Cookies gleichzeitig zustimmen, indem Sie auf “Zustimmen“ klicken. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit über den Link „Cookie-Einstellungen anpassen“ unten auf jeder Seite widerrufen oder Ihre Cookie-Einstellungen dort ändern. Klicken Sie auf „Ablehnen“, werden keine zusätzlichen Cookies gesetzt.