06.05.2026: Was bedeuten die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für die Hauptstadt? Und wie kann die Berliner Sparkasse helfen, diese Ziele zu erreichen? In unserer Serie blicken wir auf verschiedene Facetten einer nachhaltigen Lebensweise - von Gesundheit und Bildung über Klimaschutz bis hin zu Frieden und Gerechtigkeit.
Die Vereinten Nationen wollen bis 2030 eine „Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen“. Noch ist die Welt leider ungerecht in diesem Bereich. Frauen sind immer noch unterrepräsentiert in Entscheidungs- und Führungspositionen, dazu kommen diskriminierende Gesetze, die einer Gleichstellung im Weg stehen.
Allerdings gibt es laut dem UN-Bericht von 2025 auch Fortschritte („Ziele für nachhaltige Entwicklung – Bericht 2025“). Einige Länder haben Arbeitsbeschränkungen für Frauen aufgehoben und den Schutz vor häuslicher Gewalt juristisch gestärkt.
Eine weltweit große Ungleichheit zwischen den Geschlechtern besteht beim Eigentum. In 58 Prozent der Länder sind Landrechte von Frauen in Bezug auf Familien-, Erb- und Bodenrecht nur unzureichend geschützt. Auch in der Politik gibt es weltweit noch große Defizite. Am 1. Januar 2025 entfielen auf Frauen in nationalen Parlamenten nur etwas mehr als ein Viertel der Mandate (27,2 Prozent). Damit ist der Anteil innerhalb von zehn Jahren gerade mal um 4,9 Prozent gestiegen. Bei Führungspositionen insgesamt liegt der Frauenanteil weltweit nur bei knapp einem Drittel (30 Prozent). Auch hier steigt der Anteil stetig, aber immer noch zu langsam, um die Ziele der Vereinten Nationen bis 2030 zu erfüllen.
Ausführliche Informationen zu dem UN-Ziel „Geschlechtergleichheit“ im Global Goals Kompass der KSE.INSTITUTE
Das Land Berlin geht mit gutem Beispiel voran, was die Förderung von Frauen in den eigenen Behörden angeht. Mit dem Berliner Landesgleichstellungsgesetz (LGG), das seit 1991 existiert, hat sich das Land zur Gleichstellung von Frauen und Männern und zur aktiven Frauenförderung verpflichtet. Tatsächlich zeigt dieses Gesetz seine Wirkung, denn laut dem aktuellen LGG-Bericht von 2025 erreicht das Land Berlin bei den Leitungspositionen in den obersten Landesbehörden, den Bezirksverwaltungen und den Stiftungen öffentlichen Rechts einen Frauenanteil von 50 Prozent und mehr.
Auch im Hochschulbereich macht sich Berlin für eine Gleichstellung stark: Das „Berliner Chancengleichheitsprogramm“ (BCP)fördert die berufliche Qualifizierung von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen, um mehr Frauen in Forschung und Lehre zu bringen und zwar gerade auch in Führungspositionen. Dafür stellt der Senat jährlich bis zu 3,8 Millionen Euro zur Verfügung.
Für gründungsinteressierte Frauen bietet die vom Land geförderte Gründerinnenzentralein Berlin-Mitte eine wichtige Anlaufstelle. Hier gibt es individuelle Beratung und die Möglichkeit, sich mit anderen Frauen zu vernetzen. Hierzu gibt es verschiedene Events wie den „Digitalen Gründerinnenstammtisch“. Die Gründerinnzentrale ist eine Schwesterorganisation zur WeiberWirtschaft, einem Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentrum, das von mehr als 2.100 Frauen als Genossenschaft betrieben wird.
Quelle: 16. LGG-Bericht, 2025
Außerdem gibt es das „Beratungsnetzwerk Berufsperspektiven für Frauen“, das an acht Standorten in Berlin gezielt über neue berufliche Perspektiven oder auch den Berufswiedereinstieg berät. Seit mehr als 20 Jahren gibt es zudem den Girls‘ und Boys‘ Day. An diesen jedes Jahr stattfindenden Aktionstagen öffnen Berliner Unternehmen und Institutionen ihre Türen für den männlichen oder weiblichen Nachwuchs. Ziel ist es, Geschlechterklischees bei der Berufswahl abzubauen, indem Mädchen und Jungen Berufe kennenlernen, die typischerweise vom anderen Geschlecht dominiert werden. Hierzu gibt es online jeweils den Girls‘ Day Radarund den Boys‘ Day Radar, über den Mädchen oder Jungen Angebote finden können. 2025 gab es für Girls‘ Day 9.000 Plätze und für den Boys‘ Day 3.000 Plätze.
