Kampf gegen Hunger und Mangelernährung

01.03.2026: Was bedeuten die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für die Hauptstadt? Und wie kann die Berliner Sparkasse helfen, diese Ziele zu erreichen? In unserer Serie blicken wir auf verschiedene Facetten einer nachhaltigen Lebensweise - von Gesundheit und Bildung über Klimaschutz bis hin zu Frieden und Gerechtigkeit.

Teil 2: Kein Hunger

 

Was versteht die UN darunter?

Ernährung und Landwirtschaft hängen miteinander zusammen. Wer Hunger und Mangelernährung bekämpfen will, muss also auch die landwirtschaftliche Produktivität steigern. Weltweit hat sich die Situation leicht verbessert. Die öffentlichen Investitionen in den Agrarsektor sind gestiegen, Schätzungsweise leiden aber nach wie vor 8,2 Prozent der Menschheit unter Hunger und 28 Prozent (das sind 2,3 Milliarden Menschen!) unter mittlerer bis schwerer Ernährungsunsicherheit. Allein hunderte Millionen Frauen und Kinder sind fehlernährt. Insgesamt sind also etwa drei Milliarden Menschen betroffen. Ein weltweites Problem stellen auch hohe Nahrungsmittelpreise dar. Das ist in der Hälfte der Länder der Fall. 

Was Kinder angeht, ist glücklicherweise eine Trendwende in Sicht. Das Problem der Wachstumshemmung, dass also Kinder zu klein sind für ihr Alter, ist rückläufig. Bei Kindern unter fünf Jahren sank der Anteil Anteil im Zeitraum 2012 bis 2014 von 26,4 auf 23,2 Prozent. 

Die Vereinten Nationen wollen den weltweiten Hunger bis zum Jahr 2030 beenden und sicherstellen, dass alle Menschen in prekären Situationen ganzjährig Zugang zu sicheren und nährstoffreichen Nahrungsmitteln haben, und das in ausreichendem Maß. Gleichzeitig will die UN die landwirtschaftliche Produktivität und die Einkommen von kleinen Nahrungsmittelproduzenten verdoppeln. Das gilt gerade für Frauen und Angehörige indigener Völker. 

Ausführliche Informationen zum UN-Ziel „Kein Hunger“ im Gobal Goals Kompass der KNE.INSTITUTE

Wie ist die Situation in Berlin? 

In Deutschland insgesamt sind etwa 3,5 Prozent der Bevölkerung durch Ernährungsarmut gefährdet. In Berlin wiederum ist jeder Fünfte armutsgefährdet (siehe Teil 1: Keine Armut).

Somit engagiert sich das Land Berlin mit einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Ernährungspolitik. Dazu gehören eine Ernährungsstrategie und ein Ernährungsrat, der aus verschiedenen Akteurinnen und Akteuren besteht, die sich für eine ökologische, klima- und sozialgerechte Nahrungsproduktion und -verteilung im Raum Berlin einsetzen. Eine wichtige Maßnahme vom Land Berlin ist seit 2019 das kostenfreie Mittagessen in der Grundschule. Ein besonderes Projekt ist auch die „Kantine Zukunft Berlin“ mit dem Ziel, die Gemeinschaftsgastronomie qualitativ zu verbessern, nicht nur in Betrieben und Behörden, sondern auch in Kitas und Schulen. Hierzu ist sogar ein eigenes Kochbuch erschienen: „Currywurst und Grünzeug – Rezepte für die Kantine von morgen“  

Quelle: STATISTA, Jahresbericht Berliner Tafel e. V.

Wie kann die Berliner Sparkasse dazu beitragen, das Ziel „Kein Hunger“ in Berlin zu erreichen?

In einer deutschen Großstadt wie Berlin sollte kein Mensch hungern müssen. Deshalb unterstützt die Berliner Sparkasse gemeinsam mit ihrer Stiftung soziale und karitative Initiativen, die Obdachlose versorgen und engagiert sich für die Lebensmittelrettung. 

Suppenküche Franziskanerkloster Pankow

Ein Anker für Menschen in Not 

Um Menschen in prekären Verhältnissen zu helfen, unterstützt die Stiftung Berliner Sparkasse – von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin die Suppenküche Franziskanerkloster Pankow.  Hier bekommen Obdachlose, aber auch Arbeitslose oder Menschen mit minimalen Rentenansprüchen eine warme Mahlzeit. 150 Menschen besuchen die Einrichtung im Durchschnitt pro Tag. Seit 1991 gibt es hier auch unbürokratische Hilfe, wenn es um warme Kleidung geht.

Berliner Tafel e. V.

45 Tonnen Lebensmittel für Bedürftige gerettet

Die Fruit Logistica in Berlin gilt als wichtigste Messe für den internationalen Fruchthandel. Was dort nach Messeschluss übrig bleibt, ist absolut genießbar – und dennoch vom Wegwerfen bedroht. Die Berliner Tafel organisiert mit Ehrenamtlichen jedes Jahr eine beispiellose Rettungsaktion für übrig gebliebenes Obst und Gemüse. Mitarbeitende der Berliner Sparkasse sind seit 2013 dabei und unterstützen die Aktion in ihrer Freizeit 

Himmelbeet gGmbH

Ernährung im Kiez

Das Projekt „Wir kochen selbst!“ der himmelbeet gGmbH wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit als Leuchtturmprojekt im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit 2025 ausgewählt. Das Projekt stärkt bei jungen Menschen im Berliner Wedding das Bewusstsein für nachhaltige Ernährung durch Kochworkshops und Gartenarbeit in interkulturellen Gemeinschaftsgärten. Das Projekt wurde unterstützt aus der Sparkassenlotterie PS-Sparen und Gewinnen.

17 Ziele, eine Stadt: Wie nachhaltig ist Berlin?

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen in New York die „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Den Kern bilden konkrete Zielvorgaben, die bis zum Jahr 2030 erreicht sein sollen. 

In unserer Online-Serie blicken wir auf die 17 SDG der Vereinten Nationen und welche Bedeutung diese Ziele für Berlin haben. Grundlage sind der SDG-Bericht 2025 und die Nachhaltigkeitsstrategie des Berliner Senats. Die Berliner Sparkasse versteht sich hier als engagierte Partnerin und Mitgestalterin einer Stadt, der eine nachhaltige Entwicklung wichtig ist. Wir wollen zeigen, wie wir mit einer zunehmend nachhaltigen Geschäftsstrategie, sozialem Engagement und Unterstützung von Unternehmen dazu beitragen können, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Berlin zu erreichen.

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Nachhaltigkeit bei der Berliner Sparkasse

Die Berliner Sparkasse unterstützt die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. Sie hat die Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet. Leitbild ihres Handelns ist Verantwortung für die Region. Mit dem Ziel: Berlin und seine Menschen Schritt für Schritt in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten.

Das gesellschaftliche Engagement der Berliner Sparkasse

Seit über 200 Jahren ist die Berliner Sparkasse ein fester Teil unserer Stadt. Mit einer Fördersumme von rund 7,9 Millionen Euro unterstützt Berlins ältestes Geldinstitut jährlich 700 kleine und große Projekte.

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