Grundlage für eine resiliente Wirtschaft

Veröffentlicht: 01.07.2026

Was bedeuten die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für die Hauptstadt? Und wie kann die Berliner Sparkasse helfen, diese Ziele zu erreichen? In unserer Serie blicken wir auf verschiedene Facetten einer verantwortungsvollen Lebensweise - von Gesundheit und Bildung über Klimaschutz bis hin zu Frieden und Gerechtigkeit.

Teil 9: Innovation, Industrie und Infrastruktur

 

Was versteht die UN darunter?

Resilienz ist das Schlagwort beim neunten UN-Nachhaltigkeitsziel, es lautet: „Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.“ 

Die industrielle Wertschöpfung kann sich sehen lassen. Sie ist weltweit pro Kopf um 17,3 Prozent gestiegen im Zeitraum von 2015 bis 2024 laut dem jüngsten UN-Bericht („Ziele für nachhaltige Entwicklung – Bericht 2025“).  Insgesamt hat sich die Welt in puncto Infrastruktur, Industriewachstum und Innovation bedeutend weiterentwickelt. Damit die unterversorgten Länder nicht den Anschluss verlieren, müssen sie mehr in resiliente und digitale Infrastrukturen investieren. 

Mobiles Breitband ist ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Wirtschaft. Vom modernen 5G-Standard profitierten im Jahr 2024 aber nur 51 Prozent der Weltbevölkerung. In Ländern mit hohem Einkommen waren es im Schnitt 84 Prozent. Auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung fallen weltweit sehr unterschiedlich aus. Sie steigen zwar insgesamt kontinuierlich an (von 2015 bis 2022 um mehr als fünf Prozent pro Jahr), aber die Dichte des Forschungspersonals ist sehr unterschiedlich. In Europa und Nordamerika sind mehr als 4.200 Menschen je eine Million Einwohner in der Forschung tätig, während es in Afrika südlich der Sahara nur 91 je eine Million Einwohner sind.

Ausführliche Informationen zu dem UN-Ziel „Innovation, Industrie und Infrastruktur“ im Global Goals Kompass der KNE.INSTITUTE

Wie ist die Situation in Berlin? 

„Berlin will Modellstadt für nachhaltiges Wirtschaften sein“, wie es in der „Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Berlin“ aus dem Mai 2026 heißt. Dazu hat das Land einen Masterplan Industriestadt Berlin entwickelt, der die hiesige Industrie bei der digitalen, ökologischen Transformation und der Transformation der industriellen Arbeitswelt unterstützen soll.

Ein wichtiger Baustein ist die Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Hierzu hat das Land eine „Anforderungs- und Potenzialstudie Circular Economy in Auftrag gegeben, um die Möglichkeiten für die Berliner Wirtschaft auszuloten. Die Studie sieht die Stärken des Industriestandorts Berlin im Innovationsumfeld, den vorhandenen Kompetenzen im Bereich Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit sowie im gut ausgebauten Wissenschafts- und Forschungsökosystem. Bei kleinen und mittleren Unternehmen wäre das Thema Circular Economy aber noch nicht präsent genug. Grundsätzlich würde die Transformation zur Circular Economy aber „große wirtschaftliche Chancen für die Berliner Industrie“ bieten.

Um die Hauptstadt digitaler und smarter zu machen, gibt es das Umbauprogramm Gemeinsam Digital: Berlin (GD:B) . Das Ziel liegt darin, die Hauptstadt als nachhaltige, gemeinwohlorientierte, kooperative und resiliente Metropole zukunftsfähig auszurichten.

Seit Ende 2023 verfolgt das Land Berlin eine verbindliche Open-Data-Strategie als einen wesentlichen Teil einer modernen digitalen Verwaltung. Mit solchen strukturierten Daten sollen Verwaltungsprozesse erleichtert und verbessert werden. Einerseits trägt diese Strategie zu einer verstärkten verwaltungsinternen Datennutzung bei, andererseits soll sie wichtige allgemeine Impulse geben für neue, datengetriebene Lösungen, die Berlin auf dem Weg zu einer klima- und zukunftsfähigen Stadt unterstützen. So könnten Startups und Unternehmen auf der Grundlage offener Verwaltungsdaten neue Produkte, Dienstleistungen und Anwendungen entwickeln.

Mit innoBB 2025 , der gemeinsamen Innovationsstrategie von Berlin und Brandenburg wolle die beiden Länder die Hauptstadtregion zu einem führenden Innovationsraum in Europa machen. Die Hauptstadtregion will damit ihre Exzellenz in diesem neuen Umfeld weiter ausbauen, Gründerinnen und Gründer aus aller Welt anziehen und innovative nachhaltige Produkte und Dienstleistungen als Lösungen auf gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln. Dafür sieht die Strategie auch den Austausch mit nationalen und internationalen Expert:innen vor.

