Willkommen in der Brain City

Mit 40 Hochschulen und über 70 außeruniversitären Forschungseinrichtungen zählt Berlin zu den größten und vielfältigsten Wissenschaftsstandorten Europas. Unsere Stadt ist Anziehungspunkt für Forschende aus aller Welt und ein besonderer Lern- und Erlebnisort für wissenshungrige Berlinerinnen und Berliner. 

Die Spreeinsel in Berlin-Mitte ist bekannt durch berühmte Bauwerke wie dem Berliner Dom, das Bode-Museum oder das neu errichtete Berliner Stadtschloss mit dem Humboldt Forum. Noch etwas südlich davon steht das PETRI Berlin, ein Archäologie-Lab, das in der Form einmalig ist in Deutschland.

Blick hinter die Kulissen

Seit Juni 2025 hat das PETRI geöffnet und lädt Interessierte ein, die sich mit dem ältesten Teil der Berliner Geschichte beschäftigen wollen. Das Gebäude steht nämlich über den Fundamentresten einer alten Lateinschule und der Petri-Kirche, die somit weiter zugänglich bleiben. Überhaupt besteht das Konzept in größtmöglicher Transparenz: „Wir wollen Besucherinnen und Besuchern präsentieren, wie vielfältig Archäologie in Berlin ist“, erklärt Christoph Rauhut, Direktor des Landesdenkmalamts Berlin. „Das Interesse der Berlinerinnen und Berlinern sowie ihrer Gäste an den zahlreichen Ausgrabungen in der Stadt ist groß. Doch diese finden oft versteckt hinter Bauzäunen statt. Im PETRI Berlin wird es nun erstmals möglich sein, den Archäologinnen und Archäologen bei ihrer alltäglichen Arbeit über die Schulter zu schauen.“

Tatsächlich sind die einzelnen Etagen unterteilt in Flächen mit Ausstellungsstücken und einem Bereich, wo die archäologische Arbeit passiert. Getrennt sind die beiden Bereiche durch eine Glaswand, aber es ist eben möglich, diese Art von Wissenschaft und Forschung live mitzuerleben. Das macht einen Besuch im PETRI zu einer echten Besonderheit. Dinge, die in Berlin bei Ausgrabungen gefunden worden sind, werden hier untersucht und restauriert. „Schaudepots gibt es schon einige, aber dass man auch die Prozesse zeigt wie in einer gläsernen Manufaktur, das gibt es in dieser absoluten Transparenz kein zweites Mal in Deutschland“, weiß Conrad Mücke, der als Archäologe im Besuchszentrum im PETRI arbeitet. „Die Besuchenden sind wirklich begeistert, dass hier ein Blick hinter die Kulissen möglich ist.“

PETRI-Grabungsgeschoss. Foto: Staatliche Museen zu Berlin - Museum für Vor-und Frühgeschichte - David von Becker

Wissenschaft live erleben

Solche wissenschaftlichen Berufe erlebbar zu machen, ist wichtig, um den Nachwuchs für solche Laufbahnen zu begeistern. „Viele Schülerinnen und Schüler, die zu uns gekommen sind, haben festgestellt, dass viele naturwissenschaftliche Dinge, die sie gelernt haben, hier in einem ganz neuen Rahmen eine praktische Anwendung finden“, sagt Conrad Mücke. „Als Archäologe muss ich wissen, wie Metalle miteinander reagieren, außerdem kommen Röntgentechniken zum Einsatz. Das machen wir hier erlebbar.“ Allein die historischen Fundamente, die im Untergeschoss zu sehen sind, lohnen den Besuch im PETRI, denn hier lassen sich die ersten Spuren von Berlin und dem damaligen Cölln aus dem 13. Jahrhundert direkt in Augenschein nehmen. 

Eine weitere Möglichkeit, den Forschungsbetrieb in Berlin zu erleben, ist die „Lange Nacht der Wissenschaften“ (LNDW). Dieses besondere Event gibt es schon seit 25 Jahren. Es findet einmal im Jahr statt und gibt allen Wissensdurstigen die Möglichkeit, einen Abend lang wissenschaftliche Institute, Labore und sonstige Forschungslocations anzuschauen. Über die ganze Stadt verteilt bietet die LNDW 1.000 einzelne Programmpunkte mit Wissenschaftsshows, Vorträgen oder Führungen — Wissenschaft zum Mitmachen sozusagen.

