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In der aktuellen Episode von KopfGeld geht es darum, wie man in Zeiten hoher Inflation richtig sparen und anlegen kann.

Sparen in der Inflation: So schonst du jetzt deinen Geldbeutel

Durch die Inflation wird unser Geld immer weniger wert. Das haben wir alle mittlerweile gehört oder selbst an der Kasse gemerkt, denn die Preise scheinen durch die Decke zu gehen. Von der hohen Inflation sind auch Ersparnisse auf dem Girokonto betroffen, die auf längere Sicht an Wert verlieren. Wie kannst du jetzt trotzdem sparen und die Inflation ein Stück weit umgehen? Und was können Geringverdienende wie Studentinnen und Studenten für ihren privaten Inflationsausgleich tun? Das haben wir vom KopfGeld-Podcast der Berliner Sparkasse unsere Experten und Expertinnen gefragt. Also Kopfhörer aufsetzen und reinhören!

Wie wirkt sich die Inflation für Studenten und Studentinnen aus?

Zuerst haben wir die Studierenden Helene und Maurice gefragt, wie die aktuell hohe Inflationsrate ihren Alltag beeinflusst. Beide sind zunächst durch Medienberichte auf das Thema aufmerksam geworden. An der Supermarktkasse und abends an der Bar haben sie die Auswirkungen der Inflation schließlich selbst zu spüren bekommen:

„Wenn sich die Inflation auf den Geldbeutel auswirkt, ist das schon ein Punkt, den man als Studierender definitiv merkt.“

Expertentipps vom Klub zur hohen Kante

Um seine finanzielle Expertise haben wir Ricardo Braun gebeten. Er ist einer der jungen Bankberater und -beraterinnen vom Klub zur hohen Kante, der Filiale der Berliner Sparkasse für junge Leute in Berlin-Friedrichshain. Er war schon oft beim KopfGeld-Podcast zu Gast und hat uns die Welt der Finanzen erklärt. Diesmal haben wir ihn dazu befragt, wie man in der Inflation sparen kann und was man generell zum Thema wissen sollte. Was hat es beispielsweise mit der Inflationsrate auf sich?

In Deutschland lag die Inflationsrate im April 2022 bei 7,4 Prozent. Die Inflationsrate gibt an, inwieweit sich das allgemeine Preisniveau für Waren und Dienstleistungen innerhalb eines Jahres verändert hat. Um nun die Rate eben zum Beispiel von April 2022 einordnen zu können: Die Europäische Zentralbank (EZB) befindet eine Inflationsrate von etwa 2 Prozent als eine gesunde bis moderate Preissteigerung. Die aktuell deutlich erhöhte Inflation trifft nun Verbrauchende wie Sparende gleichermaßen: Die Preise in den Geschäften ziehen stark an, das Ersparte auf dem Konto verliert zugleich an Wert. Trotzdem oder gerade deshalb ist es sinnvoll, in Zeiten hoher Inflation an der richtigen Stelle zu sparen und gut zu wirtschaften.

Sparen in Zeiten hoher Inflation: Worauf müssen Verbrauchende achten?

Du möchtest sparen, während die Inflation hoch ist? Dann empfiehlt es sich im ersten Schritt, unnötige Ausgaben zu reduzieren. Am besten verschaffst du dir dazu zunächst einen genauen Überblick über deine Finanzen, beispielsweise mithilfe eines digitalen Haushaltsbuches. So kannst du genau sehen, an welchen Stellschrauben du noch drehen könntest.

Hohe Inflation – die besten Spartipps:

  • Antizyklisches Einkaufen, also etwa Kleidung im Sommerschlussverkauf preiswert kaufen
  • Handyvertrag wechseln, z. B. einen Tarif mit weniger Datenvolumen
  • Energieverbrauch senken (durch LED-Lampen, höhere Kühlschranktemperatur, Heizung niedriger stellen)
  • Secondhand-Kleidung statt teurer Mode kaufen
  • Versicherungstarif überprüfen und ggf. zu einem günstigeren wechseln

Nützliche Links

  • In der S-App holst du dir dein privates Haushaltsbuch aufs Smartphone.
  • Einnahmen und Ausgaben erfasst du übersichtlich und digital mit dem  Web-Budgetplaner 
  • Sobald sich auf deinem Konto etwas tut, meldet der Kontowecker dir diese Veränderungen
  • Infos zu nachhaltiger Geldanlage findest du im Ratgeber

Wie können Sparer ihr Geld vor der Inflation schützen?

Nicht nur beim Kaufverhalten musst du aufmerksam sein. Auch dein Erspartes auf dem Girokonto verliert durch die Inflation schleichend an Wert. „Man sollte die Situation jetzt nutzen, um sein Sparverhalten zu überdenken und seine Strategie der Situation anzupassen“, merkt Ricardo an. „Es geht darum, die Inflation auszugleichen.“ Vor allem in Zeiten hoher Inflation solltest du dein Geld daher mit Renditechancen anlegen. 

Dabei spielt der Realzins eine große Rolle, wie uns Ricardo erklärt: „Wenn ich mein Geld mit einer Rendite von 5 Prozent anlege und die Inflation bei 4 Prozent liegt, bleibt noch 1 Prozent Rendite auf das angelegte Geld.“ Zwar liegt die Inflationsrate aktuell bei über 7 Prozent, Experten gehen jedoch von einer langfristigen Stabilisierung der Inflation aus. Und da auch Geldanlagen immer langfristig gedacht werden sollten, kannst du damit rechnen, dass eine hohe Rendite die Inflation langfristig ausgleicht oder überholt. Ein gewisses Restrisiko bleibt aber natürlich immer.

Achtung: Wer sein Geld auf dem Girokonto oder Sparbuch parkt, macht in Zeiten hoher Inflation ein Verlustgeschäft. Denn bei einem Zinssatz von 0 Prozent und einer Inflation von 7,4 Prozent liegt dementsprechend der Realzins bei -7,4 Prozent.

Geld anlegen und sparen: Der Inflation zum Trotz

Sparen in der Inflation – was überflüssige Ausgaben anbelangt − ist das eine. Das andere ist das gezielte Investieren in Güter von beständigem oder steigendem Wert. So bietet es sich gerade bei einer hohen Inflationsrate an, in Sachwerte zu investieren. Dazu gehört beispielsweise ein Sparplan mit Edelmetallen wie Gold, Platin und Silber. Aber auch Antiquitäten, Kunst oder gefragte Sneaker aus einer Sammler-Edition können eine gute Geldanlage sein. Wenn du dein Geld wertsteigernd anlegen willst, kommen Aktien, Aktienfonds und ETFs infrage. Auch sie können langfristig eine Rendite bieten, die die Inflationsrate übersteigt, sind jedoch mit gewissen Risiken verbunden. Die Möglichkeiten zu sparen sind also auch bei der aktuell hohen Inflation groß und sollten in einem Beratungsgespräch individuell ausgelotet werden.

KopfGeld: Der Podcast der Berliner Sparkasse

Bei KopfGeld bist du richtig, wenn du dich für alles interessierst, was Geld und Finanzen angeht. In unseren  Podcastfolgen schauen wir auf die jungen Leute. Wir fragen, welche Bedürfnisse bestehen und welche Erfahrungen sie schon gemacht haben. Wir interessieren uns für das, was dich interessiert: dein erster Arbeitstag, dein Auslandssemester oder eben gute Vorsätze, die du im neuen Jahr einhalten willst. Wir sind der Meinung, Geld fängt im Kopf an: Kopfhörer aufgesetzt und reingehört!

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