Anmelden
DE

Privatvermögen schützen: Welche Kapitalanlagen eignen sich als Inflationsschutz?

Privatvermögen schützen: Welche Kapitalanlagen eignen sich als Inflationsschutz?

In Zeiten anhaltend niedriger Zinsen können Sparer mit Kapitalanlagen, die zumindest die Inflation ausgleichen, ihr Vermögen vor Entwertung schützen.

Hier kommen unsere Empfehlungen für Kapitalanlagen zum Inflationsschutz!

Sparer haben es in Deutschland immer schwerer: Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase droht eine stete Entwertung des Privatvermögens. Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt zwar das Ziel, die Inflationsrate mittelfristig unter, aber nahe 2,0 Prozent zu halten – und die Teuerung überstieg in den vergangenen Jahren auch nur selten diese von der EZB als Preisstabilität definierte Marke. Die Zinsen für Kapital­anlagen haben jedoch schon seit Längerem einen historischen Tiefstand erreicht und können selbst eine geringe Inflationhäufig nicht ausgleichen. Wird eine Kapitalanlage lediglich mit 1,0 Prozent verzinst, ergibt sich beispielsweise bei einer zweiprozentigen Inflation eine negative Realverzinsung. Das Ergebnis: Der Wert des Privatvermögens sinkt. Um langfristig das Vermögen schützen zu können, sollte es wenigstens verlustfrei angelegt werden. Das bedeutet: Die Zinsen sollten mindestens den Kaufkraftverlust durch Inflation verhindern. Doch welche Kapitalanlagen eignen sich überhaupt noch zum Inflationsschutz?
 

Tages- und Festgeld – geringe Zinsen für die eiserne Reserve

Im Februar dieses Jahres lag die Inflationsrate lediglich bei 1,4 Prozent. Die klassischen Sparformen wie Sparbuch und Tagesgeld können allerdings selbst diese geringe Inflation nicht mehr ausgleichen. Die jährliche Verzinsung beträgt beim Tagesgeld aktuell höchstens ein Prozent. Diese Form der Kapitalanlage sollte daher nur für die eiserne Reserve genutzt werden. Um eine überraschende Autoreparatur oder Ähnliches begleichen zu können, empfehlen Anlageexperten, zwei bis drei Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Denn auf dieses können Sparer – wie der Name schon sagt – täglich zugreifen.Auch beim Festgeld sind die Zinsen nur geringfügig höher, derzeit können maximal 2,0 Prozent pro Jahr erzielt werden. Eine solche Kapitalanlage würde aktuell also theoretisch genügen, um den Wert des Privatvermögens zu erhalten. Werden jedoch auch die auf den Kapitalertrag zu zahlenden Steuern berücksichtigt, sieht die Rechnung schnell ganz anders aus. Wer sein Privatvermögen schützen möchte, sollte sein Portfolio daher um einige höherverzinsliche Kapitalanlagen erweitern.
 

Privatvermögen mit Aktien schützen: Anleger sollten langfristig denken

Einebekannte Faustregel zum Thema Kapitalanlage besagt: Mit Aktien können Sparer selbst in Zeiten hoher Inflation ihr Vermögen schützen. Da die Kurse jedoch deutlichen Schwankungen unterliegen, gelten Aktien zugleich als risikoreiche Kapitalanlage. Es sollte daher nur ein Teil des Privatvermögens in Aktien investiert werden. Die maximale Quote sollte laut der Aktion „Finanzwissen für alle“ etwa 100 Prozent abzüglich des Lebensalters betragen. Hintergrund dieser Faustregel: Je jünger Anleger sind, desto mehr Zeit haben sie, etwaige Verluste wieder auszugleichen. Allerdings sollte diese Rechnung nur als grobe Orientierung dienen, da neben dem Alter vor allem auch die individuelle Vermögens- und Lebenssituation sowie die Risikobereitschaft entscheidend sind. So kann die Aktienquote bei Menschen mit geringerer Risikobereitschaft und -tragfähigkeit sehr niedrig ausfallen, selbst wenn sie noch jung sind. In jedem Fall sollten Sparer bei dieser Kapitalanlage einen langen Atem beweisen und auf einen breiten Aktienindex mit vielen verschiedenen Unternehmenstiteln setzen. Denn dann stehen die Chancen gut, sein Privatvermögen vor Inflation zu schützen. Unterstützung bei der professionellen Vermögensverwaltung bieten die Wertpapierexperten der Berliner Sparkasse. Im Fokus der maßgeschneiderten Konzepte rund um Kapitalanlagen stehen stets der langfristige Erhalt und die Optimierung des Privatvermögens.
 

