06.05.2026: Was bedeuten die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für die Hauptstadt? Und wie kann die Berliner Sparkasse helfen, diese Ziele zu erreichen? In unserer Serie blicken wir auf verschiedene Facetten einer nachhaltigen Lebensweise - von Gesundheit und Bildung über Klimaschutz bis hin zu Frieden und Gerechtigkeit.
„Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.“ So lautet das vierte Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen. Leider ist Bildung auf der Welt sehr ungleich verteilt. Im Jahr 2023 gab es immer noch 272 Millionen Kinder und Jugendliche, die nicht zur Schule gegangen sind. In Ländern mit niedrigen Einkommen ist der Anteil allerdings ungleich höher im Vergleich zu den reicheren Ländern. 36 Prozent der jungen Menschen haben hier keinen Zugang zu Bildung, während es in Ländern mit hohen Einkommen nur drei Prozent sind. Generell besorgniserregend ist die Lernqualität, so erreichten 2019 nur 58 Prozent der Grundschüler:innen die Mindestkenntnisse beim Lesen, im Fach Mathematik waren es nur 44 Prozent. (Quelle: „Ziele für nachhaltige Entwicklung – Bericht 2025“)
Das Ziel der Vereinten Nationen liegt nach wie vor darin, dass bis 2030 alle Kinder Zugang zu einer kostenlosen hochwertigen Schulbildung bekommen und allen Erwachsenen eine erschwingliche berufliche oder universitäre Bildung geboten werden kann. Die UN macht sich auch für den Ausbau von Bildungseinrichtungen stark, um diese kinder-, und behindertengerecht zu machen, so dass Schulen sicher und inklusiv sind.
Ausführliche Informationen zu dem UN-Ziel „Hochwertige Bildung“ im Global Goals Kompass der KSE.INSTITUTE
Das Land Berlin baut den Bildungsbereich auf unterschiedlichsten Ebenen aus. In puncto Inklusion ist Berlin sogar ein echter Vorreiter gewesen, denn Deutschlands erste inklusive Schule ist 1975 in Friedenau entstanden. Inzwischen hat das Land Berlin ein ganzes Netz aus „Inklusiven Schwerpunktschulen“ aufgebaut.
Gleichzeitig läuft die vor zehn Jahren gestartete Berliner Schulbauoffensive weiter. Seit 2016 sind 32 neue Schulgebäude und 50.000 neue Schulplätze entstanden. Familien mit geringem Einkommen unterstützt das Land Berlin mit einem „Bildungspaket“. Darin enthalten sind beispielsweise die Kostenübernahme für das Mittagsessen in Schule und Kita sowie für den Schulbedarf, also Stifte, Hefte und Schulranzen. Auch Kosten für Sportvereine oder Musikunterricht übernimmt das Land bis zu einer gewissen Höhe.
Quellen: www.berlin.de/schulbau; www.berlin.de/sen/bildung/schule/inklusion/schwerpunktschulen
Mit „Nemo-Natur erleben mobil“ bietet die landeseigene Stiftung Naturschutz Berlin „Umweltbildung im Park nebenan“. Grundschulklassen sowie Hortgruppen können unter der Anleitung von speziell geschulten Lehrkräften Stadtbäume und Tiere in Berlin spielerisch erforschen. Überhaupt spielt die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) eine große Rolle in Berlin. So gibt es immer mehr Berliner Schulen, die besonderen Wert legen auf ökologische, soziale, ökonomische und politische Zusammenhänge und sich als „Internationale Nachhaltigkeitsschule – Umweltschule in Europa“ qualifizieren lassen.
Ein Klassiker unter den Bildungsangeboten sind die öffentlichen Bibliotheken Berlins, die neben Büchern auch Computerspiele, Streaming und Makerspaces bieten. Ein Leuchtturmprojekt ist dabei die Schiller-Bibliothek im Wedding, die in ihrem „Free Lab“ auch 3D-Druck anbietet. Ein großes Jubiläum wiederum begeht die „Zentral- und Landesbibliothek Berlin“ (ZLB): Im Juni 2026 können Interessierte der Feier zum 125-jährigen Bestehen beiwohnen.
Die Volkshochschulen haben nach wie vor eine große Bedeutung im Bildungsbereich. Die VHS Berlin Mitte hat sich 2023 besonders hervorgetan und hat die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission bekommen. Tatsächlich ist die VHS Berlin Mitte in einigen nachhaltigen Aspekten herausragend, etwa mit der BNE-AG, der Afrika-Akademie und ihrem Diversity-Grundbildungsschwerpunkt. Insgesamt lautet das Motto der Volkshochschulen „Bildung für alle“ und liefert ein vielfältiges Kursangebot. Eine wichtige Sparte sind dabei auch die Mütter- oder Elternkurse, die helfen sollen, sich im deutschen Erziehungs- und Bildungssystem zurechtzufinden.
Um die Volkshochschulen, die Landeszentrale für politische Bildung im Amerika Hausund weitere öffentliche Einrichtungen für Erwachsenenbildung zu stärken und abzusichern, ist 2021 das „Berliner Erwachsenenbildungsgesetz“ in Kraft getreten.
Quelle: www.grundbildung-berlin.de/zahlen-fakten
Für Erwachsene, denen das Lesen oder Schreiben schwerfällt, gibt es in der Hauptstadt auch Angebote. Die vom Land geförderte Stiftung Grundbildung Berlinunterstützt Betroffene mit Beratung und Aufklärung. Die Stiftung betreibt auch einen Treffpunkt, wo sich aktuelle oder ehemalige Betroffenen von Analphabetismus austauschen könne.
