Veröffentlicht: 01.07.2026
Was bedeuten die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für die Hauptstadt? Und wie kann die Berliner Sparkasse helfen, diese Ziele zu erreichen? In unserer Serie blicken wir auf verschiedene Facetten einer verantwortungsvollen Lebensweise - von Gesundheit und Bildung über Klimaschutz bis hin zu Frieden und Gerechtigkeit.
Die Vereinten Nationen möchten den „Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern“, und wie bei allen UN-Klimaschutzzielen, soll das bis 2030 gelingen. Immerhin hat die Welt große Fortschritte gemacht, denn der weltweite Zugang zu Strom ist von 2010 bis 2023 von 84 Prozent auf 92 Prozent gestiegen. Die Unterschiede in den einzelnen Weltregionen sind aber teilweise sehr groß. Während in Europa 100 Prozent der Menschen Zugang zu Strom haben, sind es in Afrika südlich der Sahara nur etwas mehr als die Hälfte.
Im jüngsten UN-Bericht („Ziele für nachhaltige Entwicklung – Bericht 2025“) gehen die Vereinten Nationen allerdings davon aus, dass auch nach 2030 immer noch 645 Millionen Menschen ohne Stromzugang werden leben müssen. Es sei denn, die Investitionen – gerade in den Entwicklungsländern – nehmen stark zu. Immerhin: Von 2022 zu 2023 hat sich die internationale finanzielle Unterstützung zugunsten der Entwicklungsländer um 27 Prozent auf 21,6 Milliarden US-Dollar gesteigert.
Ausführliche Informationen zu dem UN-Ziel „Bezahlbare und saubere Energie“ im Global Goals Kompass der KNE.INSTITUTE
Mit dem Masterplan Solarcity verfolgt das Land Berlin das ehrgeizige Ziel, bis 2035 ein Viertel der Bruttostromerzeugung mit Photovoltaik zu bestreiten. Das entspricht 3.900 Gigawattstunden. Um das zu erreichen, bräuchte es eine Verfünffachung der aktuellen Leistung in den kommenden neun Jahren.
Bei dem bisherigen starken Wachstum ist dies nicht unrealistisch: „2025 hat sich einmal mehr als weiteres erfolgreiches Jahr für die Solarcity Berlin entwickelt“, erklärt Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey zum Monitoringbericht 2025 für den Masterplan Solarcity Berlin. „Mit einem Photovoltaik-Zubau von 96 Megawatt Peak (MWp) und einer installierten Leistung von 487 MWp setzt sich der positive Trend fort und Anfang 2026 konnte der 500 MWp-Meilenstein überschritten werden. Berlin bleibt damit Spitzenreiter beim Photovoltaikausbau pro Fläche und beweist, dass eine moderne Metropole die Energiewende aktiv gestalten kann.“
Tatsächlich hat Berlin alle anderen Bundesländer überflügelt. Mit 549,07 Kilowatt Peak (die Spitzenleistung von Photovoltaikanlagen) pro Quadratkilometer steht Berlin auf Platz 1, gefolgt vom Saarland (458,31) und Bremen (450,87).
Um einen stärkeren Anreiz für Photovoltaik zu schaffen, gibt es mit SolarPLUS ein Landes-Förderprogramm, das auch Privathaushalte einschließt und Solaranlagen auf Eigenheimen fördert. Dies umfasst Pauschalen für Zählerschränke und Photovoltaikanlagen mit Speichern.
Mit Solar-Readiness will das Land Berlin die Nutzung erneuerbarer Energien auf öffentlichen Gebäuden fördern. Mit dem SolarZentrum Berlin gibt es zudem eine Anlaufstelle für Privatpersonen und Unternehmen, die sich über Photovoltaik und Solarthermie informieren wollen.
