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Berliner Sparkasse – Anlegerfrage Immobilienanlagen

Erschienen im Tagesspiegel  am 10.01.2019
Anlegerfrage an Klaus Kramer, Direktor Private Banking der Berliner Sparkasse

Wie kann ich in Immobilien investieren, ohne mir ein Eigenheim zu kaufen?

 

Quadratmeter in Berlin sind gefragter denn je. Internationale Investoren, Handel und Unternehmen, jährlich Zehntausende Zuzügler und insbesondere auch die Berliner selbst – sie alle lassen in der Stadt die Baukräne kreisen. Wer an diesem Boom teilhaben möchte, muss nicht zwingend selbst in Beton investieren.

Man kann sich stattdessen auch an Bauprojekten beteiligen, etwa an Büroquartiers, Einkaufszentren oder Konzerthäusern. Denn einige solcher Bauvorhaben, die für Private ansonsten mehrere Hausnummern zu groß sind, werden über sogenannte REITs realisiert: Real Estate Investment Trusts, sprich Aktiengesellschaften aus der Immobilienbranche. Über ihre Aktien, die jederzeit an der Börse gehandelt werden können, sammeln REITs Anlegergelder für Bauprojekte ein. Erträge generieren sie vor allem aus Vermietung, Verpachtung oder Immobilien-Verkauf und müssen diese – im Erfolgsfall – fast vollständig in Form von oft üppigen Dividenden an die Anleger weitergeben.

Wer statt auf spezielle Immobilien lieber auf Unternehmen aus der Branche setzt, sollte die klassische Immobilienaktie nutzen. Der Boom spiegelt sich darin wider: Die Dividende des DAX-Wohnungsunternehmens Vonovia zum Beispiel dürfte 2019 bei knapp 4 Prozent  liegen. Noch dazu fallen Immobilienaktien in der aktuell unruhigen Börsenlandschaft derzeit durch Stabilität auf. Gleichwohl sind sie stark gekoppelt an den Unternehmenserfolg, Immobilienpreise und die Branchenlage insgesamt. 

Daher dürften sich sicherheitsbewusste Anleger bei offenen Immobilienfonds besser aufgehoben fühlen. Diese sind  international aufgestellt und investieren zur Risikostreuung in viele Gewerbeimmobilien. Die Entwicklung solcher Fonds ergibt sich aus Miet- und Zinseinnahmen sowie der Bewertung der enthaltenen Immobilien. Zudem gilt eine Mindesthaltefrist von zwei Jahren für Neuanleger. Schwankungen sind daher insgesamt unwahrscheinlicher als bei Aktien. Das dämpft die Rendite: Zwei bis drei Prozent sind üblich.
 

Fazit

Grundsätzlich empfiehlt sich ein eher langfristiger Horizont. Für Immobilienaktien sprechen höhere Ertragschancen und Flexibilität, für Fonds mehr Sicherheit bei geringeren, aber im Niedrigzinsumfeld ansehnlichen Renditen. Warum aber nicht eigene vier Wände und Wertpapiere kombinieren?  Zumindest das Gedankenspiel sollte erlaubt sein, denn es gibt sie: Bezirke abseits des Hypes, mit Quadratmeterpreisen für Eigentumswohnungen, die man in Berlin nicht mehr erwarten würde.

 
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