Trinkwasser sichern und Ressourcen schützen

06.05.2026: Was bedeuten die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für die Hauptstadt? Und wie kann die Berliner Sparkasse helfen, diese Ziele zu erreichen? In unserer Serie blicken wir auf verschiedene Facetten einer nachhaltigen Lebensweise - von Gesundheit und Bildung über Klimaschutz bis hin zu Frieden und Gerechtigkeit.

Teil 6: Sauberes Wasser und Sanitäranlagen

 

Was versteht die UN darunter?

Das Ziel, die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle zu gewährleisten, wird bis 2030 kaum erreichbar sein. Zu groß sind die Herausforderungen, die sich aus einer teilweise fehlenden oder unzureichenden Infrastruktur ergeben. Hinzu kommt der Klimawandel, der sich negativ auf die Wasserressourcen auswirkt, auch weil immer wieder Dürreperioden auftreten. 

Der Zugang zu einer grundlegenden Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung hat sich weltweit zwar verbessert, aber die Fortschritte müssten viermal so groß ausfallen, um die Zielvorgaben der Vereinten Nationen zu erreichen. Von 2015 bis 2024 stieg der Anteil der Bevölkerung mit einfacher Hygieneversorgung von 66 auf 80 Prozent. Bei der sicher verwalteten Trinkwasserversorgung stieg der Anteil von 68 auf 74 Prozent – im Umkehrschluss bedeutet dies aber, dass 2024 immer noch 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang dazu hatten laut dem jüngsten UN-Bericht („Ziele für nachhaltige Entwicklung – Bericht 2025“). 

Ausführliche Informationen zu dem UN-Ziel „Sauberes Wasser und Sanitäranlagen“ im Global Goals Kompass der KSE.INSTITUTE

Wie ist die Situation in Berlin? 

Das Land Berlin hat sich verpflichtet, Wasser und sanitäre Versorgung als Menschenrecht anzuerkennen. Dazu ist Berlin 2018 der „Blue Community“beigetreten, ein internationales Netzwerk, das Wasser als öffentliches Gut ansieht und sich für entsprechende Maßnahmen stark macht. In Berlin gibt es somit öffentliche Trinkbrunnensowie Wasserspender in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Universitäten. Die Trinkbrunnen sind von Mai bis Oktober in Betrieb und spenden gratis Trinkwasser. Hierbei geht es auch darum, Ressourcen zu sparen, die bei der Produktion von Flaschenwasser anfallen. 

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Auf die Metropole Berlin kommen aber noch einige Herausforderungen zu, wenn es darum geht, die Stadt mit Trinkwasser zu versorgen. Momentan speist sich die Trinkwasserversorgung Berlins zu zwei Dritteln aus der Spree. Die Spree wiederum profitiert vom Grundwasser, das in den Lausitzer Kohlegruben abgepumpt wird. 2038 ist damit aber Schluss, denn dann greift der Kohleausstieg. Das Bundesumweltamt schätzt, dass trockene Sommer dem Pegelstand der Spree empfindlich zusetzen könnten. Bis zu 75 Prozent weniger Wasser könnte die Spree dann führen. 

Berlin und Brandenburg arbeiten daher an einer gemeinsamen „Wasserstrategie Hauptstadtregion 2025“, um dieser Herausforderung zu begegnen. Das Land Berlin verfolgt seit 2022 verschiedene Maßnahmen, um die Stadt an die Folgen des Klimawandels anzupassen: Der „Masterplan Wasser“ verfolgt etwa die Entsiegelung innerstädtischer Flächen, damit sich mehr Grundwasser neu bilden kann. Insgesamt gibt es 32 Maßnahmen

Ein Daueraufreger bleiben die teilweise maroden Sanitäranlagen in Berliner Schulen. 2025 haben die Berliner Schultoiletten auf einer Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 5 (sehr unzufrieden) eine glatte 4 bekommen, so das Ergebnis einer Umfrage der German Toilet OrganizationAbhilfe schaffen soll die Berliner Schulbauoffensive, die neben dem Bau neuer Gebäude auch Mittel für Sanierung beinhaltet.

Was kann die Berliner Sparkasse tun, um das UN-Ziel „Sauberes Wasser und Sanitäranlagen“ in Berlin zu erreichen?

Die Berliner Sparkasse ist keine klassische Wasserakteurin. Sie kann jedoch mit ihrer Kernkompetenz als Finanzdienstleisterin bei Modernisierungen in die Wasserinfrastruktur beraten und Investitionen finanzieren. Ansprechpartner sind hier die jeweiligen Branchenteams der Berliner Sparkasse. Außerdem verfügt die Berliner Sparkasse über ein regionales Netzwerk zu Venture Capital, Gesellschaften, Universitäten, Verbänden und Unternehmen.

Um ihr Gesellschaftliches Engagement noch stärker auf eine nachhaltige Entwicklung auszurichten, werden seit 2025 die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bei der Antragstellung auf Förderung berücksichtigt. So können Fördermittel auch Wirkung entfalten. Dass Nachhaltigkeit oft im Kleinen beginnt, zeigt ein Projekt am Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums in Berlin Pankow, das von der Stiftung Berliner Sparkasse gefördert wurde.

Bewusstsein schaffen für Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umweltbildung haben Schülerinnen und Schüler am Berliner Carl von Ossietzky Gymnasium in Pankow ein Regenwasserprojekt realisiert. Ziel war es, ein Bewusstsein für die Rolle von Wasser als Klimafaktor zu schaffen und junge Menschen ins Handeln zu bringen. Es ging darum, eine Lösung für die Bewässerung des Schulgartens zu finden, der bis dahin mit Trinkwasser bewässert wurde, während Regenwasser ungenutzt abfließen konnte. Das Ergebnis ist ein Regenwasser-Management-System, das  vollständig von Schülerinnen und Schülern konzipiert und realisiert worden ist. Neben technischen Maßnahmen wurden kreative Bildungsformate wie Ausstellungen, Führungen und Ideenwettbewerbe entwickelt, die das Thema Wasser im urbanen Raum aufgriffen und aufbereitet haben. Das Projekt dient als Modell für andere Schulen und trägt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bei. 

17 Ziele, eine Stadt: Wie nachhaltig ist Berlin?

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen in New York die „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Den Kern bilden konkrete Zielvorgaben, die bis zum Jahr 2030 erreicht sein sollen. 

In unserer Online-Serie blicken wir auf die 17 SDG der Vereinten Nationen und welche Bedeutung diese Ziele für Berlin haben. Grundlage sind der SDG-Bericht 2025 und die Nachhaltigkeitsstrategie des Berliner Senats. Die Berliner Sparkasse versteht sich hier als engagierte Partnerin und Mitgestalterin einer Stadt, der eine nachhaltige Entwicklung wichtig ist. Wir wollen zeigen, wie wir mit einer zunehmend nachhaltigen Geschäftsstrategie, sozialem Engagement und Unterstützung von Unternehmen dazu beitragen können, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Berlin zu erreichen.

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Nachhaltigkeit bei der Berliner Sparkasse

Die Berliner Sparkasse unterstützt die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. Sie hat die Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet. Leitbild ihres Handelns ist Verantwortung für die Region. Mit dem Ziel: Berlin und seine Menschen Schritt für Schritt in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten.

Das gesellschaftliche Engagement der Berliner Sparkasse

Seit über 200 Jahren ist die Berliner Sparkasse ein fester Teil unserer Stadt. Mit einer Fördersumme von rund 7,9 Millionen Euro unterstützt Berlins ältestes Geldinstitut jährlich 700 kleine und große Projekte.

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