Um möglichst viel Solarstrom selbst nutzen zu können, machen Stromspeicher Sinn. Zwischen 2020 und 2025 hat das Land Berlin gut 2.900 Zuwendungen für Speicher mit einer Gesamtkapazität von rund 30 Megawattstunden (MWh) bewilligt, die zusammen mit einer neu errichteten Solaranlage installiert worden sind. Die Anzahl der Stromspeicher in Berlin ist stetig gestiegen. Allein im Jahr 2025 sind mehr als 7.000 hinzugekommen, insgesamt gibt es nun mehr als 24.600 Stromspeicher mit einer Kapazität von mehr als 217 MWh.
Auch Balkonkraftwerke sind über das Programm SolarPLUS gefördert worden. Im Jahr 2025 hat das Land Berlin 6.000 solcher Steckersolargeräte mit 250 Euro bezuschusst. Seit sich das Anmeldeverfahren solcher Minianlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 2.000 Watt stark vereinfacht hat, ist die Anzahl in Berlin stark angestiegen. 2024 waren es noch gut 14.900 Balkonkraftwerke, 2025 schon mehr als 23.700.
Quellen: Masterplan Solarcity des Berliner Senats; Marktstammdatenregister Stand 02.02.2026
Wer sein Eigenheim energetisch sanieren will, kann von günstigen Darlehen mit einer Zinssubventionierung profitieren. Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat hierzu verschiedene Förderprogramme aufgelegt. Das Darlehensprogramm „IBB Energetische Gebäudesanierung – Einzelmaßnahmen“ beinhaltet etwa Förderdarlehen für die Dämmung der Gebäudehülle oder die Erneuerung von Fenstern, um Energie zu sparen. Auch das Programm „IBB Wohnraum modernisieren“ beinhaltet ein Förderdarlehen zur Verbesserung der Energieeffizienz.
Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang sicherlich eine umfassende Beratung. Die IBB fördert Energiegutachten sowie Energieberatungen mit konkreten Modernisierungsempfehlungen über das Programm „ENEO Energieberatung für Effizienz und Optimierung“.
Um sich auf die Energiewende und den sich verändernden Stromflüssen einstellen zu können, plant der Netzbetreiber 50hertz eine neue 380-Kilovolt-Kabeldiagonale durch Berlin, als „wesentliche Schlagader der Stromversorgung“.
Die Sparkassen‑Finanzgruppe sieht das UN‑Nachhaltigkeitsziel 7 als zentrale Aufgabe, um ihre Kundinnen und Kunden dabei zu unterstützen, sowohl Kosten zu senken als auch den CO₂‑Ausstoß zu reduzieren. Dies geschieht durch gezielte Beratung, maßgeschneiderte Finanzprodukte und die Vermittlung von Fördermitteln. Verbundpartner sind u. a. die LBS-Nordwest und die KfW Förderbank. Verschiedenen Förderprogramme unterstützen den Neubau und die energetische Sanierung von Wohngebäuden sowie Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft.
Beratungen zur energetischen Sanierung von Immobilien gibt es regelmäßig im Rahmen der Beratungswochen bei der Berliner Sparkasse.
Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen in New York die „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Den Kern bilden konkrete Zielvorgaben, die bis zum Jahr 2030 erreicht sein sollen.
In unserer Online-Serie blicken wir auf die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen und welche Bedeutung diese Ziele für Berlin haben. Grundlage sind der SDG-Bericht 2025 und die Nachhaltigkeitsstrategie des Berliner Senats. Die Berliner Sparkasse versteht sich hier als engagierte Partnerin und Mitgestalterin einer Stadt, der eine zukunftsorientierte Entwicklung wichtig ist. Wir wollen zeigen, wie wir mit einer verantwortungsvollen Geschäftsstrategie, sozialem Engagement und Unterstützung von Unternehmen dazu beitragen können, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Berlin zu erreichen.
Die Berliner Sparkasse orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und hat die Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet. Leitbild ihres Handelns ist Verantwortung für die Region. Mit dem Ziel: Berlin und seine Menschen Schritt für Schritt in eine lebenswerte Zukunft zu begleiten.
Seit über 200 Jahren ist die Berliner Sparkasse ein fester Teil unserer Stadt. Mit einer Fördersumme von rund 7,9 Millionen Euro unterstützt Berlins ältestes Geldinstitut jährlich 700 kleine und große Projekte.
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