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Eine Frau und ein junges Mädchen mit Handicap schwimmen gemeinsam in einem Becken.

Der 1. SC Zehlendorf Steglitz e. V.: Ein Sportverein mit Herz und Hand 

Schwimmausbildung für alle – auch für Kinder mit Handicap. Die Berliner Sparkasse unterstützte im vergangenen Jahr das Projekt des 1. SC Zehlendorf Steglitz e. V. und ermöglichte somit vielen Kindern mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen das Schwimmen zu erlernen.  

Das Zuhause der Schwimm- und Sportbegeisterten

Der 1. SC Zehlendorf Steglitz e. V. ist ein Schwimm- und Sportverein in dem sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene treffen, um Leistungs-, Breiten-, Freizeit-, Gesundheits- und Wasserballsport auszuüben. All das an einem Ort, der ein Stück Zuhause gibt, niemanden ausschließt und die Möglichkeit bietet, sich in den verschiedensten Sportarten auszuprobieren. Der Verein entstand 2018 aus ehemaligen Mitgliedern verschiedener Berliner Sportvereine. Ursprünglich lag der Fokus bei der Schwimmausbildung und dem Wasserball. Mittlerweile bietet der Verein ein breites Sportangebot an, das sich regelmäßig erweitert. Oliver Ostermann verrät: „Unser Verein ist kein typischer Sportverein, der nur Schwimmen anbietet“. Seit drei Jahren ist er der erste Vorsitzende des SC Zehlendorf Steglitz. „Wir arbeiten sehr zielorientiert“, erklärt Ostermann. So erlangen die meisten Schwimmanfänger ihr Seepferdchen schon nach acht bis zehn Ausbildungsstunden. Vorgesehen sind dafür 20 Stunden. Die Trainer gehen selbst mit ins Wasser, stellen sich mit den Kindern und Jugendlichen auf eine Stufe und geben ihnen damit das Gefühl von Vertrauen. Diese ganz andere Art der Schwimmausbildung zieht die Menschen regelrecht an. Die anfänglich 60 Mitglieder sind auf rund 215 Mitglieder gewachsen, die sich für die Dauer eines Kurses, aber auch auf längere Zeit an den 1. SC Zehlendorf Steglitz e. V. binden. „Wir wollen lediglich der familienfreundliche Verein aus dem Südwesten Berlins sein – mehr nicht“ bringt Ostermann zum Ausdruck.

 

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur fasche Kleidung

„Dann kam erstmal Corona“ leitet Ostermann ein. Wie viele andere Vereine litt auch der 1. SC Zehlendorf Steglitz e. V. unter den Einschränkungen der Pandemie. Doch anstatt das Sportangebot auf unbegrenzte Zeit einzustellen, entschied sich der Verein dazu, den Sport aus der Halle in die Grünanlagen zu verlegen. „Wir haben zum Beispiel ganz normale Sportangebote im Park gemacht“, erzählt der Vereinsvorsitzende. Aber auch mit dem Schwimmunterricht ging es weiter und selbst die Wasserballsportlerinnen und -sportler trainierten weiterhin – wenn auch nur im Schlachtensee. Neue Sportarten wie Judo, Karate, Selbstverteidigung, Stand-Up-Paddling (SUP) oder Freiwasserschwimmen wurden aufgenommen. „Es gibt ganz viele Angebote, die wir während dieser Zeit, neben dem eigentlichen Schwimmverein, kreativ umgesetzt haben“, denn „Sport kannst du überall machen“, gibt Ostermann zu verstehen. „Wir wussten nie, wann es weitergehen würde und ob es überhaupt weitergeht“, aber davon ließen sich er und sein Team nicht unterkriegen. 

Ein Junge mit Behinderung schwimmt mit Hilfe einer Schwimmhilfe in einem Becken.

Jedes Kind sollte schwimmen können und dürfen 

„Die Idee, die wir dann hatten, war das Projekt für eine Schwimmausbildung für Kinder mit Handicap“, so Ostermann. Es gab bereits viele Anfragen von Eltern, welche aufgrund des Handicaps ihrer Kinder keinen Platz für eine Schwimmausbildung gefunden haben. So entschied sich der Verein dazu - neben der eigentlichen Ausbildung, eine weitere für Kinder mit Beeinträchtigungen anzubieten. Hier werden die Kinder langsam und behutsam an die Bewegungen im Wasser herangeführt und individuell nach ihren Stärken und Schwächen gefördert. Außerdem werden alle Kinder, neben dem eigentlichen Schwimmen, spielerisch über Tabus im Becken aufgeklärt. 

Mittlerweile hat der Verein 75 Sprösslinge, die regelmäßig zur Schwimmausbildung kommen – und das aus ganz Berlin und Teilen Brandenburgs, weil das allgemeine Angebot an Inklusionsvereinen in der Hauptstadt nach wie vor sehr gering ist. „Die Nachfrage ist immens, aber wir werden versuchen diesen Kindern weiterhin das Schwimmen zu ermöglichen – egal wie“ macht der Trainer deutlich.

 

Berliner Sparkasse unterstützt die Schwimmausbildung für Kinder mit Handicap

Die Berliner Sparkasse unterstützt das kostenintensive Schwimmprojekt finanziell. „Ohne die Sparkasse hätten wir es nicht hinbekommen, dass wir das fortführen können“, bekundet Ostermann erleichtert. Mit dem Geld von der Berliner Sparkasse finanzierte der 1. SC Zehlendorf Steglitz e. V. unter anderem spezielles Equipment sowie die Ausbildung der Trainer. Bisher handelte es sich hierbei zwar um eine einmalige Förderung seitens der Sparkasse, aber der Trainer kann sich eine weitere Zusammenarbeit, vor allem im Hinblick auf das Projekt „Schwimmausbildung für Kinder mit Handicap“, sehr gut vorstellen. Der Verein unterhält auch sein Vereinskonto bei der Berliner Sparkasse - eine gelungene Zusammenarbeit auf allen Ebenen.  

 

Für die Zukunft heißt es: noch mehr Sport 

Was die Zukunft betrifft, ist der Verein hochmotiviert. „Wir haben viele Projekte im Kopf beziehungsweise auf dem Papier“, sagt Ostermann. Wenn es die Temperaturen soweit zulassen, soll wieder das Freiwasserschwimmen aktiviert werden und auch das beliebte Floating-Fitness auf den SUPs darf stattfinden. Hinzu kommen weitere, neue Sportangebote wie Rehabilitationssport, Nordic Walking oder die Kooperation mit einem CrossFit-Studio. Und all das soll und darf nach draußen verlagert werden. Gesundheit kommt von innen, deshalb wird künftig den Mitgliedern des Vereins ebenfalls ein freiwilliges Immuncoaching sowie eine Ernährungsberatung angeboten, mit denen sie ihre Vorsätze optimal erreichen können. „Unser Ziel für 2022 ist es, den Leuten noch mehr Sportangebote zu bieten“ so Ostermann. Jedes Mitglied soll sich ausleben können und keinen Zwang verspüren, nur bei einer Sportart bleiben zu müssen.  www.sc-zehlendorf-steglitz-wasserball.de >> 

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