„Wir zeigen, wie Wissenschaft in ihrer ganzen Vielfalt funktioniert“, verdeutlicht Nicola Rother, eine der Organisatorinnen der LNDW, im Interview. „Bei uns gibt es Einblicke in Künstliche Intelligenz, Klimawandel, Medizin, Ernährung, aber auch kulturelle Themen oder Dinge, die wir eher aus dem Fernsehen kennen wie Kriminaltechnik. Es geht auch darum, den Dialog über Wissenschaft hochzuhalten und eine faktenbasierte Kommunikation zu fördern. Gerade junge Menschen wollen wir dafür sensibilisieren, wo sie hinterfragen sollten, um nicht Fake-News auf den Leim zu gehen.“

Berliner Sparkasse fördert medizinische Forschung

Auch die Berliner Sparkasse hat sich in diesem Jahr an der „Langen Nacht der Wissenschaften“ beteiligt. Über ihre Sparkassenstiftung Medizin engagiert sich die Berliner Sparkasse seit mehr als 30 Jahren in medizinischen Forschungsprojekten. Aktuell liegt der Fokus schwerpunktmäßig auf dem Gebiet Seltener Erkrankungen, ein Thema, das leider oft vernachlässigt wird. „Wir bemühen uns, diesem Thema die nötige Aufmerksamkeit zu verleihen, die ihm gebührt“, erklärt Stiftungsvorständin Ines Fasting im Interview . „Denn ohne eine starke Lobby bleiben Seltene Erkrankungen im Schatten der bekannten Volkeskrankheiten wie Diabetes und Krebs. Dabei ist die Erforschung von Seltenen Erkrankungen auch immer eine Grundlagenforschung für Volkskrankheiten. Auslöser für Seltene Erkrankungen sind oft Gendefekte, das heißt, die Erforschung von Seltenen Erkrankungen umfasst auch eine genetische Grundlagenforschung. Das bedeutet, alle Ergebnisse, die dort erzielt werden, haben einen Impact etwa auf onkologische Erkrankungen.“ 

Kooperation mit Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen

Während die Berliner Sparkassenstiftung Medizin bei Forschungsprojekten hauptsächlich mit der Charité kooperiert, arbeitet die Berliner Sparkasse mit der Freien Universität Berlin zusammen. Um den Austausch zwischen Unternehmen und Wissenschaft auf dem Gebiet der Digitalisierung zu stärken, fördert die Berliner Sparkasse eine Professur für digitale Transformation, angesiedelt am Einstein Center Digital Future (ECDF)Berliner Hochschulen sowie mehr als 30 Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, Akteure im Bereich der Digitalisierung zu vernetzen, neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben, innovative und interdisziplinäre Forschung zu fördern und exzellenten Wissenschaftsnachwuchs aus aller Welt zu gewinnen.

Wissenschaftsmetropole Berlin in Zahlen

  • 40 Hochschulen 
  • über 70 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut, Fraunhofer-, Helmholtz- und Leibnitz-Institut 
  • ca. 200.000 Studierende, davon besucht die Hälfte die vier großen Berliner Universitäten Freie Universität, Humboldt Universität, Technische Universität und die Universität der Künste

Forschungswissen umsetzen

Orientierung über Berlin als Wissenschaftsmetropole liefert das Portal Brain City. Hier gibt es eine Übersicht über wissenschaftliche Kooperationen und Karrieremöglichkeiten. Außerdem bildet das landeseigene Portal eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und betont dabei die hohe Dichte der exzellenten Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Forschungseinrichtungen in der Hauptstadtregion, die es möglich machen, wissenschaftliche Ergebnisse schnell und zielgerichtet in innovative Produkte, Prozesse und Hightech-Lösungen zu übersetzen.

Auch hier unterstützt die Berliner Sparkasse mit Beratungsexpertise und speziellen Finanzierungsmodellen für Hochschul-Ausgründungen. Mit der HTW Berlin gibt es zudem eine Kooperation beim InnoTechHub. Dieses Ökosystem soll speziell wachstumsorientierten Startups mit Tech-Bezug zugutekommen. 

Für die Förderung des Wissenschaftsstandorts Berlin

Die Berliner Sparkasse engagiert sich für die Berliner Wissenschaft. Sie fördert junge Talente an den Berliner Hochschulen und unterstützt durch Kooperationen bei Lehre und Forschung. 

Abheben in die Zukunft

Überhaupt ist es spannend zu sehen, was außerhalb der traditionellen Hochschullandschaft passiert. In Berlin existiert mit dem Campus Berlin-Buch der größte Biotechnologiepark Deutschlands mit über 70 Unternehmen und renommierten Einrichtungen wie dem Max Delbrück Center für Molekulare Medizin. In Adlershof wiederum hat sich ein großes Netzwerk außeruniversitärer Forschungseinrichtungen angesiedelt. In diesem Wissenschafts- und Technologiepark im Südosten Berlins liegt der Schwerpunkt auf Bereiche wie Erneuerbare Energien, Photonik und Optik, IT und Mikrosysteme. Ab 2027 schlägt Berlin ein neues Forschungskapitel auf, denn dann soll die „Urban Tech Republic“ an den Start gehen. Auf zwei Millionen Quadratmetern auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel soll Forschung und Innovation passieren. Hier geht es in Zukunft um urbane Technologien, die die Stadt grüner, lebenswerter und sozialer machen sollen.

Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof - Forum Adlershof

Technologiepark Adlershof: Lange Nacht der Wissenschaften - Präsentation eines Fußballroboters

Wissenschaft in witzig

Wer sich wissenschaftlichen Themen auf humorvolle Art und Weise nähern möchte, hat dazu bei einem „Science Slam“ Gelegenheit. Bei diesem Eventformat treten junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Publikum gegeneinander an und bringen in wenigen Minuten ihr Forschungsthema kreativ und witzig auf den Punkt. In so einem Mini-Vortrag kann es um chinesische Schriftzeichen genauso gehen wie um Altersarmut oder das Zäpfchen im Rachen, von dem eigentlich niemand weiß, wozu es da ist. 

Jonathan Tschepe ist einer dieser Science-Slammer, die sich regelmäßig mit ihrem Wissen präsentieren. Der Ingenieur erforscht eigentlich den Strömungswiderstand von Zügen, führt aber erstmal aus, bei welchen Windverhältnissen Kühe wegfliegen würden, um ein paar grundlegende physikalische Prinzipien zu erklären. 

Jonathan Tschepe ist Science-Slammer und präsentiert sein Wissen regelmäßig auf unterhaltsame Weise.

Jeder Vortrag wird mit einem Mix aus ernsten und spaßigen Grafiken begleitet. „Ich mag es, auf der Bühne zu stehen und über mein Forschungsthema zu berichten, um Leute dafür zu begeistern“, sagt Jonathan Tschepe, der inzwischen bei Siemens Mobility arbeitet und nebenbei an der TU Berlin an Forschungsprojekten beteiligt ist. „Mein Ziel liegt darin, die Balance zu finden zwischen Comedy und Wissenschaft. Neben den Lachern ist die coolste Reaktion, wenn hinterher Leute vorbeikommen und sagen: Oh toll, ich habe da etwas verstanden, was ich vorher nicht wusste.“

Das kann Joana Wokittel nur bestätigen. Die Geografin, die sich auch mit Astrophysik beschäftigt, punktet immer wieder mit ihrem Science-Slam-Beitrag über „Planeten, die aus der Reihe tanzen“ und dafür abwechselnd Aha-Momente und Lacher kreiert. „Science-Slam ist ein Format, bei dem man idealerweise immer ein wenig überrascht wird“, erklärt die Nachwuchsforscherin. „Wichtig ist hierbei, dass Wissenschaft damit in die breitere Öffentlichkeit getragen wird, das ist enorm wichtig, finde ich.“

Beide sind sich einig, dass so ein humorvolles Bühnenformat eine gute Möglichkeit darstellt, um Wissenschaftskommunikation zu üben und optimal auf den Punkt zu bringen. „Es liegt in der Verantwortung der Wissenschaft, gut und wirksam zu kommunizieren“, sagt Joana Wokittel. „Sie wird schließlich von Steuergeldern bezahlt, also muss sie auch wieder in die Gesellschaft zurückfließen.“ 

Verlosung: Besuch des Science Center Spectrum im Deutschen Technikmuseum

Die Berliner Sparkasse verlost 5 x 2 Tickets für einen Besuch des Deutschen Technikmuseums und des Science Center Spectrum. Die Tickets gelten für Erwachsene. Der Eintritt für Kinder unter 18 Jahren ist frei.

Schreiben Sie eine E-Mail angewinn@berliner-sparkasse.de mit Angabe einer Versandadresse

Einsendeschluss ist der 12. Oktober 2025. Zu den Teilnahmebedingungen geht es hier.

Spiegelsaal im Science Center Spectrum - Foto: Deutsches Technikmuseum

„Berlin ist bunt“ – so vielfältig ist unsere Stadt

In ihrer Online-Serie „Berliner Vielfalt“präsentiert die Berliner Sparkasse alle zwei Monate, wie vielfältig gesellschaftliches Engagement aussehen kann. Dazu werden verschiedene Initiativen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vorgestellt. Die Berliner Sparkasse fördert ein verantwortungsvolles Miteinander in der Stadt und engagiert sich in vielen Vereinen und Initiativen selbst.

Collage aus verschiedenen Sehnswürdigkeiten der Berliner Kieze

PS-Sparen, gewinnen und helfen

Ihr Los für ein vielfältiges Berlin

Seit über 60 Jahren erfreut sich die Lotterie der Sparkassen großer Beliebtheit. Und das nicht ohne Grund, denn hier gibt es nur Gewinner. Von jedem Los gehen 25 Cent an gemeinnützige, karitative und soziale Projekte in Berlin. Je mehr Lose Berlinerinnen und Berliner kaufen, desto mehr Projekte können unterstützt werden. Helfen Sie mit!

Wir übernehmen Gesellschaftliches Engagement für unsere Stadt.
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