UNITE Sciences e. V. Gründungsveranstaltung; Foto: UNITE/Peter Mate

UNITE: Startup Factory für Berlin und Brandenburg geht an den Start

Mehr Hightech-Ausgründungen „made in Germany“ – das ist das Ziel von UNITE, einem starken Verbund aus Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen aus Berlin und Brandenburg. Als einer der Hauptpartner ist auch die Berliner Sparkasse  dabei, um die Startup-Landschaft zu stärken. 

Seit Juli ist es offiziell: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt UNITE mit einer Förderung über zehn Millionen Euro. Hinzu kommen nochmal über zehn Millionen Euro aus Wirtschaft und Gesellschaft. Unter dem Namen UNITE haben 35 Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie zahlreiche Unternehmen, Stiftungen und Investoren ihren Gründungsinitiativen einen gemeinsamen Partner gegeben. Zuvor hatte UNITE den vom BMWE ausgelobten Leuchtturmwettbewerb „Startup Factories“ gewonnen. „Um die Zukunft zu gewinnen, brauchen wir nicht nur die bereits etablierten Unternehmen, sondern solche, die es noch werden wollen“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche auf dem Event, bei dem bundesweit zehn Startup Factories ausgelobt wurden. „In den Startup Factories entstehen die Startups von morgen und Scaleups von übermorgen. Schon heute hat unser Land eine lebendige Startup-Kultur.

Startup-Initiativen effizient bündeln

Hinter UNITE als Organisation stehen Laura Möller und Christoph Krüger als Geschäftsführung, unterstützt durch Stefanie Molthagen-Schnöring als Chief Scientific Officer. Noch steht das Führungsduo quasi in den Startlöchern, denn der operative Betrieb wird erst 2026 richtig losgehen. Momentan werden die Strukturen aufgebaut und das inhaltliche Konzept, mit dem UNITE als Startup Factory ausgewählt wurde, konkretisiert. „Ein wichtiger Punkt ist Entrepreneurship Education, wir wollen die Idee des Unternehmertums in die Breite tragen“, erklärt Laura Möller, die gleichzeitig Direktorin bei AI NATION in Berlin ist. „Wir haben 250.000 Studierende in der Region Berlin-Brandenburg, davon sind 50.000 in den Ingenieursfächern unterwegs. Es ist also viel Potenzial da für wissenschaftliche Ausgründungen. Hinzu kommt, dass wir in Berlin eine schon bestehende starke Startup-Szene haben, in der es ja auch Talente gibt, die für uns eine interessante Zielgruppe darstellen.“ 

UNITE soll letztlich das fragmentierte Ökosystem effizienter und stärker machen, um die Zahl der Gründungen zu erhöhen und diese auch nachhaltiger zu machen. „Die bestehenden Startup-Inkubatoren der Hochschulen werden wir nicht ersetzen, aber besser miteinander verzahnen“, so Laura Möller. „Wir wollen erreichen, dass Studierende mit erfahrenen Gründerinnen und Gründern im Austausch sind. Dafür braucht es eine kritische Masse, die die einzelnen Startup-Initiativen der Hochschulen alleine nicht schaffen würden.“

Gründungsexperten von UNITE: Christoph Krüger und Laura Möller

Mehr und größere Startups schaffen

Als Gründungsexperte aus der Praxis ist Christoph Krüger als zweiter Geschäftsführer bei UNITE eingestiegen. Christoph Krüger hat selbst erfolgreiche Startups ins Leben gerufen oder begleitet und auch als Business Angel gearbeitet. Auch er sieht in UNITE eine gute Möglichkeit, das wissenschaftliche Gründungspotenzial zu stärken: „Wir haben in Berlin und Brandenburg die gesamte Bandbreite von Hochschulen, die sehr ausgründungsnah sind und welche, die da noch nicht so weit sind. Wir suchen diverse Gründungsteams und die findet man im Zweifel in der Kombination unterschiedlicher Wissenschaftspartner.“

