Aktualisiert: 17. Juni 2026
Vielfalt macht Unternehmen stärker – und Inklusion ist ein wichtiger Baustein dafür. Mit dem Berliner Inklusionspreis werden Unternehmen ausgezeichnet, die Menschen mit starker Beeinträchtigung erfolgreich in ein berufliches Umfeld integrieren und damit zeigen, wie eine moderne Arbeitswelt für alle aussehen kann.
Seit 2003 würdigt das Land Berlin herausragendes Engagement für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung. Der Preis macht jedes Jahr gelungene Praxisbeispiele sichtbar und soll so weitere Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dazu ermutigen, eigene Wege für mehr Inklusion und weniger Barrieren zu gehen.
Inklusion ist weit mehr als die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Sie eröffnet Unternehmen die Chance, neue Talente zu gewinnen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und eine Arbeitskultur zu schaffen, in der alle ihr Potenzial entfalten können. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wird deutlich: Wer Vielfalt fördert, stärkt die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens.
Viele Berliner Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gehen diesen Weg bereits erfolgreich und zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie Barrieren abgebaut und Chancen geschaffen werden können.
Bis zum 15. August 2026 können sich Unternehmen über das Online-Formular des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (kurz: Lageso) in nur wenigen Schritten bewerben.
Vergeben werden vier Auszeichnungen mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld in folgenden Kategorien:
Über die Auszeichnung entscheidet eine Jury aus dem Beratenden Ausschuss für behinderte Menschen beim Inklusionsamt. In diesem Gremium sind Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden, von Organisationen behinderter Menschen, der Bundesagentur für Arbeit sowie des Landes Berlin vertreten.
Die feierliche Verleihung findet am 09. Dezember 2026 im Max-Liebermann-Haus am Pariser Platz statt. Gastgeberin ist die Berliner Sparkasse.
Der Berliner Inklusionspreis wird vom Inklusionsamt des Lageso gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA) vergeben.
Die Berliner Sparkasse engagiert sich seit vielen Jahren als Partnerin des Berliner Inklusionspreises. Sie stiftet das Preisgeld für die Kategorie „Inklusive Ausbildung“ und unterstützt damit Unternehmen, die jungen Menschen mit Behinderung den Einstieg ins Berufsleben ermöglichen.
Preisträgerin 2025 in der Kategorie „Inklusive Ausbildung“ ist die SWOOFLE GmbH. Foto: Sandra Ritschel
Preisträgerin 2025 in der Kategorie „Inklusive Ausbildung“ ist die SWOOFLE GmbH. Dort arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen selbstverständlich zusammen – von Praktika über Umschulungen bis hin zur festen Beschäftigung. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen Produkte, die selbst Barrieren abbauen und mehr Teilhabe ermöglichen, zum Beispiel Möbel für blinde, sehbehinderte und mobilitätseingeschränkte Menschen.
Die Unterstützung des Berliner Inklusionspreises passt zum eigenen Anspruch der Berliner Sparkasse als inklusive Arbeitgeberin. Seit dem 1. Januar 2024 verfügt sie über eine eigene Inklusionsvereinbarung und nimmt damit innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe eine Vorreiterrolle ein. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung eine selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen und eine respektvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu fördern.
Dazu gehören unter anderem barrierefreie Arbeitsplätze, inklusive Stellenausschreibungen sowie klare Regelungen für das betriebliche Miteinander. Darüber hinaus gewährt die Arbeitgeberin gleichgestellten behinderten Mitarbeitenden freiwillig zwei zusätzliche Urlaubstage. So entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem Vielfalt als Stärke verstanden wird und alle Mitarbeitenden die Möglichkeit erhalten, ihr Potenzial zu entfalten.
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