Investition in Betongold – Kapitalanlage zum Inflationsschutz?

Immobilien gelten seit jeher als ausgesprochen wertstabil und werden daher gerne für den Inflationsschutz genutzt. Doch nicht immer ist das Betongold wirklich dazu geeignet, das Privatvermögen zu schützen. Experten zufolge kommt es auf das jeweilige Objekt an. Angesichts der demografischen Entwicklung könnte die Nachfrage und damit der Wert von Eigenheimen künftig sinken. Denn die Bevölkerungsgruppe der 30- bis 45-Jährigen, die diese Immobilien vorrangig nachfragen, nimmt kontinuierlich ab. Die Anzahl an Singlehaushalten, die vor allem kleinere Wohnungen benötigen, nimmt hingegen zu. In diesem Segment wird daher auch künftig mit steigenden Immobilienpreisen gerechnet. Wer ein Immobilieninvestment als Kapitalanlage erwägt, setzt also am besten auf Mehrparteienwohnhäuser mit guter Mieterstruktur in wirtschaftlich starken Gegenden wie Berlin, Stuttgart, München oder Hamburg. Allerdings gilt wie bei Aktien auch: Es sollte nicht das gesamte Vermögen in Immobilien investiert werden. Denn falls die Immobilienpreise nicht wie erwartet steigen oder sogar sinken, schmilzt auch der Wert des Vermögens.

Statt ganze Immobilien zu kaufen, können Anleger auch mit kleinen Beträgen investieren, indem sie regelmäßig Immobilienaktien oder Anteile an Immobilienfonds erwerben. Vor einer solchen Kapitalanlage sollte aber unbedingt ein Blick ins Fonds- oder Unternehmensportfolio geworfen werden. Denn ob ein Immobilien­investment erfolgversprechend ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa:

  • Lage der Immobilie
  • Anzahl der vermieteten Wohneinheiten
  • Mietdauer
  • Indexierter Mietvertrag (Möglichkeit der Mieterhöhung bei steigender Inflation)

 

Vermögen schützen: Edelmetalle als ergänzende Kapitalanlage

Um das Vermögen vor Inflation zu schützen, kann nicht zuletzt eine Kapitalanlage in Sachwerte sinnvoll sein. Empfehlenswert sind etwa Edelmetalle wie Gold, Platin und Silber, da diese nicht beliebig vermehrbar sind. Angesichts des anhaltenden Niedrigzinsniveaus und der Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten Edelmetalle als sicherer Hafen künftig sogar noch attraktiver werden. Und eine erhöhte Nachfrage bei konstantem Angebot lässt bekanntermaßen den Preis eines Gutes steigen. Eine Investition in Edelmetalle ist aber immer auch eine spekulative Kapitalanlage, daher sollten nur fünf bis zehn Prozent des Privatvermögens in Gold und Finanzprodukte mit Gold als Basiswert angelegt werden.Den Königsweg in Sachen Inflationsschutz gibt es nicht, denn keine Kapitalanlage bietet einen vollständigen Schutz vor einer Geldentwertung und ist zugleich frei von einem Verlustrisiko. Experten raten daher, das Vermögen breit zu streuen und auf verschiedene Kapitalanlagen zu verteilen.

 Cookie Branding
i