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Risiken im Außenhandel 

So sichern Sie Ihr Geschäft ab

Risiken im Außenhandel 

So sichern Sie Ihr Geschäft ab

Wer mit dem Ausland handelt, sollte sich gegen
Zahlungsausfälle & Co. absichern. Wie das geht und welche Absicherungsinstrumente möglich sind, lesen Sie hier.

Risiken absichern

Risiken im Außenhandel richtig absichern

Wer mit dem Ausland Geschäfte macht, profitiert oftmals von vielfältigen Produktentwicklungsmöglichkeiten und unter Umständen höheren Gewinnmargen. Nicht nur Großkonzerne, sondern auch Mittelständler können nachhaltige Beziehungen mit Zulieferern aufbauen und sich durch den internationalen Handel langfristig einen Wettbewerbsvorteil sichern. Trotzdem gibt es auch Risiken im Außenhandel, die Unternehmen unbedingt beachten sollten. 

 

Mit Absicherungsinstrumenten Risiken im Außenhandel minimieren

Politische und wirtschaftliche Risiken, die fehlende Kenntnis der Gepflogenheiten im Partnerland und auch die Sprachbarriere können den Außenhandel für den Mittelstand erschweren. Dabei bietet eine Kooperation mit ausländischen Firmen insbesondere für das produzierende Gewerbe zahlreiche Chancen. Um Sie als Mittelständler gegen die Risiken im Außenhandel abzusichern, gibt es zahlreiche Instrumente, die im weltweiten Handel anerkannt sind und von der Berliner Sparkasse zur Verfügung gestellt werden. So müssen Sie nicht blind darauf vertrauen, dass der Geschäftspartner die vereinbarten Verpflichtungen erfüllt. Im Falle einer Beschädigung der Ware, bei Zahlungsausfällen und vielen sonstigen Eventualitäten ist Ihr Unternehmen monetär abgesichert. 

Folgende Absicherungsinstrumente sind im Außenhandel üblich und beugen effektiv zahlreichen Risiken vor: 

 

Bankgarantie

Eine Bankgarantie ist eine weit verbreitete Absicherung gegen die Risiken im Außenhandel. Übliche Formen sind die Zahlungsgarantie und die Liefergarantie. So kann sich ein deutscher Exporteur beispielsweise mit einer Zahlungsgarantie gegen Zahlungsausfälle des Abnehmers absichern. Die Form der Bankgarantie muss der Partner im Ausland bei seinem Kreditinstitut abschließen. Sinnvoll ist sie immer dann, wenn Sie einen neuen Geschäftspartner oder grundsätzliche Zweifel an der Bonität des Abnehmers haben. Kommt es zu einem Zahlungsausfall, weil der Abnehmer nicht zahlen kann oder möchte, übernimmt die beauftragte Bank die Zahlung des vertraglich vereinbarten Warenpreises, ähnlich wie bei einer Versicherung. Die Liefergarantie sichert hingegen den Abnehmer ab. Sollte der deutsche Exporteur nicht wie vertraglich vereinbart liefern können, zahlt das Institut eine entsprechende Entschädigung an den Kunden.Eine Bankgarantie sichert nicht nur Ihr Geschäft ab, sondern signalisiert auch Vertrauenswürdigkeit und umsichtiges Handeln. Wer von Anfang an eine Bankgarantie vorweist, tritt als zuverlässiger Partner auf und kommt in eine vorteilhafte Verhandlungsposition.

So funktioniert eine Bankgarantie:

Mit einer Bankgarantie können Exporteure und Importeure die Zahlung oder Lieferung von Waren absichern

Dokumenteninkasso

Das Verfahren des Dokumenteninkassos ist im internationalen Geschäft anerkannt und findet häufig Anwendung. Das Dokumenteninkasso sichert das Zahlungsrisiko des Exporteurs ab. Wer Waren ins Ausland ausführt, kann sich selbst bei seinem Kreditinstitut absichern, indem er ein Dokumenteninkasso abschließt. Dadurch erhält er die Gewähr, dass das Geld für die ausgeführte Ware tatsächlich bezahlt wird. Dazu muss der Handelspartner jedoch vorab dem Dokumenteninkasso zustimmen. Wenn die Ware bezahlt worden ist, erhält der Käufer das Dokument, das die Zahlung bestätigt, und kann dann die Ware in Empfang nehmen. 

