Wofür junge Berliner sparen
Presse-Information, 17. April 2008
Führerschein, Reise und Aufbau eines eigenen Vermögens: Die jungen Berliner wissen genau, wofür sie Geld zurücklegen.
Eine Umfrage der info GmbH im Auftrag der Berliner Sparkasse unter 12- bis 29-Jährigen Berlinern hat ergeben:
Größere Anschaffungen wie der Führerschein oder eine Reise stehen auf der Wunschliste ganz oben. Mehr als die Hälfte der Befragten spart dafür. Ein Viertel der jungen Berliner denkt schon daran, ein eigenes Vermögen aufzubauen. Hier liegt die Gruppe der Jungakademiker mit 56 Prozent weit vorn. Für ihre Ausbildung sparen 17 Prozent, die 12- bis 16-Jährigen stellen hier mit 25 Prozent die größte Gruppe. Immerhin 16 Prozent sorgen für das Alter vor. Während die Altersvorsorge bei Schülern noch keine Rolle spielt, legen 30 Prozent der Berufsstarter mit abgeschlossener Ausbildung und 47 Prozent der Jungakademiker bereits Geld für das Alter beiseite.
Der Sparbeitrag schwankt deutlich. Legen 24 Prozent der Befragten, insbesondere Schüler, monatlich bis unter 25 Euro zurück, sparen 18 Prozent 150 Euro und mehr. Diese Summen können sich am ehesten Jungakademiker und Berufsstarter mit abgeschlossener Ausbildung leisten. Die Hälfte aller Befragten gab an, über ein Sparbuch zu verfügen. Erstaunlich dabei: der Anteil steigt mit zunehmendem Alter von 47 Prozent bei Schülern auf 64 Prozent bei Jungakademikern.
Ihre Bankgeschäfte erledigen 77 Prozent der Befragten über ein eigenes Girokonto. Während die 12- bis 16-Jährigen altersbedingt hier nur zu einem Drittel vertreten sind, steigt der Anteil bei Studenten und Jungakademikern sprunghaft auf 99 Prozent bzw. 98 Prozent an.
Als Informationsquellen und Berater für Geld- und Finanzangelegenheiten liegen die Eltern und Kreditinstitute mit je 51 Prozent gleichauf. Mit zunehmendem Alter und höherer Ausbildung steigt die Bedeutung der Medien sowie des Internets. Dann wird auch der Gang in die Filiale seltener. Internet und SB-Bereiche sind mit je 41 Prozent eindeutig die dominierenden Vertriebswege. Während noch 28 Prozent der 12- bis 16-jährigen Schüler den persönlichen Kontakt zu einem Mitarbeiter in einer Filiale suchen, bevorzugen die älteren Befragten das Internet (70 Prozent der Studenten, 58 Prozent der Berufsstarter mit Ausbildung, 71 Prozent der Jungakademiker).
Und wie zufrieden sind die befragten jungen Berliner mit ihrer Bank? 82 Prozent äußerten sich sehr oder eher zufrieden. Nur neun Prozent haben die Absicht, ihre Bankverbindung in den nächsten 12 Monaten zu wechseln.
Das unabhängige Meinungsinstitut info GmbH hatte im Dezember 2007 mehr als 1.000 Personen im Alter von 12 bis 29 Jahren befragt.