Neubau: 5 wichtige Tipps für Bauherren

Ein eigenes, nach den persönlichen Wünschen errichtetes Haus – davon träumen viele Menschen in Berlin. Doch worauf sollten Sie als Bauherr achten, wenn Sie ein Neubauprojekt planen? Welche Kostenfallen gibt es und wie lässt sich die Finanzierung optimal gestalten? Helge Tausendfreund, Leiter eines ImmobilienCenters bei der Berliner Sparkasse, gibt einen Einblick in die wichtigsten Aspekte rund um den Neubau in der Hauptstadt. Außerdem hält der Experte fünf Tipps aus der Praxis bereit und erklärt, wie die Berliner Sparkasse Sie als Bauherren dabei unterstützt, Ihren persönlichen Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

Helge Tausendfreund, Leiter des ImmobilienCenters

Neubauten: Moderne Bauweise mit vielen Vorteilen

Ein Neubau bietet zahlreiche Vorzüge, die von der modernen Ausstattung bis zur individuellen Planung reichen. „Bei einem Neubau haben Bauherren die Möglichkeit, ihre Immobilie von Anfang an nach ihren eigenen Wünschen zu gestalten“, erläutert Helge Tausendfreund. Moderne Baustandards gewährleisten dabei einen hohen Wohnkomfort und eine bessere Energieeffizienz. Ein weiterer Vorteil: Neubauten erfüllen in der Regel die aktuellen energetischen Anforderungen und sind daher oft günstiger im Unterhalt. Eine hochwertige Dämmung, effiziente Heizsysteme und die Nutzung erneuerbarer Energien sorgen für niedrige Betriebskosten und einen kleineren CO₂-Fußabdruck. Auch moderne Smart-Home-Technologien lassen sich in Neubauten leichter integrieren als in Bestandsgebäuden. Eine intelligente Heizungssteuerung, smarte Beleuchtungssysteme und Sicherheitslösungen erhöhen die Lebensqualität im Alltag und helfen dabei, Energie zu sparen sowie die Betriebskosten zu senken. Doch bevor es an die Wahl der Heizung oder der Beleuchtung geht, müssen grundlegende Dinge wie die Finanzierung des Neubaus geklärt sein.

5 Tipps vom Experten für eine erfolgreiche Neubauplanung

Tipp 1: Durch gründliche Vorbereitung Überraschungen vermeiden

Bevor der Neubau beginnt, ist eine gründliche Planung unerlässlich. Ein passendes Baugrundstück zu finden, ist der erste große Schritt. Dabei sollten Sie die Lage, Infrastruktur, Verkehrsanbindung und Nachbarschaft sorgfältig prüfen. Zudem ist es wichtig, die Bebaubarkeit des Grundstücks frühzeitig mit dem Bauamt, der Gemeinde oder Architekten abzuklären. Beantworten Sie vorab Fragen wie: Ist das Grundstück voll erschlossen? Wie groß darf die Grundfläche des Gebäudes sein? Welche Abstandsgrenzen zur Grundstücksgrenze sind einzuhalten? Einen weiteren Ratschlag hat Helge Tausendfreund. Er empfiehlt, bereits während der Suche nach einem passenden Baugrundstück das sogenannte „Probewohnen“ zu praktizieren. Hierbei sparen Sie die Differenz zwischen den künftigen, höheren Wohnkosten, also der Darlehensrate und den Bewirtschaftungskosten, und der aktuellen Warmmiete zum Beispiel auf einem Bausparvertrag oder Tagesgeldkonto an. Diese Methode hilft dabei, sich frühzeitig an die höhere finanzielle Belastung zu gewöhnen und gleichzeitig Eigenkapital aufzubauen, sodass sich Ihre Optionen beim Grundstückskauf oder beim Neubau erweitern. Gut zu wissen: Die Berliner Sparkasse unterstützt Sie als Kunden bei der Findung des passenden Baugrundstücks.

Tipp 2: Die Kosten gewissenhaft kalkulieren

Der Experte rät außerdem dazu, frühzeitig eine detaillierte Kostenaufstellung anzufertigen. „Die DIN 276 bietet eine gute Grundlage, um die Baukosten im Detail zu erfassen und spätere Überraschungen zu vermeiden“, so der Neubau- und Finanzierungsspezialist. Die DIN 276 listet Kostenpunkte wie Grundstückswert, Maßnahmen vor Beginn des Bauvorhabens oder auch Baukonstruktionen detailliert auf. Zusätzlich sollten Sie als Bauherr alle denkbaren Zusatzkosten berücksichtigen – etwa für die Erschließung des Grundstücks, Außenanlagen oder die Baustellensicherung. Auch die Baunebenkosten dürfen nicht unterschätzt werden. Dazu zählen unter anderem die Bauzeitzinsen, die für den Immobilienkredit während der Bauzeit anfallen, behördliche Gebühren, zum Beispiel für das Prüfen der Statik oder die Baugenehmigung sowie Erschließungskosten zur Anbindung des Grundstücks an die öffentliche Infrastruktur, einschließlich möglicher öffentlicher Erschließungskosten, etwa für die Erweiterung der Kanalisation oder den Bau von Straßen. Diese Positionen können schnell einen fünfstelligen Betrag erreichen.