Hinsichtlich der Löhne herrscht in Deutschland nach wie vor keine Geschlechtergerechtigkeit. Allerdings schneidet Berlin hier besser ab als der Bundesdurchschnitt: Während der „Gender Pay Gap“ 2024 (also die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern) bundesweit bei 16 Prozent lag, betrug er in Berlin nur 10 Prozent.
Ein globales Problem macht auch vor Berlin nicht halt. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO erlebt fast jede dritte Frau weltweit Gewalt durch Partner oder Ex-Partner. In Berlin nehmen die Straftaten im Bereich häuslicher Gewalt seit Jahren stetig zu. Laut der Staatsanwaltschaft Berlin sind die Anzahl der Verfahren, die unter „vorsätzliche einfache Körperverletzung“ fallen, im Zeitraum 2021 bis 2025 von 6.346 auf 8.930 gestiegen. Die Opfer dieser Straftaten sind überproportional Frauen. Die Berliner Initiative „Gewalt an Frauen“bietet rund um die Uhr Beratung, Unterstützung und Vermittlung von Schutzunterkünften. Am 25. November wird jedes Jahr der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ begangen, auch in Berlin.
Die Berliner Sparkasse engagiert sich für eine vielfältige Gemeinschaft, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung am Arbeitsplatz. Sie ist der Charta „Gleichstellung gewinnt“ beigetreten. Dieses Netzwerk aus Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen setzt sich für einen Kulturwandel in der Berliner Wirtschaft ein. Gleichstellung der Geschlechter sei nicht nur ein „gesellschaftspolitisches Ziel, sondern auch eine wesentliche Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg“, heißt es in der Charta. „Ein in Bezug auf das Thema Gleichstellung besonders wünschenswerter Effekt einer offenen Unternehmenskultur ist, dass sie die beruflichen Perspektiven von Frauen in Unternehmen nachhaltig fördert.“
In diesem Punkt hat die Berliner Sparkasse schon viel erreicht, so Andrea Noelscher, die bei der Berliner Sparkasse Ansprechpartnerin für Diversity-Fragen ist. „Der Frauenanteil liegt bei 57 Prozent insgesamt und unter den Führungspositionen bei 42 Prozent. Im Branchenvergleich liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte im Schnitt bei 39 Prozent. Aber: „Auch wir haben Tätigkeitsfelder, in denen Frauen – gerade in den oberen Positionen – noch unterproportional vertreten sind. Hier würde ich mir künftig eine stärkere Balance wünschen.“
Um Frauen stärker zu fördern, hat die Berliner Sparkasse bereits seit 15 Jahren ein Mentoring-Programm. Potenzialträgerinnen werden hier mit erfahrenen, erfolgreichen Führungskräften bereichs-, generations- und hierarchieübergreifend „gematcht“. Und das mit Erfolg: Von den bisher 90 Teilnehmerinnen haben über die Hälfte seitdem eine höherwertige Funktion übernommen. „Ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis über alle Ebenen trägt dazu bei, Potenziale effektiv und zukunftsorientiert nutzen zu können“, so Andrea Noelscher. „Frauen bringen zusätzliche Perspektiven ein, die zu besseren Entscheidungen führen. Und nicht zuletzt schaffen weibliche Führungskräfte wichtige Vorbilder, die wieder andere Frauen ermutigen, ihren Weg zu gehen.“
Erfahren Sie mir zu Diversity bei der Berliner Sparkasse: Vielfalt Berliner Sparkasse
Die Chancengleichheit von Frauen und Mädchen fördern ist auch einer der Schwerpunkte der Stiftung Berliner Sparkasse – von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin.
Der gemeinnützige Bildungs- und Intergrationsverein #BIKEYGEES bringt (geflüchteten) Frauen und Mädchen aus aller Welt das Radfahren bei. Die Trainings werden immer mit breiter ehrenamtlicher Unterstützung umgesetzt. Darüber hinaus sind viele ehemalige Teilnehmerinnen inzwischen als Multiplikatorinnen aktiv und somit fester Bestandteil des Teams. Neben dem „klassischen" Radfahrtraining bietet der Verein mehrsprachigen Verkehrsunterricht, Grundlagen der Radwartung, Orientierung im Straßenraum und Radtouren an.