Ein wichtiger Baustein, um Berlin als Standort für Zukunftsindustrien und -technologien zu stärken sind die Zukunftsorte . Die zwölf Berliner Zukunftsorte sind Standorte, an denen Netzwerkstrukturen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft existieren oder ausgebaut werden sollen. Insgesamt arbeiten hier über 2.200 Unternehmen, 42 Forschungsinstitute und mehr als 85.000 Menschen an Innovationen.

Zudem ist Berlin mit 40 Hochschulen, mehr als 70 außeruniversitären Einrichtungen und ca. 200.000 Studierenden einer der vielfältigsten Wissenschaftsstandorte Europas. Einen Überblick liefert das landeseigene Portal Brain City Berlin < LINK: https://braincity.berlin >. Bei der Infrastruktur herrscht allerdings teilweise Nachholbedarf. So ist gerade die TU Berlin in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Hochschule gleich drei Gebäude wegen Mängeln schließen musste. 

Berlin ist auch geprägt durch seine Flüsse und Kanäle – und damit auch durch unterschiedlichste Brücken. Mit dem Masterplan Brücken 2025–2024 will das Land nun diesen zentralen Teil der Berliner Infrastruktur umfangreich sanieren. In den nächsten 15 Jahren sollen 1,8 Milliarden Euro in den Neubau von 175 Brücken und die Sanierung von mehr als 100 weiteren Brücken fließen. 

Was kann die Berliner Sparkasse tun, um „Innovation, Industrie und Infrastruktur“ in Berlin zu fördern?

Leistungsfähige Infrastruktur und innovative Ideen sind wichtige Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte wirtschaftliche Entwicklung. Finanzinstitute wie die Berliner Sparkasse können dazu beitragen, indem sie Unternehmen bei Investitionen in moderne Technologien, Digitalisierung und zukunftsfähige Geschäftsmodelle unterstützen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen erhalten so die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Innovationen voranzutreiben.

Darüber hinaus fördern Finanzinstitute den Wandel zu einer ressourcenschonenden Wirtschaft, indem sie Investitionen in moderne Infrastruktur, energieeffiziente Lösungen und innovative Projekte begleiten. Auf diese Weise entstehen wichtige Impulse für Fortschritt, Wachstum und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Berlin.

Innovation braucht Vernetzung

Die Berliner Sparkasse versteht sich als starke und zuverlässige Partnerin für die Berliner Wirtschaft. Innovationen entstehen dort, wo Menschen, Ideen und Kompetenzen zusammenkommen. Deshalb sind Kooperationen und starke Netzwerke ein wichtiger Baustein des UN-Nachhaltigkeitsziels „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. Die Berliner Sparkasse unterstützt nicht nur Investitionen in Zukunftstechnologien und innovative Geschäftsmodelle, sondern bringt auch Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft und weitere Partner miteinander ins Gespräch. Durch den Aufbau und die Förderung von Netzwerken entstehen neue Impulse, Kooperationen und Ideen, die die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Berlin stärken. 

17 Ziele, eine Stadt: Wie zukunftsfähig ist Berlin?

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen in New York die „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Den Kern bilden konkrete Zielvorgaben, die bis zum Jahr 2030 erreicht sein sollen. 

In unserer Online-Serie blicken wir auf die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen und welche Bedeutung diese Ziele für Berlin haben. Grundlage sind der SDG-Bericht 2025 und die Nachhaltigkeitsstrategie des Berliner Senats. Die Berliner Sparkasse versteht sich hier als engagierte Partnerin und Mitgestalterin einer Stadt, der eine zukunftsorientierte Entwicklung wichtig ist. Wir wollen zeigen, wie wir mit einer verantwortungsvollen Geschäftsstrategie, sozialem Engagement und Unterstützung von Unternehmen dazu beitragen können, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Berlin zu erreichen.

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Die Berliner Sparkasse orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und hat die Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet. Leitbild ihres Handelns ist Verantwortung für die Region. Mit dem Ziel: Berlin und seine Menschen Schritt für Schritt in eine lebenswerte Zukunft zu begleiten.

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Seit über 200 Jahren ist die Berliner Sparkasse ein fester Teil unserer Stadt. Mit einer Fördersumme von rund 7,9 Millionen Euro unterstützt Berlins ältestes Geldinstitut jährlich 700 kleine und große Projekte.

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