Tipp 3: Förderungen bei der Neubaufinanzierung einbeziehen

Haben Sie die Kosten für den Neubau kalkuliert, sollten Sie Ihr Budget realistisch einschätzen. Außerdem geht es nun darum, sich um eine solide Baufinanzierung zu kümmern. Diese setzt sich grundsätzlich aus drei Säulen zusammen: Eigenkapital, Darlehen und Fördermittel. Die Berliner Sparkasse unterstützt Sie als Bauherr dabei, verschiedene Finanzierungsmodelle zu vergleichen und die besten Konditionen zu sichern. „Gerade in Zeiten steigender Baukosten und Zinsen ist eine maßgeschneiderte Finanzierung entscheidend. Wir beraten die Bauherren umfassend zu den verfügbaren Optionen und ermitteln die beste Lösung, um diese dann direkt bei der KfW für den Kunden zu beantragen. So lassen sich die monatlichen Raten senken und die Finanzierung langfristig stabil gestalten“, gibt Helge Tausendfreund einen Einblick in die Praxis.

Bei einem Neubauvorhaben binde die Berliner Sparkasse grundsätzlich immer Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in die Finanzierungsplanung ein. Sowohl das „Wohneigentumsprogramm“ als auch das neue Programm „Klimafreundlicher Neubau“ ermöglichen es jeweils, günstige Darlehensmittel bis zu 100.000 Euro über die KfW für den Neubau zu beantragen, weiß der Experte. Gefördert wird Wohnraum, der zur Selbstnutzung vorgesehen ist. Als Bauherr müssen Sie dafür nicht selbst aktiv werden – diesen Part übernehmen die Beraterinnen und Berater der Berliner Sparkasse vollständig und integrieren die KfW-Darlehen direkt in die Finanzierungsstruktur. Die Voraussetzung ist natürlich, dass die Vorgaben der KfW erfüllt werden. 

Helge Tausendfreund erklärt: „Unsere Finanzierungsexperten von der BSK stimmen die Konditionen dabei exakt auf die Wünsche und Möglichkeiten unserer Kunden ab. Dies umfasst die optimale Zinsfestschreibungsdauer, einen angemessenen Tilgungssatz und damit die monatliche Gesamtbelastung, sowie die Gesamtlaufzeit der Finanzierung.“ Gemeinsam mit dem Kunden wird so eine intelligente Finanzierung entwickelt, die genau auf die individuellen Bedürfnisse, Lebensumstände und finanziellen Möglichkeiten zugeschnitten ist. Neben dem Sollzinssatz und der Tilgung spielten auch die Auszahlungsbedingungen und die bereitstellungszinsfreie Zeit eine wichtige Rolle, so der Experte. Und die Berliner Sparkasse biete in dieser Beziehung einen klaren Vorteil: „Unsere Bauherren haben 24 Monate Zeit, die Darlehensmittel abzurufen – ohne dass für die Bereitstellung des Sparkassen-Baukredits Kosten anfallen. Damit unterscheiden wir uns deutlich von den meisten Mitbewerbern.“

Tipp 4: Expertenrat zu Verträgen und zur Bauabnahme einholen

Beim Neubau kommen neben finanziellen Fragen häufig Fragen zur Vertragsgestaltung auf, bei denen unsere Kunden von der Expertise und Erfahrung unserer Finanzierungsexperten profitieren. „Viele Bauverträge enthalten komplexe Klauseln, die nicht immer leicht verständlich sind“, berichtet Helge Tausendfreund. „Wir empfehlen daher, die Verträge gründlich zu prüfen und bei Unsicherheiten professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.“ Bereits beim Grundstücksankauf sei besondere Sorgfalt geboten, um Verzögerungen im Bauvorhaben zu vermeiden. Entscheidend sei es, alle relevanten Vertragsaspekte zu berücksichtigen, beispielsweise eine ausreichende Belastungsvollmacht oder die rechtzeitige Räumung des Grundstücks. Zudem sollte eine sorgfältige Prüfung etwaiger Lasten und Beschränkungen im Grundbuch erfolgen, um unvorhergesehene Hindernisse auszuschließen. Besonders wichtig seien auch Festpreisvereinbarungen und eine klare Definition der Bauleistungen. Deshalb sollten Sie eine detaillierte Bau- und Leistungsbeschreibung verlangen, die alle verwendeten Materialien, geplanten Arbeiten und Bauzeiten genau auflistet. Auch die Bauabnahme ist häufig ein kritischer Punkt. „Wir empfehlen, eine Abnahme stets gemeinsam mit einem Sachverständigen durchzuführen. So lassen sich Mängel frühzeitig erkennen und beheben.“