Das Vorhaben setzt das Vorjahresprojekt zur musikalischen Bildung und Stärkung junger Romnja und Sintizze fort und baut auf bestehenden Strukturen und Vertrauensverhältnissen auf. Im Zentrum steht die musikalische Arbeit (musizieren und singen), die kulturelle Identität fördert, Gemeinschaft stärkt und niedrigschwellige Zugänge zu kreativem Ausdruck ermöglicht. Ergänzend wird eine geschützte Mädchengruppe fortgeführt, die Vernetzung, Solidarität und politische Selbstermächtigung unterstützt. Die Teilnehmenden befassen sich ein Jahr lang mit Themen wie Rassismus, Sexismus, Abschiebung und Klimawandel und entwickeln dazu eigene Formate. Durch kulturelle Bildung, Empowerment und langfristige Vernetzung trägt das Projekt zur persönlichen Entwicklung der Jugendlichen bei und fördert gesellschaftliche Teilhabe. Die Stiftung Berliner Sparkasse unterstützt das Projekt: www.romnja-power.de
Das Projekt „Mehr Sportangebote für FLINTA im Berliner Gehörlosensportverein“ reagiert auf den Mangel an passenden Sportmöglichkeiten für taube FLINTA - Frauen, Lesben, Interpersonen, Nicht-binäre Personen, Transpersonen und Agenderpersonen. Ziel ist es, den Zugang zum Sport zu erweitern, Selbstwertgefühl zu stärken und sichere gebärdensprachliche Räume zu schaffen. Geplant sind wöchentliche Angebote im Bezirk Mitte, wie Frauenfußball und Frauenbasketball sowie die Öffnung bestehender Abteilungen des Vereins Berliner Gehörlosen-Sportverein 1900 e.V. Die Angebote sollen von tauben FLINTA geleitet werden, um Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen. Langfristig soll der FLINTA‑Anteil im Verein deutlich steigen. Die Stiftung Berliner Sparkasse fördert das Projekt.
Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen in New York die „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Den Kern bilden konkrete Zielvorgaben, die bis zum Jahr 2030 erreicht sein sollen.
In unserer Online-Serie blicken wir auf die 17 SDG der Vereinten Nationen und welche Bedeutung diese Ziele für Berlin haben. Grundlage sind der SDG-Bericht 2025 und die Nachhaltigkeitsstrategie des Berliner Senats. Die Berliner Sparkasse versteht sich hier als engagierte Partnerin und Mitgestalterin einer Stadt, der eine nachhaltige Entwicklung wichtig ist. Wir wollen zeigen, wie wir mit einer zunehmend nachhaltigen Geschäftsstrategie, sozialem Engagement und Unterstützung von Unternehmen dazu beitragen können, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Berlin zu erreichen.
Die Berliner Sparkasse unterstützt die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. Sie hat die Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet. Leitbild ihres Handelns ist Verantwortung für die Region. Mit dem Ziel: Berlin und seine Menschen Schritt für Schritt in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten.
Seit über 200 Jahren ist die Berliner Sparkasse ein fester Teil unserer Stadt. Mit einer Fördersumme von rund 7,9 Millionen Euro unterstützt Berlins ältestes Geldinstitut jährlich 700 kleine und große Projekte.
Wir, als Ihre Sparkasse, verwenden Cookies, die unbedingt erforderlich sind, um Ihnen unsere Website zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie Ihre Zustimmung erteilen, verwenden wir zusätzliche Cookies, um zum Zwecke der Statistik (z.B. Reichweitenmessung) und des Marketings (wie z.B. Anzeige personalisierter Inhalte) Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website zu verarbeiten. Hierzu erhalten wir teilweise von Google weitere Daten. Weiterhin ordnen wir Besucher über Cookies bestimmten Zielgruppen zu und übermitteln diese für Werbekampagnen an Google. Detaillierte Informationen zu diesen Cookies finden Sie in unserer Erklärung zum Datenschutz. Ihre Zustimmung ist freiwillig und für die Nutzung der Website nicht notwendig. Durch Klick auf „Einstellungen anpassen“, können Sie im Einzelnen bestimmen, welche zusätzlichen Cookies wir auf der Grundlage Ihrer Zustimmung verwenden dürfen. Sie können auch allen zusätzlichen Cookies gleichzeitig zustimmen, indem Sie auf “Zustimmen“ klicken. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit über den Link „Cookie-Einstellungen anpassen“ unten auf jeder Seite widerrufen oder Ihre Cookie-Einstellungen dort ändern. Klicken Sie auf „Ablehnen“, werden keine zusätzlichen Cookies gesetzt.