Ein besonderes Bildungsangebot für Menschen mit Migrationshintergrund, ist das „Landesprogramm Stadtteilmütter“Die Stadtteilmütter sind Ansprechpartnerinnen für Familien aus ähnlichen Kulturkreisen, die Unterstützung benötigen beim Beantragen von familiären Leistungen oder in Erziehungsfragen. Ihr „Markenzeichen“ ist ein roter Schal. Aktuell gibt es 270 Stadtteilmütter in Berlin, die eine wichtige Aufgabe bei der Integration übernehmen.
In erster Linie versteht sich die Berliner Sparkasse als Partnerin für die finanzielle Bildung in Berlin. Fundiertes Wissen rund um Finanzen, aber auch wirtschaftliches Allgemeinwissen spielt bei persönlichen Finanzentscheidungen immer eine Rolle – ob beim täglichen Umgang mit Geld, bei Verschuldung, dem richtigen Versicherungsschutz oder dem Vermögensaufbau. Die Berliner Sparkasse unterstützt die finanzielle Allgemeinbildung aller Berlinerinnen und Berliner mit verschiedenen Angeboten. Neben der bedürfnisorientierten Beratung sind das auch lebensnahe Formate zur Wissensvermittlung – vom Ratgeber über Podcast und Videos bis hin zu Online-Tools und Spiele-Apps.
Um außerschulische Lernorte zu stärken, kooperiert die Berliner Sparkasse mit wichtigen Institutionen in der Hauptstadt. Unter dem Motto „Wissen schafft Durchblick“ gibt es bereits seit 2019 eine Partnerschaft mit dem Museum für Naturkunde. In Kooperation mit der Zooschule Berlin unterstützt die Berliner Sparkasse Biologieunterricht zum Anfassen. Berliner Schulklassen verbringen Unterrichtsstunden im Berliner Zoo und erfahren in Workshops viel über Artenschutz und die Lebensweisen der Tiere unseres Planeten.
Gemeinsam mit ihrer Stiftung fördert die Berliner Sparkasse Bildungsinitiativen, die sich für Chancengleichheit aller Berlinerinnen und Berliner einsetzen. Denn gerade kleinere Vereine leisten hier oft Großes, um hochwertige Bildung für alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen und zu erhalten.
Vom 1. bis 24. Dezember können Schülerinnen und Schüler wie bei einem normalen Adventskalender – jeden Tag ein virtuelles Türchen öffnen und eine neue Mathegeschichte lesen, in der am Ende eine Frage zu beantworten ist. Wer am besten abschneidet, hat die Chance, einen Preis zu gewinnen und zur großen Abschlussgala nach Berlin eingeladen zu werden. Das jährliche Bildungsprojekt „Mathe im Advent“ begeistert inzwischen mehr als 160.000 Schülerinnen und Schüler im deutschsprachigen Raum. Die Berliner Sparkasse unterstützt das Projekt.
Seit rund dreißig Jahren kümmert sich „My Theo TV“ darum, Kinder global zu vernetzen und ihren Umgang mit digitalen Medien sinnvoll voranzubringen. Unter der Überschrift „Die Erde mein Zuhause“ entstehen seit 1993 Best-Practice-Beispiele für vielfältige länderübergreifende Aktionen, die Kindern gemeinsames Entdecken, Lernen und Gestalten ermöglichen. Es wurden Projekte zu verschiedenen Themen entwickelt und unkompliziert mit Spenden der Berliner Sparkasse umgesetzt.
Die Stiftung Berliner Sparkasse – von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin unterstützt das Programm „Essen entdecken!“ der Sarah Wiener Stiftung. Kinder gehen hier auf Entdeckungsreise an Orten, wo Lebensmittel entstehen: auf dem Bauernhof oder in der in Bäckerei. Sie erleben, dass Lebensmittel nicht „einfach da sind“ und lernen, Verantwortung zu übernehmen – für sich, für andere, für die Natur.
Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen in New York die „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Den Kern bilden konkrete Zielvorgaben, die bis zum Jahr 2030 erreicht sein sollen.
In unserer Online-Serie blicken wir auf die 17 SDG der Vereinten Nationen und welche Bedeutung diese Ziele für Berlin haben. Grundlage sind der SDG-Bericht 2025 und die Nachhaltigkeitsstrategie des Berliner Senats. Die Berliner Sparkasse versteht sich hier als engagierte Partnerin und Mitgestalterin einer Stadt, der eine nachhaltige Entwicklung wichtig ist. Wir wollen zeigen, wie wir mit einer zunehmend nachhaltigen Geschäftsstrategie, sozialem Engagement und Unterstützung von Unternehmen dazu beitragen können, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Berlin zu erreichen.
Die Berliner Sparkasse unterstützt die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. Sie hat die Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet. Leitbild ihres Handelns ist Verantwortung für die Region. Mit dem Ziel: Berlin und seine Menschen Schritt für Schritt in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten.
Seit über 200 Jahren ist die Berliner Sparkasse ein fester Teil unserer Stadt. Mit einer Fördersumme von rund 7,9 Millionen Euro unterstützt Berlins ältestes Geldinstitut jährlich 700 kleine und große Projekte.
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