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Dokumentenakkreditiv & Co. 

So senken Sie das Zahlungsausfallrisiko im Exportgeschäft.

Dokumentenakkreditiv & Co. 

So senken Sie das Zahlungsausfallrisiko im Exportgeschäft.

Viele Risiken im Außenhandel lassen sich durch effektive Instrumente absichern. Lesen Sie hier mehr zu Dokumentenakkreditiv, Bankgarantie & Co.

Dokumentenakkreditiv

Exportgeschäfte absichern

Wer am internationalen Handel teilnimmt, ist einem erhöhten Zahlungsausfallrisiko ausgesetzt. Das geht auch aus einer Studie von Euler Hermes hervor. Im Jahr 2017 prognostizierte der Kreditversicherer für die lateinamerikanischen Länder zwölf Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahr. In Afrika wurde ein Anstieg der Firmenpleiten um neun Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum um sechs Prozent und in Nordamerika um ein Prozent erwartet. „Das ist der erste Anstieg von weltweiten Insolvenzen seit sieben Jahren“, sagte Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe. Die Zahlen markierten eine negative Trendwende, so der Experte. 

 

Risiken im Außenhandel effektiv reduzieren

Für deutsche Exporteure bedeutet dieser Trend eine Steigerung der ohnehin schon erheblichen Risiken im Außenhandel. Dennoch: Wer sein Unternehmen absichert, kann weiterhin vom internationalen Geschäft profitieren und sich wichtige Wettbewerbsvorteile sichern. Die Berliner Sparkasse bietet zahlreiche Absicherungsinstrumente, die im Außenhandel anerkannt sind und vor Zahlungs- und Lieferausfällen schützen. 

 

Das Dokumentenakkreditiv: Absicherung durch relevante Papiere

Die Wahl des richtigen Absicherungsinstruments sollte gemeinsam mit dem Kreditinstitut Ihres Vertrauens erfolgen. Die Berliner Sparkasse berät zahlreiche Exporteure zu den möglichen Optionen. In vielen Fällen eignet sich das Dokumentenakkreditiv zur Absicherung des Handelsgeschäfts. Das Akkreditiv heißt im internationalen Handel auch Letter of Credit (LoC) und ist im Grunde genommen ein abstraktes Schuldversprechen der Bank des Importeurs. Das Kreditinstitut überweist erst dann den fälligen Betrag, wenn alle im Dokumentenakkreditiv vereinbarten Papiere vorliegen. Welche das genau sind, wird vorher zwischen den Parteien abgestimmt.

Ein Dokumentenakkreditiv hat Vorteile für beide Handelspartner: Der Exporteur sichert seine Forderung ab, indem er die Ware erst nach Vorlage des Akkreditivs versendet. Hinzu kommt, dass die Zahlung zeitnah eingeht. Der Importeur profitiert ebenfalls von einer Absicherung. Er kann sich sicher sein, dass das Geld nur dann überwiesen wird, wenn der Exporteur alle vereinbarten Papiere vorgelegt und dadurch den Warenexport bestätigt hat. Bei der Eröffnung eines Dokumentenakkreditivs prüft die Bank immer die Bonität des Handelspartners. Das ist eine zusätzliche Absicherung für den Exporteur. 

 

Die Bankgarantie: Zahlung im Garantiefall

Die Bankgarantie ist ebenfalls ein weitverbreitetes und anerkanntes Verfahren zur Absicherung von Außenhandelsgeschäften. In diesem Fall verpflichtet sich die Bank, der Zahlungsaufforderung des Gläubigers nachzukommen. Ist ein Betrag zur Zahlung fällig, überweist die Bank diesen auf das Konto des Gläubigers, ohne mit dem Schuldner Rücksprache zu halten. Wurde die Bankgarantie von einer ausländischen Bank ausgestellt, so unterliegt sie – sofern nicht anders vereinbart – den dort geltenden Rechtsvorschriften. Eine Bankgarantie kann auch für einen Importeur  sinnvoll sein, wenn beispielsweise zu Beginn der Belieferung eine hohe Anzahlung an den Exporteur zu leisten ist. Sollte der Exportpartner Insolvenz anmelden,  ist die Zahlung durch die Bank abgesichert. 

So funktioniert die Bankgarantie:

Mit einer Bankgarantie können Exporteure und Importeure die Zahlung oder Lieferung von Waren absichern

Exportfactoring: Forderungen verkaufen 

Beim sogenannten Factoring verkauft das Unternehmen seine Forderungen an ein Kreditinstitut. Auf der Basis des Handelsvertrags streckt die Bank die zukünftigen Zahlungen vor. Das Exportfactoring ist vor allem dann sinnvoll, wenn in Ihrer Branche lange Zahlungsziele von bis zu 120 Tagen üblich sind. Auch hohe Rechnungssummen können mit dem Factoring abgesichert werden. Durch das Exportfactoring werden die Liquidität und Handlungsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt. 

 

Vor dem Geschäft immer die Bonität des Partners prüfen

Nicht umsonst heißt es „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Wer mit einem neuen Geschäftspartner im Ausland zusammenkommt, sollte unbedingt umfangreiche Informationen über das betreffende Unternehmen einholen. Der erste Schritt ist das Durchlesen der Webseite sowie etwaiger Bewertungen im Internet. Hier findet man nicht selten Meinungen von Kunden oder Lieferanten, die hilfreich sein können. Auch die Industrie- und Handelskammern und Auslandhandelskammern können wertvolle Hinweise über den zukünftigen Handelspartner liefern. In jedem Fall sollten wichtige Zahlen und Fakten wie die Unternehmensform, die Höhe des Stammkapitals, das Gründungsdatum, die Bankverbindung sowie der Jahresumsatz und die Referenzen geprüft werden. 

Der nächste Schritt ist eine qualifizierte Bonitätsauskunft, die die gesammelten Erkenntnisse bestätigt. Die Sparkassen arbeiten unter anderem mit der Bisnode Deutschland GmbH in Darmstadt und Coface in Mainz zusammen. Die professionellen Auskunfteien liefern eine konkrete Risikoeinschätzung des potenziellen Geschäftspartners. Neben der allgemeinen Bonität schätzen die Auskunfteien auch den vertretbaren Umsatzrahmen für den betreffenden Handelspartner ein.

Die folgende Checkliste hilft Ihnen dabei, Ihren zukünftigen Handelspartner vorausschauend zu wählen:

  • Das Unternehmen hat eine professionelle Webseite mit zahlreichen Referenzen.
  • Impressum-, Datenschutz- und Kontaktseite enthalten alle notwendigen Angaben.
  • Das Team der Firma wird auf der Webseite mit Namen und eventuell Foto vorgestellt.
  • Die Geschäftsführung ist seit vielen Jahren dieselbe.
  • Es gibt eine geringe Mitarbeiterfluktuation.
  • Die Firma ist an Werktagen immer telefonisch erreichbar.
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