Tipp 5: Sich während und nach der Bauphase gut absichern

Und was ist, wenn beim Neubauprojekt tatsächlich etwas schiefgeht? Dann ist es wichtig, vollumfänglich abgesichert zu sein. „Eine Bauherrenrechtsschutzversicherung ist sinnvoll – sie schützt vor rechtlichen Auseinandersetzungen mit Baufirmen oder Handwerkern“, so der Experte. „Hier hat unser Kooperationspartner, die ÖRAG, ein Produkt mit Alleinstellungsmerkmal, das am Versicherungsmarkt einzigartig ist. Ergänzend dazu empfiehlt sich eine Bauleistungsversicherung, die Schäden durch höhere Gewalt, Vandalismus oder Materialfehler während der Bauphase abdeckt.“ Auch die Bauherrenhaftpflichtversicherung sei wichtig, um sich gegen Schadensersatzansprüche Dritter abzusichern – etwa, wenn ein Passant auf der Baustelle zu Schaden kommt. „Eine Feuerrohbauversicherung ist während der Bauphase ebenfalls unverzichtbar – sie schützt vor Schäden durch Feuer, Sturm oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen“, berichtet er. Und nach der Fertigstellung greife die Wohngebäudeversicherung, um die Immobilie gegen Schäden abzusichern.

Berliner Sparkasse: Unterstützung von der Planung bis zur Fertigstellung

Die Berliner Sparkasse begleitet Sie als Bauherren während des gesamten Neubauprozesses – von der ersten Beratung bis zur Schlüsselübergabe. „Unsere Experten stehen unseren Kunden mit Fachwissen und Erfahrung zur Seite“, erzählt Helge Tausendfreund. „Wir unterstützen nicht nur bei der Finanzierung, sondern auch bei der Planung, der Vertragsgestaltung und der Absicherung des Projekts.“ Das Ziel: Als Bauherr sollen Sie Ihren Traum vom Neubau mit einem guten Gefühl und einer sicheren finanziellen Basis verwirklichen können. „Wir möchten, dass unsere Kunden mit ihrem Neubauprojekt langfristig zufrieden sind – sowohl in finanzieller als auch in baulicher Hinsicht“, fasst er zusammen.

Neubau mit der Berliner Sparkasse – gut vorbereitet in die Zukunft

Der Neubau einer Immobilie ist eine langfristige Investition und eine Altersvorsorge, die schon nach Fertigstellung genutzt werden kann. Beides sollte gut durchdacht und geplant werden. Wer sich frühzeitig informiert, alle Kosten realistisch einschätzt und die passenden Fördermittel nutzt, kann sein Neubauprojekt erfolgreich realisieren. Die Berliner Sparkasse unterstützt Sie mit maßgeschneiderten und klugen Finanzierungslösungen, umfassender Beratung und einem starken Netzwerk aus Expertinnen und Experten. „Wie wichtig ein kompetenter und verlässlicher Finanzierungspartner wirklich ist, kann jeder richtig einschätzen, der schon einmal in seinem Leben gebaut hat. Das ist häufig viel wichtiger als nur der reine Darlehenszinssatz“, weiß Helge Tausendfreund. Sie möchten mehr zum Thema Neubau und Finanzierung wissen? Wir stehen Ihnen sowohl in einer Filiale in Ihrer Nähe als auch gerne telefonisch unter 030 / 869 86906 mit Rat und Tat zur Seite. Vereinbaren Sie einfach einen Termin!

Ihr nächster Schritt:

Weitere Informationen erhalten Sie im persönlichen Gespräch. Nutzen Sie unsere Online-Terminanfrage oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter 030 869 869 06

Beratungswochen für Immobilien­interessenten und -eigentümer

Wie finde ich meine Wunschimmobilie? Wie viel Immobilie kann ich mir überhaupt leisten? Und wie funktioniert die Baufinanzierung? Fragen über Fragen, die Ihnen unsere kompetenten Spezialisten alle gerne beantworten. Kommen Sie zu unseren Beratungswochen – hier dreht sich alles um die eigenen vier Wände.

Tipps & Ratgeber zum Thema Eigenheim

Noch mehr Wissenswertes rund um die eigene Immobilie finden Sie auf unseren Ratgeber-Seiten. 

 Cookie Branding
i