 

Dokumentenakkreditiv

Wer noch mehr Sicherheit im Außenhandel wünscht, kann auf ein Dokumentenakkreditiv zurückgreifen. Dabei handelt es sich ähnlich wie beim Dokumenteninkasso um ein sogenanntes Zug-um-Zug-Geschäft, bei dem per Dokument die Zahlung bestätigt wird und erst dann die Ware an den Käufer übergeht. Der Exporteur erhält mit einem Dokumentenakkreditiv aber zusätzlich die Zusicherung der Bank, dass er sein Geld auch wirklich erhält. Der Importeur bekommt hingegen die Garantie von der Bank, dass die gekaufte Ware wie vereinbart geliefert wird. Somit ist das Risiko im Außenhandel bei einem Dokumentenakkreditiv noch geringer als beim Dokumenten-inkasso. Deshalb sind Akkreditive auch die häufigste Form der Zahlungsabwicklung bei Auslandgeschäften.

So funktioniert ein Dokumentenakkreditiv:

Exportfactoring

Das Exportfactoring sichert gleich mehrere Risiken im Außenhandel ab. Im Grunde genommen funktioniert es wie das Factoring im Inland. Der Exporteur verkauft seine Forderungen an ein Kreditinstitut und erhält den Kaufpreis sofort nach Vertragsabschluss. Die Bank erhebt für das Factoring eine Gebühr, die abhängig von der Höhe der Transaktion ist. Das Exportfactoring sichert die Liquidität des Exporteurs, wenn – wie im Außenhandel üblich – sehr lange Zahlungsziele von bis zu 120 Tagen vereinbart wurden. Das Kapital wird nicht gebunden und der Exporteur kann die Mittel nutzen, um Rohstoffe einzukaufen. Liquiditätsengpässe können in mittel-ständischen Unternehmen ernsthafte Probleme auslösen, wenn durch sie zum Beispiel die Wettbewerbsfähigkeit sinkt. Das Exportfactoring bietet eine kostengünstige Möglichkeit, hohe Rechnungsbeträge vorzufinanzieren oder lange Zahlungsziele zu umgehen. 

 

Bei Verträgen im Ausland auf die Schriftform achten

Zwar können Unternehmer die Risiken im Außenhandel nicht ganz vermeiden. Aber durch eine gute Geschäftspraxis lassen sich einige Gefahren unter Umständen von vornherein aus dem Weg räumen. Benedikt Hau, Leiter der Unternehmenskunden- und Auslandskundenberatung bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), gibt dazu folgende Tipps für Mittelständler:

  • Überprüfen Sie vor dem Vertragsabschluss die Referenzen Ihrer ausländischen Geschäftspartner. Mit welchen anderen Unternehmen arbeiten diese schon erfolgreich zusammen, gibt es womöglich Online-Bewertungen?
  • Beachten Sie die kulturellen und geschäftlichen Gepflogenheiten des Landes. Wenn Sie die Sprache nicht sprechen, engagieren Sie einen erfahrenen Dolmetscher, der Sie bei Terminen begleitet. Fehlende Sprachkenntnisse oder ein Mangel an Wissen über die örtliche Geschäftspraxis kann zu eklatanten Missverständnissen führen.
  • Bestehen Sie bei allen Abmachungen auf die Schriftform. Mündliche Absprachen sind nach deutschem Recht zwar bindend, können aber später nur schwer nachgewiesen werden.
  • Beziehen Sie noch vor den Verhandlungen mit Ihrem ausländischen Partner Ihr Kreditinstitut ein und sprechen Sie über die möglichen Risiken. Im Außenhandel ist es sinnvoll, schon vorab etwaige Finanzierungen sowie die Absicherung der Währungs- und Zinsrisiken richtig zu planen.
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