Wichtig ist Christoph Krüger auch, die Startups erfolgreich in die zweite Phase zu bringen, also zu einem gesunden Wachstum zu verhelfen. „Wir wollen, dass mehr Startups entstehen und dass diese auch größer und erfolgreicher werden. Es gibt viele Programme für die ganz frühe Phase, aber wir sehen Ergänzungsbedarf in einer Phase, wo es schon zehn bis 20 Mitarbeitende gibt. Wie wächst man am besten auf 100 Mitarbeitende? Wie skaliert man den Vertrieb? Wie standardisiert man Produkte? Hierbei können auch erfahrene Gründer ihre Erfahrungen einbringen, von denen Startups profitieren können.“

Berliner Sparkasse von Anfang an dabei

Um als Startup Factory ausgewählt zu werden und die Förderung vom BMWE zu bekommen, musste UNITE selbst Kapital aus der Wirtschaft einwerben. „Hierbei hat sich die Berliner Sparkasse früh als relevanter Partner committet und somit eine ganz wichtige Rolle gespielt“, erklärt Laura Möller. „Das hat uns bei einigen Gesprächen sehr geholfen.“

Inzwischen zählt UNITE zu den großen Schwerpunktthemen im gesellschaftlichen Engagement der Berliner Sparkasse. Für die Berliner Sparkasse bedeutet das auch eine Zunahme der Sichtbarkeit und Spürbarkeit in die einzelnen Gründungszentren der Berliner Hochschulen hinein, wie zum Beispiel in Science & Startups, der Gründungsinitiative von FU, HU und TU und dem HTW-Gründungszentrum. 

Berliner Sparkasse und UNITE: v.l.n.r. Corinna Ehmke, Brian Roters, Dr. Christian Segal, Laura Möller, Olaf Schulz, Christoph Krüger

„Die Berliner Sparkasse ist seit vielen Jahren Förderin und Partnerin der Universitäten und Hochschulen. Als Gründungsmitglied und Ankerpartnerin von UNITE tragen wir zudem maßgeblich zur Förderung der Wissenschaft und Wirtschaft und damit des Startup-Ökosystems unserer Hauptstadtregion bei. Mit der Prämierung von UNITE als Startup Factory beginnt nun die wichtigste Phase: Neue zukunftsweisende Startups zu finden und zu fördern, um so die Hauptstadtregion zum internationalen Startup-Hotspot zu entwickeln. Damit das Zukunftsversprechen auch eingehalten wird. So haben wir es uns gemeinsam vorgenommen“, so Olaf Schulz, Vorstand der Berliner Sparkasse.

„Unser Anspruch ist, der nächsten Unternehmer:innen-Generation das Feld zu bereiten, gerade auch denen, die wirtschaftsfern studieren und forschen“, resümiert Christoph Krüger. „Ich bin Vater von zwei Töchtern und ich wünsche mir, dass wir es der nächsten Unternehmer-Generation so leicht wie möglich machen, zu gründen und neue Unternehmen aufzubauen. Ich bin fest überzeugt, dass dies unserer Region nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich helfen würde. Und das wäre doch super.“

joinunite.de

Die Berliner Sparkasse setzt sich auf vielfältige Weise für die Berliner Wirtschaft und junge Gründerinnen und Gründer aus Berlin ein. Als Markführer im Gründungsgeschäft haben wir ein umfangreiches Netzwerk zu Venture Capital, Gesellschaften, Universitäten, Verbänden und Unternehmen. 

Für die Gründungskultur Berlins

Wir sind ein verlässlicher Partner für die Berliner Wirtschaft. Wir fördern junge Talente an den Berliner Hochschulen, unterstützen Businesswettbewerbe und begleiten junge Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

Branchenkompetenz für Start-ups

Wenn es um Ihre Finanzen geht, sind wir auch in der Gründungsphase Ihr verlässlicher Partner. Profitieren Sie von der Expertise unseres Start-up-Teams - von der Eröffnung des Firmenkontos bis zur Kapitalbeschaffung. 

Wir übernehmen Gesellschaftliches Engagement für unsere Stadt.
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